📁 Für Senioren
12 Min. Lesezeit Aktualisiert: Januar 2026

Bankunterlagen für Angehörige richtig vorbereiten

Vorsorge-Ordner, Vollmachten und digitale Zugänge – so sorgen Sie vor und entlasten Ihre Familie

Im Ernstfall müssen Angehörige schnell auf wichtige Bankunterlagen zugreifen können. Ob plötzliche Krankheit, Pflegefall oder Todesfall – eine gute Vorbereitung erspart Ihrer Familie viel Stress und Bürokratie. In diesem Ratgeber zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, welche Unterlagen Sie vorbereiten sollten und wie Sie alles übersichtlich organisieren.

Ringo Dühmke
Beitrag von:
Ringo Dühmke
Finanzredakteur & zertifizierter Finanzberater (§ 34f GewO)

Das Wichtigste auf einen Blick

Vollmachten regeln

Bankvollmacht, Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung schützen im Ernstfall

Notfall-Ordner anlegen

Alle wichtigen Dokumente an einem sicheren Ort zusammenfassen

Zugänge dokumentieren

Online-Banking-Zugänge und PINs sicher hinterlegen

1

Vollmachten und rechtliche Verfügungen

Ohne Vollmacht dürfen selbst engste Angehörige nicht auf Ihr Konto zugreifen – so regeln Sie es richtig

Warum sind Vollmachten so wichtig?

⚠️ Häufiger Irrtum:

"Meine Kinder können im Notfall sowieso auf mein Konto zugreifen" – Das ist falsch! Ohne ausdrückliche Vollmacht dürfen selbst Ehepartner und leibliche Kinder NICHT auf Ihr Bankkonto zugreifen. Das gilt auch im Pflegefall oder bei schwerer Krankheit. Die Bank ist gesetzlich verpflichtet, den Zugriff zu verweigern.

Im Ernstfall müssen Ihre Angehörigen schnell handeln können: Miete überweisen, Pflegekosten bezahlen, Rechnungen begleichen. Ohne Vollmacht müssen sie erst beim Betreuungsgericht eine rechtliche Betreuung beantragen – ein Prozess, der Wochen oder Monate dauern kann und mit hohen Kosten verbunden ist.

Die 3 wichtigsten Vollmachten im Überblick

1. Bankvollmacht (Kontovollmacht)

Erlaubt Angehörigen den Zugriff auf Ihr Girokonto

✅ Das ist möglich mit Bankvollmacht:
  • • Überweisungen tätigen
  • • Bargeld abheben
  • • Kontoauszüge abrufen
  • • Daueraufträge einrichten
  • • Dispokredite nutzen
⚠️ Wichtig zu wissen:
  • • Gilt nur für zu Lebzeiten
  • • Erlischt im Todesfall automatisch
  • • Muss bei der Bank beantragt werden
  • • Kann jederzeit widerrufen werden
  • • Meist kostenlos

💡 So beantragen Sie die Bankvollmacht:

  1. Termin vereinbaren: Rufen Sie Ihre Bank an und sagen Sie: "Ich möchte eine Kontovollmacht einrichten"
  2. Zur Bank gehen: Nehmen Sie die bevollmächtigte Person mit (z.B. Ihr Kind, Partner)
  3. Formular ausfüllen: Die Bank stellt ein Formular bereit, beide unterschreiben
  4. Ausweise vorlegen: Beide Personen müssen sich ausweisen
  5. Fertig: Ab sofort kann die Person auf Ihr Konto zugreifen

2. Vorsorgevollmacht (Generalvollmacht)

Die wichtigste Vollmacht – regelt ALLE Lebensbereiche

Die Vorsorgevollmacht ist die umfassendste Vollmacht und geht weit über die Bankvollmacht hinaus. Sie gilt für alle Bereiche: Finanzen, Gesundheit, Wohnung, Verträge, Behörden. Mit dieser Vollmacht kann die bevollmächtigte Person alle Entscheidungen für Sie treffen, falls Sie dazu nicht mehr in der Lage sind.

✅ Das deckt die Vorsorgevollmacht ab:
  • Finanzen: Bankgeschäfte, Immobilien, Versicherungen
  • Gesundheit: Ärztliche Behandlungen, Pflegeheim
  • Wohnung: Mietvertrag, Hausverkauf
  • Behörden: Ämter, Rente, Post
  • Verträge: Kündigen, abschließen
❌ Ohne Vorsorgevollmacht:
  • • Betreuungsgericht muss entscheiden
  • • Monate Wartezeit
  • • Kosten: 1.000€ - 5.000€
  • • Fremde Person als Betreuer möglich
  • • Weniger Selbstbestimmung

⚠️ Wichtig: Notarielle Beurkundung empfohlen

Eine Vorsorgevollmacht kann zwar handschriftlich verfasst werden, aber für Immobiliengeschäfte und bei Banken wird oft eine notarielle Beglaubigung verlangt.

