EINLAGENSICHERUNG 2026

CHASE Einlagensicherung

100.000 € gesetzlich garantiert, zusätzlich freiwillig bis 3 Mio. €

Die deutschen CHASE-Angebote werden von der J.P. Morgan SE betrieben. Einlagen sind über die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH gesetzlich bis 100.000 € pro Einleger und Kreditinstitut geschützt, mit Rechtsanspruch. Zusätzlich ist die J.P. Morgan SE Mitglied im freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bankenverbandes, der Privatpersonen aktuell bis 3.000.000 € absichert, allerdings ohne gesetzlichen Rechtsanspruch.

100.000 €
Gesetzlich garantiert
3 Mio. €
Freiwillig zusätzlich
7 Tage
Erstattungsfrist (Arbeitstage)
EdB
Gesetzliches Sicherungssystem
ZWEI SICHERUNGSEBENEN

Gesetzliche und freiwillige Sicherung im Überblick

Bei CHASE Deutschland greifen zwei unterschiedliche Sicherungssysteme mit jeweils eigenen Grenzen und einem entscheidenden Unterschied: dem Rechtsanspruch.

Gesetzliche Einlagensicherung

100.000 € pro Einleger

Mit gesetzlichem Rechtsanspruch

SicherungssystemEntschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH
Sicherungsgrenze100.000 € je Einleger und Bank
RechtsanspruchJa
Erstattungsfrist7 Arbeitstage
Freiwillige Einlagensicherung

bis 3.000.000 €

Ohne gesetzlichen Rechtsanspruch

SicherungssystemEinlagensicherungsfonds des Bankenverbandes
Sicherungsgrenzeaktuell bis 3 Mio. € (Privatpersonen)
RechtsanspruchNein
GrundlageLeistungsfähigkeit des Fonds

Nur 100.000 € sind rechtlich hart garantiert

CHASE erlaubt Einzahlungen auf das Tagesgeldkonto bis zu 1.000.000 €. Das liegt deutlich über der gesetzlichen Sicherungsgrenze von 100.000 €. Für Beträge oberhalb dieser Grenze greift ausschließlich die freiwillige Sicherung des Bankenverbandes, bei der es laut CHASE ausdrücklich keinen Rechtsanspruch auf Entschädigung gibt. Die Leistung hängt von der Leistungsfähigkeit des Fonds im Entschädigungsfall ab. Wer ausschließlich auf gesetzlich garantierten Schutz setzen möchte, sollte bei der J.P. Morgan SE insgesamt nicht mehr als 100.000 € inklusive aufgelaufener Zinsen halten.

KONTOFÜHRENDE BANK

CHASE ist eine Marke der J.P. Morgan SE

Entscheidend für die Einlagensicherung ist nicht der Markenname, sondern die dahinterstehende Bank.

In Deutschland wird CHASE von der J.P. Morgan SE betrieben, einer Bank mit Vollbanklizenz. CHASE ist damit keine eigenständige deutsche Bankmarke mit separater Einlagensicherung, sondern eine Marke beziehungsweise ein Geschäftsbereich der J.P. Morgan SE. Die J.P. Morgan SE tritt also unter dem Namen „CHASE“ auf, ist aber rechtlich dieselbe Bank.

Das ist für die gesetzliche Einlagensicherung entscheidend: Die 100.000-Euro-Grenze gilt nicht pro Marke und nicht pro Konto, sondern pro Einleger und Kreditinstitut. Halten Sie mehrere Einlagen bei der J.P. Morgan SE, auch außerhalb von CHASE, werden diese für die gesetzliche Sicherungsgrenze zusammengerechnet.

Fakten zur kontoführenden Bank

Marke: CHASE
Betreiber in Deutschland: J.P. Morgan SE
Banklizenz: Vollbanklizenz
Aktuelles Produkt: Tagesgeldkonto
Eigenständige Sicherung? Nein
Sicherungslogik: Pro Bank, nicht pro Marke
GESETZLICHE SICHERUNG

So funktioniert die gesetzliche Einlagensicherung

Die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB) sichert Einlagen bei der J.P. Morgan SE bis zur gesetzlichen Höchstgrenze ab.

