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ZERTIFIKATE & HEBELPRODUKTE

flatex Zertifikate & Hebelprodukte

Über 2,2 Millionen Produkte, 19 Emittenten und Premiumpartner ab 0,00 € Orderprovision: alle Konditionen, Ordertypen und Risiken im Überblick

Ringo Dühmke Von Ringo Dühmke · Veröffentlicht am 2. September 2026

Risikohinweis: Zertifikate und Hebelprodukte sind komplexe, spekulative Wertpapiere. Bei Turbo-Zertifikaten erleiden laut flatex im Durchschnitt 7 von 10 Kleinanlegern Verluste. Ein Totalverlust ist möglich.

2,2 Mio.
Zertifikate und Hebelprodukte
19
Emittenten
0,00 €
Orderprovision bei Platin-Partnern
7
Premiumpartner (Platin und Gold)

Kurzfazit

flatex ist bei Zertifikaten und Hebelprodukten sehr breit aufgestellt: über 2,2 Millionen Produkte, 19 Emittenten, börslicher und außerbörslicher Direkthandel, mehrere Ordertypen und der Produktfinder „ivestor Smart Search“. Seit dem 1. Juli 2026 gilt ein vereinfachtes Premiumpartner-Modell mit den Stufen Platin (ab 0,00 €) und Gold (ab 2,90 €), jeweils ab 500 € Ordervolumen.

Die wichtigste Einschränkung liegt nicht bei flatex, sondern in der Produktklasse: Diese Papiere sind komplex, spekulativ und teilweise hochriskant. Sie eignen sich für erfahrene Trader, nicht als Ersatz für einen ETF-Sparplan.

Was sind Zertifikate und Hebelprodukte?

Die wichtigsten Produkttypen kurz erklärt

Zertifikate und Hebelprodukte sind Wertpapiere, die von einem Basiswert abgeleitet werden, etwa von Aktien, Indizes, Rohstoffen, Anleihen, Devisen oder Kryptowährungen. Rechtlich sind es Schuldverschreibungen des Emittenten, also der ausgebenden Bank. Genau daraus ergibt sich der entscheidende Unterschied zur Aktie: Du wirst nicht Miteigentümer eines Unternehmens, sondern Gläubiger einer Bank. Geht der Emittent pleite, kann dein Papier wertlos werden, selbst wenn sich der Basiswert gut entwickelt hat.

Optionsscheine

Verbriefen das Recht, einen Basiswert zu einem festgelegten Preis zu kaufen (Call) oder zu verkaufen (Put). Der Wert hängt nicht nur vom Kurs des Basiswerts ab, sondern auch von Restlaufzeit und Volatilität. Fällt die Schwankungsbreite, kann der Schein an Wert verlieren, obwohl sich der Basiswert in die erwartete Richtung bewegt.

Knock-out-Produkte und Turbos

Haben eine feste Barriere. Berührt der Basiswert diese Schwelle, verfällt das Papier sofort, meist nahezu wertlos. Dafür bilden sie Kursbewegungen sehr direkt ab. Der Hebel wirkt in beide Richtungen: Ein kleiner Ausschlag des Basiswerts kann den Einsatz vervielfachen oder komplett auslöschen.

Discount-Zertifikate

Du kaufst den Basiswert mit Abschlag, verzichtest im Gegenzug aber auf Kursgewinne oberhalb eines Höchstbetrags (Cap). Sie sind defensiver als Hebelprodukte und können auch in seitwärts laufenden Märkten funktionieren, begrenzen dafür aber die Chance nach oben.

Faktor- und Index-Zertifikate

Faktor-Zertifikate bilden eine tägliche Hebelwirkung mit konstantem Faktor ab, was bei schwankenden Märkten zu Pfadabhängigkeit führt. Index-Zertifikate bilden dagegen einen Index eins zu eins ab, ähnlich einem ETF, allerdings mit Emittentenrisiko statt Sondervermögen.

Abgrenzung zu CFDs: CFDs sind ebenfalls Hebelprodukte, aber keine verbrieften Wertpapiere und bei flatex ein eigener Produktbereich mit separater Plattform. Details dazu im Ratgeber zum flatex CFD-Handel.

