CHASE Einlagensicherung
100.000 € gesetzlich garantiert, zusätzlich freiwillig bis 3 Mio. €
Die deutschen CHASE-Angebote werden von der J.P. Morgan SE betrieben. Einlagen sind über die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH gesetzlich bis 100.000 € pro Einleger und Kreditinstitut geschützt, mit Rechtsanspruch. Zusätzlich ist die J.P. Morgan SE Mitglied im freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bankenverbandes, der Privatpersonen aktuell bis 3.000.000 € absichert, allerdings ohne gesetzlichen Rechtsanspruch.
Gesetzliche und freiwillige Sicherung im Überblick
Bei CHASE Deutschland greifen zwei unterschiedliche Sicherungssysteme mit jeweils eigenen Grenzen und einem entscheidenden Unterschied: dem Rechtsanspruch.
100.000 € pro Einleger
Mit gesetzlichem Rechtsanspruch
bis 3.000.000 €
Ohne gesetzlichen Rechtsanspruch
Nur 100.000 € sind rechtlich hart garantiert
CHASE erlaubt Einzahlungen auf das Tagesgeldkonto bis zu 1.000.000 €. Das liegt deutlich über der gesetzlichen Sicherungsgrenze von 100.000 €. Für Beträge oberhalb dieser Grenze greift ausschließlich die freiwillige Sicherung des Bankenverbandes, bei der es laut CHASE ausdrücklich keinen Rechtsanspruch auf Entschädigung gibt. Die Leistung hängt von der Leistungsfähigkeit des Fonds im Entschädigungsfall ab. Wer ausschließlich auf gesetzlich garantierten Schutz setzen möchte, sollte bei der J.P. Morgan SE insgesamt nicht mehr als 100.000 € inklusive aufgelaufener Zinsen halten.
CHASE ist eine Marke der J.P. Morgan SE
Entscheidend für die Einlagensicherung ist nicht der Markenname, sondern die dahinterstehende Bank.
In Deutschland wird CHASE von der J.P. Morgan SE betrieben, einer Bank mit Vollbanklizenz. CHASE ist damit keine eigenständige deutsche Bankmarke mit separater Einlagensicherung, sondern eine Marke beziehungsweise ein Geschäftsbereich der J.P. Morgan SE. Die J.P. Morgan SE tritt also unter dem Namen „CHASE“ auf, ist aber rechtlich dieselbe Bank.
Das ist für die gesetzliche Einlagensicherung entscheidend: Die 100.000-Euro-Grenze gilt nicht pro Marke und nicht pro Konto, sondern pro Einleger und Kreditinstitut. Halten Sie mehrere Einlagen bei der J.P. Morgan SE, auch außerhalb von CHASE, werden diese für die gesetzliche Sicherungsgrenze zusammengerechnet.
Fakten zur kontoführenden Bank
So funktioniert die gesetzliche Einlagensicherung
Die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB) sichert Einlagen bei der J.P. Morgan SE bis zur gesetzlichen Höchstgrenze ab.
Zuständiges Sicherungssystem
Die gesetzliche Einlagensicherung erfolgt über die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB). Sie ist für private Banken in Deutschland zuständig und wird von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) beaufsichtigt.
Sicherungsgrenze 100.000 €
Die Obergrenze beträgt 100.000 € pro Einleger und Kreditinstitut, einschließlich eventueller Zinsansprüche. Diese Grenze bestätigt auch die Deutsche Bundesbank als allgemeine Systematik der gesetzlichen Einlagensicherung.
Erstattungsfrist 7 Arbeitstage
CHASE nennt im Informationsbogen für Einleger eine Erstattungsfrist von 7 Arbeitstagen. Die Erstattung erfolgt in Euro, unabhängig von der ursprünglichen Kontowährung.
Zusammenrechnung bei mehreren Einlagen
Alle Einlagen eines Kunden bei der J.P. Morgan SE werden für die 100.000-Euro-Grenze addiert, unabhängig davon, ob sie unter der Marke CHASE oder einer anderen Bezeichnung geführt werden.
Erhöhter Schutz bis 500.000 €
Für besonders schutzwürdige Einlagen gibt es laut Bundesbank zeitweise einen erhöhten Schutz bis 500.000 €, etwa nach bestimmten Lebensereignissen wie dem Verkauf einer privat genutzten Immobilie.
Was ist geschützt?
Geschützt sind klassische Einlagen wie Guthaben auf dem CHASE Tagesgeldkonto. CHASE bestätigt ausdrücklich, dass die deutsche Einlagensicherung das Geld bei der J.P. Morgan SE und damit die Ersparnisse auf dem Tagesgeldkonto absichert.
Freiwillige Einlagensicherung bis 3 Mio. €
Zusätzlich zur gesetzlichen Sicherung ist die J.P. Morgan SE Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken.