Zuständiges Sicherungssystem

Die gesetzliche Einlagensicherung erfolgt über die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB). Sie ist für private Banken in Deutschland zuständig und wird von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) beaufsichtigt.

Sicherungsgrenze 100.000 €

Die Obergrenze beträgt 100.000 € pro Einleger und Kreditinstitut, einschließlich eventueller Zinsansprüche. Diese Grenze bestätigt auch die Deutsche Bundesbank als allgemeine Systematik der gesetzlichen Einlagensicherung.

Erstattungsfrist 7 Arbeitstage

CHASE nennt im Informationsbogen für Einleger eine Erstattungsfrist von 7 Arbeitstagen. Die Erstattung erfolgt in Euro, unabhängig von der ursprünglichen Kontowährung.

Zusammenrechnung bei mehreren Einlagen

Alle Einlagen eines Kunden bei der J.P. Morgan SE werden für die 100.000-Euro-Grenze addiert, unabhängig davon, ob sie unter der Marke CHASE oder einer anderen Bezeichnung geführt werden.

Erhöhter Schutz bis 500.000 €

Für besonders schutzwürdige Einlagen gibt es laut Bundesbank zeitweise einen erhöhten Schutz bis 500.000 €, etwa nach bestimmten Lebensereignissen wie dem Verkauf einer privat genutzten Immobilie.

Was ist geschützt?

Geschützt sind klassische Einlagen wie Guthaben auf dem CHASE Tagesgeldkonto. CHASE bestätigt ausdrücklich, dass die deutsche Einlagensicherung das Geld bei der J.P. Morgan SE und damit die Ersparnisse auf dem Tagesgeldkonto absichert.

FREIWILLIGE SICHERUNG

Freiwillige Einlagensicherung bis 3 Mio. €

Zusätzlich zur gesetzlichen Sicherung ist die J.P. Morgan SE Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken.

CHASE gibt an, dass Einlagen von Privatpersonen über den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken aktuell bis zu einer Höhe von 3.000.000 € zusätzlich abgesichert sind. Der Bankenverband selbst nennt für seinen Fonds ebenfalls eine aktuelle Obergrenze von maximal 3 Millionen Euro für Privatpersonen, sodass sich die CHASE-Angabe mit der allgemeinen Systematik des Fonds deckt.

Wichtig ist der entscheidende Unterschied zur gesetzlichen Sicherung: CHASE weist ausdrücklich darauf hin, dass bei der freiwilligen Einlagensicherung kein Rechtsanspruch auf Entschädigung besteht. Die Leistungen beruhen auf der Leistungsfähigkeit des Fonds im jeweiligen Entschädigungsfall, nicht auf einer gesetzlichen Garantie.

Gesetzlich vs. freiwillig auf einen Blick

Gesetzlich (100.000 €): Rechtsanspruch, EdB-Sicherung, unabhängig von der Leistungsfähigkeit einzelner Fonds
Freiwillig (bis 3 Mio. €): Kein Rechtsanspruch, abhängig von der Leistungsfähigkeit des Bankenverband-Fonds
SONDERFÄLLE

Gemeinschaftskonten und mehrere Einlagen

Zwei praxisrelevante Sonderfälle, die für die Einordnung der Sicherungsgrenze wichtig sind.

Gemeinschaftskonto

Im Informationsbogen für Einleger heißt es: Bei Gemeinschaftskonten gilt die Obergrenze von 100.000 € für jeden einzelnen Einleger. Bei einem Gemeinschaftskonto mit zwei gleichberechtigten Kontoinhabern kann die gesetzliche Sicherungsgrenze rechnerisch 200.000 € betragen, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind.

Ob CHASE Deutschland aktuell Gemeinschaftskonten anbietet, sollte vor Kontoeröffnung direkt bei CHASE geprüft werden. Diese Regel erklärt die allgemeine gesetzliche Logik, nicht automatisch die Produktverfügbarkeit.

Mehrere Konten bei J.P. Morgan SE

Die 100.000-Euro-Grenze gilt für alle Einlagen eines Kunden bei derselben Bank zusammen. CHASE erklärt ausdrücklich, dass alle Einlagen bei der J.P. Morgan SE addiert werden, unabhängig vom Markennamen. Wer neben dem CHASE Tagesgeld noch weitere Einlagen bei der J.P. Morgan SE hält, sollte die Gesamtsumme im Blick behalten.