Kosten beim Notar: 60€ - 150€ (abhängig vom Vermögen)
Vorteil: Rechtssicher, von allen Institutionen akzeptiert

✅ Kostenlose Muster-Vorlage:

Das Bundesministerium der Justiz bietet eine kostenlose Vorlage für die Vorsorgevollmacht an:
www.bmj.de/vorsorgevollmacht

3. Patientenverfügung

Regelt medizinische Behandlungen, wenn Sie nicht mehr entscheiden können

Die Patientenverfügung ist keine Bankvollmacht, aber genauso wichtig. Sie legt fest, welche medizinischen Maßnahmen Sie wünschen oder ablehnen – z.B. künstliche Beatmung, Wiederbelebung, lebensverlängernde Maßnahmen. Ohne Patientenverfügung müssen Ärzte und Angehörige raten, was Ihr Wille wäre.

Das sollten Sie in der Patientenverfügung regeln:

🩺 Lebenserhaltende Maßnahmen

Wiederbelebung, künstliche Beatmung, Dialyse

💊 Schmerzbehandlung

Starke Schmerzmittel auch mit Nebenwirkungen?

🍽️ Künstliche Ernährung

Magensonde, Infusionen

🏥 Organspende

Möchten Sie Organe spenden?

💡 Kombination ist wichtig:

Patientenverfügung + Vorsorgevollmacht ergänzen sich perfekt:
• Die Patientenverfügung sagt WAS Sie wollen
• Die Vorsorgevollmacht sagt WER für Sie entscheidet

Beides zusammen gibt Ihnen maximale Selbstbestimmung!

Vollmachten-Checkliste: Das müssen Sie tun

2

Der Notfall-Ordner – alle Dokumente im Überblick

Ein gut organisierter Ordner erspart Ihren Angehörigen stundenlange Suche nach wichtigen Unterlagen

Warum ein Notfall-Ordner so wichtig ist

Stellen Sie sich vor, Sie fallen plötzlich aus – ein Schlaganfall, ein Unfall, eine schwere Erkrankung. Ihre Angehörigen müssen sofort handeln: Miete überweisen, Versicherungen informieren, Vollmachten vorlegen. Doch wo sind die Unterlagen? Welche Bank? Welche Versicherung? Welche Verträge laufen?

Ein Notfall-Ordner bündelt alle wichtigen Dokumente an einem Ort. Er gibt Ihren Angehörigen eine klare Anleitung, was zu tun ist – und erspart ihnen stundenlanges Suchen in Schubladen, Ordnern und E-Mail-Postfächern.

✅ Das gehört in den Notfall-Ordner:

Ein gut strukturierter Notfall-Ordner enthält Kopien (keine Originale!) aller wichtigen Dokumente. Die Originale gehören in einen Safe oder ein Bankschließfach. Der Ordner sollte an einem sicheren, aber zugänglichen Ort aufbewahrt werden – z.B. in einem abschließbaren Schrank zu Hause.

Inhalt des Notfall-Ordners: Die 7 wichtigsten Register

1

Register 1: Persönliche Daten & Vollmachten

  • Kopie Personalausweis / Reisepass
  • Geburtsurkunde
  • Heiratsurkunde / Scheidungsurteil
  • Vorsorgevollmacht (beglaubigte Kopie)
  • Patientenverfügung
  • Testament (Information, wo Original liegt)
  • Organspendeausweis
2

Register 2: Banken & Finanzen

  • Liste aller Bankkonten (Name der Bank, Kontonummer, IBAN)
  • Bankvollmachten (Kopien)
  • Kontaktdaten Bankberater (Name, Telefon, E-Mail)
  • Depot-Übersicht (falls vorhanden)
  • Sparbücher (Kopien oder Info, wo Originale liegen)
  • Kreditverträge (Immobilienkredit, Ratenkredit)
  • Schließfächer (welche Bank, Schließfachnummer)

💡 Tipp: Kontenliste anlegen

Erstellen Sie eine übersichtliche Liste mit allen Bankkonten. Beispiel:

Bank
Kontoart
IBAN
Sparkasse Köln
Girokonto
DE89 3705...
Postbank
Sparkonto
DE12 3701...
3