NEU SEIT 1. JULI 2026

Das Premiumpartner-Modell: Platin und Gold

Welcher Emittent, so viel Orderprovision

Platin
0,00 €

Orderprovision ab 500 € Ordervolumen

Emittenten:

  • • Morgan Stanley
  • • J.P. Morgan
  • • Société Générale
Gold
2,90 €

Orderprovision ab 500 € Ordervolumen

Emittenten:

  • • BNP Paribas
  • • UBS
  • • Vontobel
  • • UniCredit
Sonstige
5,90 bis 15,90 €

gestaffelt nach Ordervolumen

Staffelung:

  • • unter 1.000 €: 5,90 €
  • • ab 1.000 €: 15,90 €
  • Alle übrigen der 19 Emittenten

Die Konditionsfalle bei „ab 0,00 €“

Die 0,00 € gelten nicht für jedes Zertifikat, sondern nur für Produkte der drei Platin-Partner und erst ab 500 € Ordervolumen. Darunter und bei anderen Emittenten sieht die Rechnung anders aus. Besonders auffällig ist der Sprung bei sonstigen Emittenten: Eine Order über 999 € kostet 5,90 €, eine über 1.000 € bereits 15,90 €.

Hinzu kommen in jedem Fall marktübliche Spreads, Zuwendungen und Produktkosten, bei börslichen Orders zusätzlich Börsengebühren.

Orderprovision bei 1.000 € Ordervolumen

Reine flatex-Orderprovision im Direkthandel, ohne Spreads und Produktkosten

Platin-Partner (Morgan Stanley, J.P. Morgan, Société Générale)
0,00 €
Gold-Partner (BNP Paribas, UBS, Vontobel, UniCredit)
2,90 €
Sonstige Emittenten ab 1.000 € Ordervolumen
15,90 €

Eigene Darstellung auf Basis der flatex-Konditionen. Bei 1.000 € Ordervolumen entspricht die Provision eines sonstigen Emittenten rund 1,59 % des Einsatzes, bei einem Platin-Partner 0 %.

KostenpunktKondition
Depotführung0 €
Ordereinstellung, -änderung, -streichung0 €
Dividenden, Erträge, Kapitalmaßnahmen0 €
Platin-Partner ab 500 € Ordervolumen0,00 €
Gold-Partner ab 500 € Ordervolumen2,90 €
Sonstige Emittenten unter 1.000 €5,90 €
Sonstige Emittenten ab 1.000 €15,90 €
Börsengebühr Stuttgart (ab 1.100,01 €)0,1131 %, maximal 18,80 €
Börsengebühr Berlin0,04522 %, mindestens 1,55 €, maximal 14,28 €
Weitere KostenSpreads, Zuwendungen, Produktkosten
ANBIETERVERGLEICH

flatex, Consorsbank oder Trade Republic?

Wer bietet die größte Auswahl und die günstigsten Konditionen?

KriteriumflatexConsorsbankTrade Republic
Produktauswahlüber 2,2 Mio.über 800.000 bei StarPartnernrund 380.000
Emittenten19214
Vergünstigte Partner7 (3 Platin, 4 Gold)4 StarPartneralle 4 Emittenten
Günstigste Orderprovision0,00 € ab 500 €0,00 € bei StarPartnern1 € Bestpreis
Sonstige Emittenten5,90 € bzw. 15,90 €ab 3,95 € plus 0,25 %, mind. 9,95 €nicht verfügbar
Eurex-Optionen und Futuresneinjanein
Depotführung0 €0 €0 €

Angaben nach eigener Recherche vom 2. September 2026, jeweils zzgl. marktüblicher Spreads, Zuwendungen und Produktkosten. Emittenten und Konditionen ändern sich laufend, bitte vor der Order beim jeweiligen Anbieter prüfen.

Wo flatex vorn liegt

  • ✓ Mit Abstand größte Produktauswahl im Vergleich, rund das Sechsfache von Trade Republic
  • ✓ Platin-Partner ohne Orderprovision ab 500 € Ordervolumen, also auch bei mittleren Ordergrößen
  • ✓ Optionale Profi-Software flatex trader 2.0 mit Direkthandel bei 15 Emittenten
  • ✓ Produktfinder „ivestor Smart Search“ für die sehr große Produktmenge

Wo andere besser sind

  • × Consorsbank hat mit 21 Emittenten leicht mehr und bietet zusätzlich Eurex-Optionen und Futures
  • × Consorsbank StarPartner sind teils ohne Mindestordervolumen handelbar, flatex verlangt 500 €
  • × Trade Republic ist mit 1 € pauschal bei kleinen Orders unter 500 € günstiger als flatex
  • × Bei sonstigen Emittenten wird flatex ab 1.000 € mit 15,90 € vergleichsweise teuer

Unsere Einordnung: Für Trader, die gezielt Produkte der Platin-Partner mit mindestens 500 € Ordervolumen handeln, ist flatex sehr günstig und bietet die größte Auswahl. Wer regelmäßig kleine Positionen unter 500 € eingeht, fährt mit dem 1-€-Modell von Trade Republic besser. Wer Eurex-Optionen braucht, kommt an der Consorsbank nicht vorbei.