Entscheidend ist nicht der Markenname CHASE, sondern die dahinterstehende Bank J.P. Morgan SE.

DATENBOX

Alle Fakten zur CHASE Einlagensicherung

Die wichtigsten Eckdaten kompakt zusammengefasst

PunktAktueller Stand bei CHASE Deutschland
Anbieter / BankJ.P. Morgan SE
MarkeCHASE
Aktuelles PrivatkundenproduktTagesgeldkonto
Gesetzliche EinlagensicherungEntschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH
Gesetzliche Sicherungsgrenze100.000 € pro Einleger und Kreditinstitut
RechtsanspruchJa, bis zur gesetzlichen Sicherungsgrenze
Erstattungsfrist7 Arbeitstage
ErstattungswährungEuro
Freiwillige EinlagensicherungEinlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken
Freiwillige Sicherungsgrenze Privatpersonenaktuell bis 3.000.000 €
Rechtsanspruch freiwilliger FondsNein
Mehrere Einlagen bei J.P. Morgan SEWerden zusammengerechnet
CHASE Tagesgeld Einzahlungslimitbis 1.000.000 €
Konservative Empfehlungmaximal 100.000 € inkl. Zinsen bei rein gesetzlichem Schutz

Alle Angaben Stand Mai 2026. Die freiwillige Sicherungsgrenze kann sich ändern und beruht auf der Leistungsfähigkeit des Fonds, nicht auf einer gesetzlichen Garantie.

Ringo Dühmke

Unsere Einordnung

Ringo Dühmke, Gründer von Bankdaten.de

Die Einlagensicherung der deutschen CHASE-Angebote ist grundsätzlich stark aufgestellt, weil hinter CHASE keine ausländische Zweigniederlassung mit ausländischer Sicherung steht, sondern die J.P. Morgan SE mit deutscher Einlagensicherung. Das Tagesgeldguthaben ist gesetzlich bis 100.000 € abgesichert und darüber hinaus aktuell freiwillig bis 3 Millionen Euro für Privatpersonen. Für ein Kurzprofil klingt das sehr attraktiv.

Für eine seriöse Einordnung sollte man aber klar zwischen gesetzlicher Garantie und freiwilliger Zusatzsicherung unterscheiden: Einlagen bei CHASE Deutschland werden über die J.P. Morgan SE gesetzlich bis 100.000 € pro Kunde und Bank geschützt. Zusätzlich besteht eine freiwillige Einlagensicherung des Bankenverbands bis aktuell 3 Millionen Euro für Privatpersonen, jedoch ohne gesetzlichen Rechtsanspruch. Da CHASE Einzahlungen bis 1.000.000 € auf das Tagesgeldkonto erlaubt, liegt der mögliche Anlagebetrag deutlich oberhalb der gesetzlichen Grenze. Wer maximal auf gesetzliche Sicherheit setzen möchte, sollte bei der J.P. Morgan SE insgesamt nicht mehr als 100.000 € inklusive aufgelaufener Zinsen halten.

🛡️

Jetzt CHASE Tagesgeld eröffnen

4,00 % p. a. Startzins für 4 Monate, gesetzlich bis 100.000 € abgesichert, zusätzlich freiwillig bis 3 Mio. € für Privatpersonen.

✓ Gesetzlich bis 100.000 € ✓ Freiwillig bis 3 Mio. € ✓ Vollbanklizenz J.P. Morgan SE ✓ BaFin-Aufsicht

HÄUFIGE FRAGEN

Häufig gestellte Fragen zur CHASE Einlagensicherung

Die wichtigsten Fragen zu Sicherungsgrenzen, Rechtsanspruch und Sonderfällen

Wie hoch ist die gesetzliche Einlagensicherung bei CHASE?

Die gesetzliche Einlagensicherung schützt Einlagen bei der J.P. Morgan SE über die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB) bis 100.000 € pro Einleger und Kreditinstitut, einschließlich eventueller Zinsansprüche. Für diesen Betrag besteht ein gesetzlicher Rechtsanspruch. CHASE nennt im Informationsbogen für Einleger zudem eine Erstattungsfrist von 7 Arbeitstagen bei Erstattung in Euro.