Register 3: Versicherungen

  • Krankenversicherung (Police, Versicherungsnummer)
  • Pflegeversicherung
  • Haftpflichtversicherung
  • Hausratversicherung
  • Lebensversicherung / Sterbegeldversicherung
  • Rechtsschutzversicherung
  • Unfallversicherung
  • Kfz-Versicherung (falls Auto vorhanden)
4

Register 4: Wohnen & Immobilien

  • Mietvertrag (Kopie, Kontaktdaten Vermieter)
  • Grundbuchauszug (falls Eigentum)
  • Kaufvertrag Immobilie
  • Energieversorger (Strom, Gas, Wasser – Kundennummer, Kontakt)
  • Telefon & Internet (Verträge, Kundennummer)
  • Hausmeister / Hausverwaltung (Kontaktdaten)
5

Register 5: Rente & Behörden

  • Rentenbescheid (aktuellster)
  • Rentenversicherungsnummer
  • Steuernummer & Steuer-ID
  • Sozialversicherungsausweis
  • Schwerbehindertenausweis (falls vorhanden)
  • Pflegestufe-Bescheid (falls vorhanden)
6

Register 6: Abonnements & Mitgliedschaften

  • Zeitungs-Abos (Zeitung, Zeitschriften)
  • Streaming-Dienste (Netflix, Amazon Prime, etc.)
  • Fitnessstudio / Sportverein
  • Automobilclub (ADAC, AvD)
  • Gewerkschaft / Berufsverband
  • Vereine & Organisationen
7

Register 7: Wichtige Kontakte & Wünsche

  • Kontaktliste: Angehörige, Freunde, Nachbarn (Name, Telefon)
  • Hausarzt (Name, Adresse, Telefon)
  • Medikamentenliste (welche Medikamente nehmen Sie?)
  • Allergien / Unverträglichkeiten
  • Bestattungswünsche (Erdbestattung, Feuerbestattung, etc.)
  • Haustiere (wer kümmert sich im Notfall?)

⚠️ Wichtig: Regelmäßig aktualisieren!

Ein Notfall-Ordner ist nur wertvoll, wenn er aktuell ist. Überprüfen Sie mindestens 1x pro Jahr (z.B. am Geburtstag) alle Unterlagen und ergänzen Sie Änderungen:
• Neue Verträge abgeschlossen?
• Bank gewechselt?
• Umgezogen?
• Neue Medikamente?
→ Notfall-Ordner sofort aktualisieren!

3

Digitale Zugänge und Passwörter sicher hinterlegen

Online-Banking, E-Mail und PINs – so dokumentieren Sie digitale Zugänge sicher für den Notfall

Die Herausforderung: Digitale Zugänge im Notfall

Immer mehr Bankgeschäfte laufen online ab. Doch was passiert, wenn Sie plötzlich nicht mehr auf Ihr Online-Banking zugreifen können? Ihre Angehörigen stehen vor einem Problem: Ohne Benutzername und Passwort kommen sie nicht an Ihre digitalen Konten – und die Bank darf diese Daten aus Sicherheitsgründen nicht herausgeben.

⚠️ Das Dilemma:

Einerseits: Sie sollen niemals Ihre Passwörter aufschreiben oder weitergeben (Sicherheitsrisiko!)
Andererseits: Im Notfall müssen Angehörige darauf zugreifen können (sonst hilft die Vollmacht nichts!)

Die Lösung: Eine sichere Dokumentation, die nur für den Notfall gedacht ist.

3 sichere Methoden zur Passwort-Hinterlegung

Methode 1: Passwort-Tresor / Safe

Papier-Dokument im verschlossenen Safe aufbewahren (empfohlen für Senioren)

✅ So geht's:
  1. Liste erstellen: Schreiben Sie alle digitalen Zugänge auf (siehe Vorlage unten)
  2. Versiegeln: Dokument in einen verschlossenen Umschlag stecken
  3. Beschriften: "NUR IM NOTFALL ÖFFNEN" darauf schreiben
  4. Safe verwenden: Umschlag in einen Safe oder abschließbaren Schrank legen
  5. Vertrauensperson informieren: Sagen Sie einer Person, wo der Umschlag liegt und geben Sie den Safe-Code im Notfall weiter
✅ Vorteile:
  • • Einfach und verständlich
  • • Keine Technik nötig
  • • Physisch geschützt
  • • Jederzeit zugänglich
⚠️ Nachteile:
  • • Bei Feuer verloren
  • • Muss regelmäßig aktualisiert werden
  • • Safe/Tresor erforderlich

Methode 2: Digitaler Passwort-Manager

Sichere Passwort-Apps mit Notfall-Zugriff (für Technikaffine)

Passwort-Manager wie 1Password, LastPass oder Bitwarden bieten eine "Notfall-Zugriff"-Funktion: Sie können eine Vertrauensperson als "Notfallkontakt" festlegen. Diese Person kann nach einer Wartezeit (z.B. 7 Tage) auf Ihre Passwörter zugreifen, falls Sie nicht reagieren.