Börslicher Handel oder Direkthandel?

Bei strukturierten Produkten ein wichtiger Unterschied

Börslicher Handel

Die Order läuft über einen Börsenplatz wie Xetra, die Frankfurter Zertifikatebörse oder die Stuttgarter Euwax.

  • ✓ Börsenaufsicht und Handelsüberwachung
  • ✓ Höhere Transparenz bei der Preisfeststellung
  • × Zusätzliche Börsengebühren, etwa 0,1131 % in Stuttgart
  • × Standard-Orderprovision 5,90 € statt Premiumpartner-Konditionen

Außerbörslicher Direkthandel

Du handelst direkt mit dem Emittenten beziehungsweise Market Maker, per Preisanfrage oder Limitorder.

  • ✓ Premiumpartner-Konditionen ab 0,00 € gelten hier
  • ✓ Keine Börsengebühren, längere Handelszeiten
  • × Weniger reguliert als der Börsenhandel
  • × Handelspartner kann die Orderanfrage ablehnen
  • × Geringere Liquidität, abweichende Geld-Brief-Spannen, Emittentenausfallrisiko

Preisanfrage

Der Emittent liefert einen unverbindlichen Kauf- oder Verkaufspreis. Innerhalb einer kurzen Zeitspanne entscheidest du, ob du eine Orderanfrage stellst. Der Handelspartner kann die Annahme aber ablehnen.

Limithandel im Direkthandel

Die aus dem Börsenhandel bekannten Limitarten und Orderzusätze stehen zur Verfügung. Die Ausführung erfolgt in der Regel automatisch, sobald Preislimit und Stückzahl erfüllbar sind. Teilausführungen sind möglich.

Handelszeiten und Ordertypen

Viele Partner sind werktags etwa von 08:00 bis 22:00 Uhr verfügbar, darunter Société Générale. Häufig verfügbare Ordertypen sind Standard, Limit, OCO und Trailing Stop, je nach Partner unterschiedlich.

Der Spread ist der unterschätzte Kostenfaktor

Warum ein 0-Euro-Trade nicht kostenfrei ist

Der Spread ist die Differenz zwischen Geldkurs (Verkauf) und Briefkurs (Kauf). Er wirkt bei jeder Transaktion als impliziter Kostenfaktor. Bei strukturierten Produkten ist er besonders relevant, weil der Emittent selbst beide Kurse stellt und damit die Preisbildung maßgeblich bestimmt.

Die ehrliche Formel für den Kostenvergleich lautet deshalb:

Gesamtkosten = Orderprovision + Fremdkosten + Spread + Produktkosten

Praxisbeispiel: Bei einer Order über 1.000 € mit 0,00 € Orderprovision, aber 1 % Spread zahlst du faktisch rund 10 € Transaktionskosten. Ein Gold-Partner mit 2,90 € Provision und 0,3 % Spread käme dagegen auf rund 5,90 €. Der scheinbar teurere Anbieter kann also der günstigere sein. Vor der Orderfreigabe zeigt flatex eine Nettoschätzung der Kosten an, diese solltest du bei Hebelprodukten immer prüfen.

So handelst du Zertifikate bei flatex

Vier Schritte von der Produktsuche bis zur Kontrolle

1

Produkt finden

Über „Suche“ beziehungsweise „Hebelsuche“ nach Basiswert, WKN oder ISIN suchen. Der Produktfinder ivestor Smart Search erlaubt eine freie Textsuche mit Vorschlägen nach jedem eingegebenen Zeichen, statt komplexe Filtermasken auszufüllen.

2

Order erstellen

Handelsort, Handelsart und Stückzahl wählen. Hier entscheidet sich, ob du zu Premiumpartner-Konditionen oder zum Standardtarif handelst.

3

Kosten prüfen

flatex zeigt eine Nettoschätzung der Kosten an. Gerade bei Hebelprodukten lohnt sich hier ein genauer Blick, weil Spread und Produktkosten die Orderprovision deutlich übersteigen können.

4

Freigeben und kontrollieren

Nach der Freigabe erscheint die Order im Orderbuch mit dem jeweiligen Ausführungsstatus. Bei Knock-out-Produkten solltest du die Barriere anschließend im Blick behalten.