CHASE gibt an, dass Einlagen von Privatpersonen über den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken aktuell bis zu einer Höhe von 3.000.000 € zusätzlich abgesichert sind. Der Bankenverband selbst nennt für seinen Fonds ebenfalls eine aktuelle Obergrenze von maximal 3 Millionen Euro für Privatpersonen, sodass sich die CHASE-Angabe mit der allgemeinen Systematik des Fonds deckt.
Wichtig ist der entscheidende Unterschied zur gesetzlichen Sicherung: CHASE weist ausdrücklich darauf hin, dass bei der freiwilligen Einlagensicherung kein Rechtsanspruch auf Entschädigung besteht. Die Leistungen beruhen auf der Leistungsfähigkeit des Fonds im jeweiligen Entschädigungsfall, nicht auf einer gesetzlichen Garantie.
Gesetzlich vs. freiwillig auf einen Blick
Gemeinschaftskonten und mehrere Einlagen
Zwei praxisrelevante Sonderfälle, die für die Einordnung der Sicherungsgrenze wichtig sind.
Gemeinschaftskonto
Im Informationsbogen für Einleger heißt es: Bei Gemeinschaftskonten gilt die Obergrenze von 100.000 € für jeden einzelnen Einleger. Bei einem Gemeinschaftskonto mit zwei gleichberechtigten Kontoinhabern kann die gesetzliche Sicherungsgrenze rechnerisch 200.000 € betragen, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind.
Ob CHASE Deutschland aktuell Gemeinschaftskonten anbietet, sollte vor Kontoeröffnung direkt bei CHASE geprüft werden. Diese Regel erklärt die allgemeine gesetzliche Logik, nicht automatisch die Produktverfügbarkeit.
Mehrere Konten bei J.P. Morgan SE
Die 100.000-Euro-Grenze gilt für alle Einlagen eines Kunden bei derselben Bank zusammen. CHASE erklärt ausdrücklich, dass alle Einlagen bei der J.P. Morgan SE addiert werden, unabhängig vom Markennamen. Wer neben dem CHASE Tagesgeld noch weitere Einlagen bei der J.P. Morgan SE hält, sollte die Gesamtsumme im Blick behalten.
Entscheidend ist nicht der Markenname CHASE, sondern die dahinterstehende Bank J.P. Morgan SE.
Alle Fakten zur CHASE Einlagensicherung
Die wichtigsten Eckdaten kompakt zusammengefasst
| Punkt | Aktueller Stand bei CHASE Deutschland |
|---|---|
| Anbieter / Bank | J.P. Morgan SE |
| Marke | CHASE |
| Aktuelles Privatkundenprodukt | Tagesgeldkonto |
| Gesetzliche Einlagensicherung | Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH |
| Gesetzliche Sicherungsgrenze | 100.000 € pro Einleger und Kreditinstitut |
| Rechtsanspruch | Ja, bis zur gesetzlichen Sicherungsgrenze |
| Erstattungsfrist | 7 Arbeitstage |
| Erstattungswährung | Euro |
| Freiwillige Einlagensicherung | Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken |
| Freiwillige Sicherungsgrenze Privatpersonen | aktuell bis 3.000.000 € |
| Rechtsanspruch freiwilliger Fonds | Nein |
| Mehrere Einlagen bei J.P. Morgan SE | Werden zusammengerechnet |
| CHASE Tagesgeld Einzahlungslimit | bis 1.000.000 € |
| Konservative Empfehlung | maximal 100.000 € inkl. Zinsen bei rein gesetzlichem Schutz |
Alle Angaben Stand Mai 2026. Die freiwillige Sicherungsgrenze kann sich ändern und beruht auf der Leistungsfähigkeit des Fonds, nicht auf einer gesetzlichen Garantie.
Unsere Einordnung
Ringo Dühmke, Gründer von Bankdaten.de
Die Einlagensicherung der deutschen CHASE-Angebote ist grundsätzlich stark aufgestellt, weil hinter CHASE keine ausländische Zweigniederlassung mit ausländischer Sicherung steht, sondern die J.P. Morgan SE mit deutscher Einlagensicherung. Das Tagesgeldguthaben ist gesetzlich bis 100.000 € abgesichert und darüber hinaus aktuell freiwillig bis 3 Millionen Euro für Privatpersonen. Für ein Kurzprofil klingt das sehr attraktiv.
Für eine seriöse Einordnung sollte man aber klar zwischen gesetzlicher Garantie und freiwilliger Zusatzsicherung unterscheiden: Einlagen bei CHASE Deutschland werden über die J.P. Morgan SE gesetzlich bis 100.000 € pro Kunde und Bank geschützt. Zusätzlich besteht eine freiwillige Einlagensicherung des Bankenverbands bis aktuell 3 Millionen Euro für Privatpersonen, jedoch ohne gesetzlichen Rechtsanspruch. Da CHASE Einzahlungen bis 1.000.000 € auf das Tagesgeldkonto erlaubt, liegt der mögliche Anlagebetrag deutlich oberhalb der gesetzlichen Grenze. Wer maximal auf gesetzliche Sicherheit setzen möchte, sollte bei der J.P. Morgan SE insgesamt nicht mehr als 100.000 € inklusive aufgelaufener Zinsen halten.
