ETF-Sparplan-Rechner
Berechnen Sie die Entwicklung Ihres ETF-Sparplans
Mit Kosten, Steuern, Inflation und Szenario-Vergleich
Rechtlicher Hinweis
- Die Berechnungen dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen keine Anlageberatung dar.
- Vergangene Renditen sind keine Garantie für zukünftige Erträge.
- Kapitalanlagen sind mit Risiken verbunden. Der Wert kann schwanken und ein Verlust des eingesetzten Kapitals ist möglich.
- Alle Angaben ohne Gewähr. Bitte konsultieren Sie einen qualifizierten Finanzberater für individuelle Anlageentscheidungen.
Was ist ein ETF-Sparplan?
Ein ETF-Sparplan ermöglicht den regelmäßigen Kauf von ETF-Anteilen mit kleinen Beträgen. Durch den Cost-Average-Effekt kaufen Sie bei niedrigen Kursen mehr Anteile und bei hohen Kursen weniger – das glättet Kursschwankungen über die Zeit.
Flexibel
Sparrate jederzeit anpassbar oder pausierbar. Keine festen Vertragslaufzeiten.
Kostengünstig
Viele Broker bieten kostenlose Ausführungen. TER bei ETFs meist unter 0,5% p.a.
Langfristig
Ideal für den langfristigen Vermögensaufbau und die Altersvorsorge.
Diversifiziert
Breite Streuung über viele Unternehmen, Länder und Branchen.
ETF-Sparplan-Kosten im Vergleich
Die Wahl des richtigen Brokers kann über die Jahre tausende Euro Unterschied machen. Hier finden Sie einen detaillierten Überblick über die Kosten bei den wichtigsten deutschen Anbietern.
Neo-Broker: Die „Null-Euro"-Klasse
Diese Anbieter haben das Sparplan-Geschäft revolutioniert. Hier sind in der Regel alle verfügbaren ETFs dauerhaft ohne Ausführungsgebühr besparbar.
Trade Republic
Fokus auf iShares, Vanguard, Amundi
Scalable Capital
Free Broker & Prime-Modelle
finanzen.net Zero
Komplett kostenfreie Sparpläne
Direktbanken: Die etablierten Online-Banken
Hier gibt es meist eine Mischung aus dauerhaft kostenlosen „Aktions-ETFs" und kostenpflichtigen Standard-ETFs.
ING
Alle ETF-Sparpläne aktuell kostenlos
DKB
Aktions-ETFs 0€, sonst 1,50€
comdirect
560+ Aktions-ETFs kostenlos
Consorsbank
Ca. 1.500+ ETFs in Aktion
Sparkasse: Regional & S Broker
Die Konditionen hängen stark davon ab, ob Sie den zentralen Online-Broker der Sparkassen nutzen oder das Depot Ihrer örtlichen Filiale.
S Broker
1.000 Aktions-ETFs bis 500€ kostenlos
Regionale Sparkasse
Oft nur Deka-ETFs oder kleine Auswahl
Kostenbeispiel: 100 € monatliche Sparrate
Über 30 Jahre bei 100€ Sparrate: Neo-Broker spart bis zu 540€ gegenüber kostenpflichtigen Anbietern (ohne Zinseszins-Effekt)
Unsere Empfehlung
Für die meisten Anleger sind Neo-Broker wie Trade Republic oder Scalable Capital die beste Wahl. Sie bieten:
- Komplett kostenlose Ausführungen bei großer ETF-Auswahl (2.000+ ETFs)
- Niedrige Mindestrate ab 1€ – ideal für Einsteiger und flexible Sparer
- Moderne Apps mit intuitiver Bedienung und schneller Depoteröffnung
Direktbanken wie ING oder DKB sind eine gute Alternative, wenn Sie Wert auf ein Komplettangebot (Girokonto, Tagesgeld, etc.) bei einer etablierten Bank legen.
ETF vs. Aktive Fonds: Der Kostenvergleich
Der größte Vorteil von passiven ETFs gegenüber aktiv gemanagten Fonds liegt in den deutlich niedrigeren Kosten. Diese Kostenersparnis summiert sich über die Jahre zu enormen Renditeunterschieden.
Passive ETFs
Keine Ausgabeaufschläge bei ETFs
Aktive Fonds
+ einmalig 1.500-3.000€ Ausgabeaufschlag
Rechenbeispiel: 30 Jahre Anlagedauer
Annahmen: 50.000€ Einmalanlage, 7% Rendite vor Kosten
Kostenersparnis mit ETF: 112.000€
Warum ETFs aktive Fonds langfristig schlagen
Der Kostenvorteil ist mathematisch uneinholbar
Ein aktiver Fonds muss den Index jährlich um die Kostendifferenz übertreffen, nur um gleichzuziehen. Bei 1,8% höheren Kosten bedeutet das: Der Fondsmanager muss jedes Jahr 1,8% mehr Rendite erwirtschaften – Jahr für Jahr, über Jahrzehnte hinweg. Das schaffen nachweislich nur die wenigsten.
Die SPIVA-Studien belegen es eindeutig
Die renommierten SPIVA (S&P Indices Versus Active) Studien zeigen: Nach 15 Jahren performen über 90% aller aktiven Fonds schlechter als ihr Vergleichsindex. In Deutschland schneiden über 85% der aktiven Aktienfonds langfristig schlechter ab als der Markt.
Quelle: S&P Dow Jones Indices LLC, SPIVA Europe Scorecard
Der Markt ist hocheffizient
Millionen von Anlegern, Analysten und Algorithmen bewerten täglich alle verfügbaren Informationen. Dadurch sind Marktpreise bereits extrem präzise. Einen dauerhaften Informationsvorsprung zu erlangen ist nahezu unmöglich – selbst für hochbezahlte Fondsmanager mit großen Research-Teams.
Überlebensverzerrung (Survivorship Bias)
Viele schlecht performende Fonds werden geschlossen oder mit anderen fusioniert. Sie verschwinden aus den Statistiken. Die tatsächliche Performance aktiver Fonds ist daher noch schlechter als die offiziellen Zahlen vermuten lassen. Indizes hingegen passen sich automatisch an und ersetzen schwache Unternehmen durch stärkere.
Der Zinseszins-Effekt verstärkt den Unterschied
Selbst ein scheinbar kleiner Kostenunterschied von 1-2% jährlich summiert sich durch den Zinseszins-Effekt über 30 Jahre zu enormen Vermögensunterschieden. Das eingesparte Geld arbeitet in einem ETF weiter für Sie, während es bei aktiven Fonds als Gebühr verloren geht.
Fazit: Niedrige Kosten = Höhere Rendite
Für die allermeisten Privatanleger sind breit gestreute, kostengünstige ETFs auf Weltindizes (wie MSCI World oder FTSE All-World) die beste Wahl. Sie profitieren vom Wirtschaftswachstum globaler Unternehmen, ohne dass hohe Kosten Ihre Rendite auffressen. Die Wissenschaft und jahrzehntelange Daten sprechen eine klare Sprache: Weniger Kosten bedeuten mehr Vermögen.