Voraussetzung ist ein flatex Depot mit freigeschalteter Produktgruppe. Depot- und Kontoführung sind kostenlos.

Konditionen bei flatex ansehen

Anzeige. Bei Hebelprodukten ist ein Totalverlust möglich.

NEU SEIT 16. JUNI 2026

Freischaltung und BaFin-Wissenstest

Ohne Angemessenheitsprüfung kein Handel mit komplexen Produkten

Schritt 1: Angemessenheitsprüfung

flatex teilt Produkte nach Risiko und Komplexität in Gruppen ein und prüft Kenntnisse und Erfahrungen. Für Hebelprodukte ist die Gruppe „Strukturierte Produkte mit Hebel“ nötig.

Schritt 2: Turbo-Basiswissen

Seit dem 16. Juni 2026 verlangt die BaFin für Turbo-Zertifikate zusätzlich einen Wissenstest mit sechs vorgegebenen Fragen zu Funktionsweise und Risiken.

Schritt 3: Alle 6 Monate erneuern

Die Freischaltung gilt anschließend für sechs Monate, danach muss der Test wiederholt werden. Diese Regel gilt marktweit, auch andere Broker setzen sie um.

Diese Hürde ist bewusst gesetzt: Die BaFin reagiert damit auf die hohen Verlustquoten bei Turbo-Zertifikaten. Wenn dir die sechs Fragen schwerfallen, ist das ein ernstzunehmendes Signal, dass das Produkt nicht zu deinem Kenntnisstand passt.

Knock-out, Ausübung und Steuern

Was passiert, wenn das Produkt ausknockt oder ausläuft

Ausgeknockte Produkte

Ein ausgeknockter Optionsschein wird automatisch ausgebucht, sobald der Emittent den Restwert übermittelt hat. Ein eventueller Restwert wird dem Cashkonto gutgeschrieben. Wann genau das passiert, kann flatex nicht vorab sagen, in der Regel dauert es ein bis zwei Wochen.

Optionsrecht ausüben

Die Ausübung erfordert einen schriftlichen Auftrag, der mindestens zwei Tage vor dem Ausübungstermin vorliegen muss, mit Depot- und Kundennummer, Name, WKN, Stückzahl und Termin. Gebühren fallen dafür nicht an. Der Emittent kann zwischen Stücke- und Geldlieferung wählen und entscheidet sich meist für die für ihn günstigere Variante.

Steuerliche Behandlung

Seit dem 1. Januar 2025 werden Totalverluste auch auf Bankenebene über den sonstigen Verlustverrechnungstopf berücksichtigt. Die frühere Begrenzung der Verlustverrechnung auf 20.000 € pro Kalenderjahr wurde ab 2025 aufgehoben. Für konkrete Fragen verweist flatex auf steuerliche Beratung oder das Finanzamt.

flatex trader 2.0 für aktive Trader

Optionale Profi-Software mit Realtime-Daten

Basis
15 €

pro Monat

Realtime-Daten für Börse Frankfurt Zertifikate AG, Euwax, Tradegate, Regionalbörsen und viele Direkthandelspartner. Dazu Realtime-Push-Kurse, Nachrichten, Alarme und Signale, Chart-Modul mit Indikatoren und eigene Kurslisten.

Premium
39 €

pro Monat

Zusätzlich umfangreichere historische Daten, mehr gleichzeitige Symbole, weitere internationale Daten sowie je nach Paket Xetra-Level-1- und Level-2-Daten. Der außerbörsliche Direkthandel von Zertifikaten und Hebelprodukten ist mit 15 Emittenten möglich.

Für den gelegentlichen Zertifikatehandel reicht die normale Plattform aus, dort sind Realtime-Xetra-Kurse laut Preisseite bis auf Weiteres kostenlos in App und Desktop verfügbar. Die kostenpflichtige Software lohnt sich erst bei hoher Handelsfrequenz, mehr dazu im Ratgeber zum flatex Aktienhandel.

WICHTIG

Die Risiken im Überblick

Diese Produkte sind kein Ersatz für langfristige Geldanlage

7 von 10
Kleinanlegern

erleiden bei Turbo-Zertifikaten Verluste

Diese Zahl nennt flatex selbst auf der eigenen Produktseite. flatex weist zudem ausdrücklich darauf hin, dass Turbo-Zertifikate nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet sind. Wer strukturierte Hebelprodukte einsetzt, sollte nur Kapital riskieren, dessen Totalverlust er verkraften kann.