Was bedeutet die freiwillige Einlagensicherung bis 3 Millionen Euro?

Die J.P. Morgan SE ist laut CHASE zusätzlich Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken. Dieser sichert Einlagen von Privatpersonen aktuell bis zu einer Höhe von 3.000.000 € ab. Der entscheidende Unterschied zur gesetzlichen Sicherung: Bei dieser freiwilligen Sicherung besteht kein gesetzlicher Rechtsanspruch. Die Leistung im Entschädigungsfall hängt von der Leistungsfähigkeit des Fonds ab.

Wie viel Geld kann ich maximal risikofrei bei CHASE anlegen?

Wer ausschließlich auf gesetzlich garantierten Schutz mit Rechtsanspruch setzen möchte, sollte bei der J.P. Morgan SE insgesamt nicht mehr als 100.000 € inklusive aufgelaufener Zinsen halten. CHASE erlaubt zwar Einzahlungen auf das Tagesgeldkonto bis zu 1.000.000 €, doch für den Betrag oberhalb von 100.000 € greift ausschließlich die freiwillige Sicherung ohne gesetzlichen Rechtsanspruch.

Gilt die 100.000-Euro-Grenze pro CHASE-Konto oder pro Bank?

Die Grenze gilt pro Einleger und Kreditinstitut, nicht pro Konto oder Marke. Da CHASE eine Marke der J.P. Morgan SE ist, werden alle Einlagen eines Kunden bei dieser Bank für die gesetzliche Sicherungsgrenze zusammengerechnet, auch wenn sie unter unterschiedlichen Produktnamen geführt werden. Wer neben dem CHASE Tagesgeld weitere Einlagen bei der J.P. Morgan SE hält, sollte die Gesamtsumme im Blick behalten.

Wie hoch ist die Sicherungsgrenze bei einem Gemeinschaftskonto?

Laut Informationsbogen für Einleger gilt bei Gemeinschaftskonten die Obergrenze von 100.000 € für jeden einzelnen Einleger. Bei zwei gleichberechtigten Kontoinhabern kann die gesetzliche Sicherungsgrenze damit rechnerisch 200.000 € betragen, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind. Ob CHASE Deutschland aktuell Gemeinschaftskonten anbietet, sollte vor einer Kontoeröffnung direkt bei CHASE geprüft werden.

Ist CHASE eine eigenständige Bank mit eigener Einlagensicherung?

Nein. CHASE ist in Deutschland keine eigenständige Bankmarke mit separater Einlagensicherung, sondern eine Marke beziehungsweise ein Geschäftsbereich der J.P. Morgan SE. Diese besitzt eine deutsche Vollbanklizenz und ist über die Einlagensicherung dieser Bank abgesichert. Entscheidend ist also nicht der Markenname CHASE, sondern die dahinterstehende Bank.

Wie lange dauert eine Entschädigung im Sicherungsfall?

Für die gesetzliche Einlagensicherung nennt CHASE im Informationsbogen für Einleger eine Erstattungsfrist von 7 Arbeitstagen. Die Erstattung erfolgt in Euro. Für die freiwillige Einlagensicherung des Bankenverbandes gibt CHASE keine feste Frist an, da hier kein gesetzlicher Rechtsanspruch besteht und der Ablauf von der Leistungsfähigkeit des Fonds abhängt.

Was passiert mit dem Geld, wenn künftig weitere CHASE-Produkte hinzukommen?

Für das aktuelle CHASE Tagesgeld ist die Einordnung klar: Es handelt sich um Ersparnisse beziehungsweise Einlagen bei der J.P. Morgan SE, die unter die Einlagensicherung fallen. Sollten künftig weitere CHASE-Produkte in Deutschland eingeführt werden, etwa ein Girokonto oder Investmentprodukte, müsste für jedes Produkt separat geprüft werden, ob es sich tatsächlich um eine geschützte Einlage, ein Wertpapier, ein Zahlungsprodukt oder ein anderes Finanzprodukt handelt. Nicht jedes Finanzprodukt ist automatisch eine geschützte Einlage.

Weitere Seiten zu CHASE