Häufig gestellte Fragen zur CHASE Einlagensicherung
Die wichtigsten Fragen zu Sicherungsgrenzen, Rechtsanspruch und Sonderfällen
Wie hoch ist die gesetzliche Einlagensicherung bei CHASE?
Die gesetzliche Einlagensicherung schützt Einlagen bei der J.P. Morgan SE über die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB) bis 100.000 € pro Einleger und Kreditinstitut, einschließlich eventueller Zinsansprüche. Für diesen Betrag besteht ein gesetzlicher Rechtsanspruch. CHASE nennt im Informationsbogen für Einleger zudem eine Erstattungsfrist von 7 Arbeitstagen bei Erstattung in Euro.
Was bedeutet die freiwillige Einlagensicherung bis 3 Millionen Euro?
Die J.P. Morgan SE ist laut CHASE zusätzlich Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken. Dieser sichert Einlagen von Privatpersonen aktuell bis zu einer Höhe von 3.000.000 € ab. Der entscheidende Unterschied zur gesetzlichen Sicherung: Bei dieser freiwilligen Sicherung besteht kein gesetzlicher Rechtsanspruch. Die Leistung im Entschädigungsfall hängt von der Leistungsfähigkeit des Fonds ab.
Wie viel Geld kann ich maximal risikofrei bei CHASE anlegen?
Wer ausschließlich auf gesetzlich garantierten Schutz mit Rechtsanspruch setzen möchte, sollte bei der J.P. Morgan SE insgesamt nicht mehr als 100.000 € inklusive aufgelaufener Zinsen halten. CHASE erlaubt zwar Einzahlungen auf das Tagesgeldkonto bis zu 1.000.000 €, doch für den Betrag oberhalb von 100.000 € greift ausschließlich die freiwillige Sicherung ohne gesetzlichen Rechtsanspruch.
Gilt die 100.000-Euro-Grenze pro CHASE-Konto oder pro Bank?
Die Grenze gilt pro Einleger und Kreditinstitut, nicht pro Konto oder Marke. Da CHASE eine Marke der J.P. Morgan SE ist, werden alle Einlagen eines Kunden bei dieser Bank für die gesetzliche Sicherungsgrenze zusammengerechnet, auch wenn sie unter unterschiedlichen Produktnamen geführt werden. Wer neben dem CHASE Tagesgeld weitere Einlagen bei der J.P. Morgan SE hält, sollte die Gesamtsumme im Blick behalten.
Wie hoch ist die Sicherungsgrenze bei einem Gemeinschaftskonto?
Laut Informationsbogen für Einleger gilt bei Gemeinschaftskonten die Obergrenze von 100.000 € für jeden einzelnen Einleger. Bei zwei gleichberechtigten Kontoinhabern kann die gesetzliche Sicherungsgrenze damit rechnerisch 200.000 € betragen, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind. Ob CHASE Deutschland aktuell Gemeinschaftskonten anbietet, sollte vor einer Kontoeröffnung direkt bei CHASE geprüft werden.
Ist CHASE eine eigenständige Bank mit eigener Einlagensicherung?
Nein. CHASE ist in Deutschland keine eigenständige Bankmarke mit separater Einlagensicherung, sondern eine Marke beziehungsweise ein Geschäftsbereich der J.P. Morgan SE. Diese besitzt eine deutsche Vollbanklizenz und ist über die Einlagensicherung dieser Bank abgesichert. Entscheidend ist also nicht der Markenname CHASE, sondern die dahinterstehende Bank.
Wie lange dauert eine Entschädigung im Sicherungsfall?
Für die gesetzliche Einlagensicherung nennt CHASE im Informationsbogen für Einleger eine Erstattungsfrist von 7 Arbeitstagen. Die Erstattung erfolgt in Euro. Für die freiwillige Einlagensicherung des Bankenverbandes gibt CHASE keine feste Frist an, da hier kein gesetzlicher Rechtsanspruch besteht und der Ablauf von der Leistungsfähigkeit des Fonds abhängt.
Was passiert mit dem Geld, wenn künftig weitere CHASE-Produkte hinzukommen?
Für das aktuelle CHASE Tagesgeld ist die Einordnung klar: Es handelt sich um Ersparnisse beziehungsweise Einlagen bei der J.P. Morgan SE, die unter die Einlagensicherung fallen. Sollten künftig weitere CHASE-Produkte in Deutschland eingeführt werden, etwa ein Girokonto oder Investmentprodukte, müsste für jedes Produkt separat geprüft werden, ob es sich tatsächlich um eine geschützte Einlage, ein Wertpapier, ein Zahlungsprodukt oder ein anderes Finanzprodukt handelt. Nicht jedes Finanzprodukt ist automatisch eine geschützte Einlage.
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