Produktrisiken

  • • Totalverlust ist bei Knock-out- und Turbo-Produkten jederzeit möglich
  • • Emittentenrisiko: Zertifikate sind Schuldverschreibungen, kein Sondervermögen. Bei Insolvenz des Emittenten droht der Ausfall
  • • Der Emittent kann Hebelprodukte vorzeitig kündigen
  • • Keine Dividenden auf den Basiswert
  • • Wechselkursrisiko bei abweichender Abwicklungswährung

Handelsrisiken

  • • Liquiditätsrisiko und eingeschränkte Handelbarkeit
  • • Im Limit-Direkthandel ersetzt der Handel den organisierten Markt nicht vollständig
  • • Geld-Brief-Spannen können vom Börsenhandel abweichen
  • • Erhöhte Volatilität kann die Ausführung erschweren
  • • Kursänderungen des Basiswerts wirken durch den Hebel überproportional

Der zentrale Unterschied zum ETF: Ein ETF ist Sondervermögen und bleibt bei einer Insolvenz der Fondsgesellschaft dein Eigentum. Ein Zertifikat ist eine Forderung gegen die emittierende Bank. Das ist kein theoretisches Risiko, wie die Lehman-Zertifikate 2008 gezeigt haben. Wer langfristig Vermögen aufbauen möchte, ist mit einem ETF-Sparplan in der Regel besser bedient.

Für wen eignet sich das Angebot?

Eine klare Abgrenzung nach Anlegertyp

Eher geeignet

  • ✓ Erfahrene Trader mit Produktverständnis für Hebel und Barrieren
  • ✓ Anleger, die gezielt Produkte der Platin-Partner ab 500 € handeln
  • ✓ Wer eine sehr große Produktauswahl über einen Broker sucht
  • ✓ Taktische Positionierung auf steigende oder fallende Kurse
  • ✓ Absicherung bestehender Depotpositionen

Eher ungeeignet

  • × Einsteiger ohne Erfahrung mit strukturierten Produkten
  • × Langfristiger, konservativer Vermögensaufbau
  • × Altersvorsorge und Sparpläne
  • × Anleger, die regelmäßig kleine Positionen unter 500 € eingehen
  • × Wer Kapital einsetzt, dessen Verlust er nicht verkraften kann

Du zählst zur linken Spalte und handelst gezielt Produkte der Platin-Partner? Dann ist flatex mit über 2,2 Millionen Produkten und 0,00 € Orderprovision ab 500 € Ordervolumen eine der günstigsten Adressen im deutschen Zertifikatehandel.

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HÄUFIGE FRAGEN

Oft gestellte Fragen

Antworten rund um Zertifikate und Hebelprodukte bei flatex

Q Was kostet der Handel mit Zertifikaten bei flatex?

Das hängt vom Emittenten ab. Bei den drei Platin-Partnern Morgan Stanley, J.P. Morgan und Société Générale fallen ab 500 € Ordervolumen 0,00 € Orderprovision an. Bei den vier Gold-Partnern BNP Paribas, UBS, Vontobel und UniCredit sind es ab 500 € Ordervolumen 2,90 €. Bei sonstigen Emittenten kostet eine Order unter 1.000 € Ordervolumen 5,90 € und ab 1.000 € 15,90 €. Hinzu kommen immer Spreads, Zuwendungen und Produktkosten.

Q Welche Emittenten bietet flatex an?

flatex bietet Zugang zu 19 Emittenten mit über 2,2 Millionen Zertifikaten und Hebelprodukten. Sieben davon sind Premiumpartner: Platin-Status haben Morgan Stanley, J.P. Morgan und Société Générale, Gold-Status BNP Paribas, UBS, Vontobel und UniCredit. Das vereinfachte Zwei-Stufen-Modell gilt seit dem 1. Juli 2026.

Q Was ist der Unterschied zwischen einem Zertifikat und einem ETF?

Der entscheidende Unterschied ist die rechtliche Konstruktion. Ein ETF ist Sondervermögen: Er bleibt bei einer Insolvenz der Fondsgesellschaft dein Eigentum. Ein Zertifikat ist dagegen eine Schuldverschreibung des Emittenten, also eine Forderung gegen eine Bank. Geht diese Bank pleite, kann das Papier wertlos werden, auch wenn sich der Basiswert gut entwickelt hat. Zertifikate bieten dafür Strukturen, die ein ETF nicht abbilden kann, etwa Hebel, Barrieren oder Teilabsicherungen.

Q Brauche ich für Turbo-Zertifikate einen Wissenstest?

Ja. Seit dem 16. Juni 2026 verlangt die BaFin vor dem Erwerb von Turbo-Zertifikaten einen zusätzlichen Test „Turbo-Basiswissen“ mit sechs vorgegebenen Fragen zu Funktionsweise und Risiken. Voraussetzung ist zuvor die Angemessenheitsprüfung für die Produktgruppe „Strukturierte Produkte mit Hebel“. Die Freischaltung gilt sechs Monate und muss danach erneuert werden.

Q Was passiert, wenn mein Knock-out-Produkt ausknockt?

Das Produkt wird automatisch ausgebucht, sobald der Emittent den Restwert übermittelt hat. Ein eventuell vorhandener Restwert wird deinem Cashkonto gutgeschrieben. Wann genau die Ausbuchung erfolgt, kann flatex nicht im Voraus sagen, in der Regel dauert es ein bis zwei Wochen. Häufig ist der Restwert allerdings sehr gering oder null.

Q Ist flatex oder Trade Republic für Zertifikate besser?

flatex bietet mit über 2,2 Millionen Produkten von 19 Emittenten eine deutlich größere Auswahl als Trade Republic mit rund 380.000 Derivaten von vier Emittenten. Bei Produkten der Platin-Partner ab 500 € Ordervolumen ist flatex mit 0,00 € auch günstiger. Trade Republic ist dagegen bei kleinen Orders unter 500 € mit der 1-€-Pauschale im Vorteil, weil dort kein Mindestordervolumen für den günstigen Tarif gilt.

Q Wie übe ich ein Optionsrecht aus?

Für die Ausübung ist ein schriftlicher Auftrag erforderlich, der mindestens zwei Tage vor dem Ausübungstermin vorliegen muss. Er enthält Depotnummer, Kundennummer, Name, WKN, Stückzahl und den gewünschten Ausübungstermin. Gebühren erhebt flatex dafür nicht. Beachte: Der Emittent kann zwischen Stückelieferung und Geldlieferung wählen und entscheidet sich erfahrungsgemäß für die für ihn günstigere Variante, häufig die Geldlieferung.

Q Kann ich Totalverluste steuerlich geltend machen?

Seit dem 1. Januar 2025 werden Totalverluste auch auf Bankenebene über den sonstigen Verlustverrechnungstopf berücksichtigt. Die frühere Begrenzung der Verlustverrechnung auf 20.000 € pro Kalenderjahr wurde ab 2025 aufgehoben. Für konkrete Fragen zu deiner Situation verweist flatex auf eine steuerliche Beratung oder das Finanzamt, dies ist keine Steuerberatung.

Q Warum ist ein 0-Euro-Trade nicht kostenlos?

Weil die Orderprovision nur ein Kostenbestandteil ist. Die Gesamtkosten setzen sich aus Orderprovision, Fremdkosten, Spread und Produktkosten zusammen. Gerade bei strukturierten Produkten ist der Spread besonders relevant, weil der Emittent Kauf- und Verkaufskurs selbst stellt. Ein Produkt mit 0,00 € Provision, aber 1 % Spread kostet bei 1.000 € Ordervolumen faktisch rund 10 €.

flatex Logo

Über 2,2 Mio. Zertifikate und Hebelprodukte

19 Emittenten, sieben Premiumpartner, Platin-Konditionen ab 0,00 € Orderprovision ab 500 € Ordervolumen und kostenlose Depotführung

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Ringo Dühmke

Ringo Dühmke

Gründer von Bankdaten.de & zertifizierter Finanzberater nach § 34f GewO

Rechtlicher Hinweis

  • • Alle Angaben basieren auf dem Stand 2. September 2026 und können sich jederzeit ändern
  • • Zertifikate und Hebelprodukte sind komplexe Instrumente mit hohem Verlustrisiko
  • • Bei Turbo-Zertifikaten erleiden laut flatex im Durchschnitt 7 von 10 Kleinanlegern Verluste
  • • Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist jederzeit möglich
  • • Zertifikate sind Schuldverschreibungen und unterliegen dem Emittentenrisiko, sie sind kein Sondervermögen
  • • Die 0,00 € Orderprovision gilt nur für Platin-Partner ab 500 € Ordervolumen, zzgl. Spreads und Produktkosten
  • • Diese Informationen ersetzen keine persönliche Anlage- oder Steuerberatung
  • • Alle Angaben ohne Gewähr, Bankdaten.de ist unabhängig und nicht mit flatex verbunden