✅ Vorteile:
  • • Sehr sicher (verschlüsselt)
  • • Automatische Updates
  • • Alle Passwörter an einem Ort
  • • Notfall-Zugriff eingebaut
❌ Nachteile:
  • • Technisches Verständnis nötig
  • • Kosten: 3-5€/Monat
  • • Vertrauensperson braucht Internet
  • • Nicht für alle Senioren geeignet

Methode 3: Bankschließfach

Höchste Sicherheit, aber weniger flexibel

Ein Bankschließfach ist die sicherste physische Aufbewahrungsmethode. Sie hinterlegen ein versiegeltes Dokument mit allen Zugangsdaten im Schließfach. Eine bevollmächtigte Person kann im Notfall (mit Vollmacht!) darauf zugreifen.

✅ Vorteile:
  • • Maximale Sicherheit
  • • Feuerfest & diebstahlsicher
  • • Bank haftet bei Verlust
  • • Für wichtige Originale ideal
⚠️ Nachteile:
  • • Kosten: 50-150€/Jahr
  • • Nur zu Banköffnungszeiten zugänglich
  • • Weg zur Bank nötig
  • • Vollmacht erforderlich

Vorlage: Digitale Zugangsdaten dokumentieren

📋 Zugangsdaten-Liste (Beispiel)

🏦 Online-Banking

Bank Website Benutzername PIN/Passwort
Sparkasse sparkasse.de max.mustermann ******
Postbank postbank.de 12345678 ******

📧 E-Mail-Konten

Anbieter E-Mail-Adresse Passwort
Gmail max@gmail.com ******

💳 PINs & Sicherheitscodes

  • EC-Karten-PIN: ****
  • Kreditkarten-PIN: ****
  • Handy-PIN: ****
  • Safe-Code: ****

⚠️ Wichtig: Sicher aufbewahren!

Diese Liste enthält hochsensible Daten. Bewahren Sie sie in einem Safe, Tresor oder Bankschließfach auf. Legen Sie sie NIEMALS offen herum oder speichern Sie sie unverschlüsselt auf dem Computer!

Wichtige Sicherheitsregeln

1. Niemals die PIN auf der Bankkarte notieren

Bei Diebstahl haftet die Bank nicht, wenn PIN und Karte zusammen aufbewahrt wurden.

2. Nur Vertrauenspersonen einweihen

Teilen Sie die Information nur mit engsten Angehörigen (Kinder, Ehepartner).

3. Regelmäßig aktualisieren

Passwörter ändern sich – aktualisieren Sie die Liste mindestens 1x pro Jahr.

4. Alte Listen vernichten

Wenn Sie eine neue Liste erstellen, schreddern Sie die alte sofort.

Checkliste: Bankunterlagen vorbereiten

Drucken Sie diese Checkliste aus und arbeiten Sie Schritt für Schritt durch

Vollständige Checkliste

1 Vollmachten einrichten

2 Notfall-Ordner anlegen

3 Digitale Zugänge dokumentieren

4 Regelmäßige Wartung

✅ Geschafft?

Wenn Sie alle Punkte abgehakt haben, sind Ihre Bankunterlagen vorbildlich vorbereitet! Ihre Angehörigen werden Ihnen im Ernstfall dankbar sein – und Sie können beruhigt sein, dass alles geregelt ist. 🎉

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was passiert, wenn ich keine Vollmacht eingerichtet habe?

Ohne Vollmacht können Angehörige nicht auf Ihre Konten zugreifen – auch nicht im Notfall. Sie müssen beim Betreuungsgericht eine rechtliche Betreuung beantragen. Das dauert oft 3-6 Monate und kostet 1.000€-5.000€. In dieser Zeit können keine Überweisungen getätigt, keine Rechnungen bezahlt und keine Verträge gekündigt werden. Das kann zu erheblichen finanziellen Problemen führen (Mietrückstände, Mahngebühren, etc.).

Kann ich mehrere Personen bevollmächtigen?

Ja, das ist möglich und oft sinnvoll! Sie können sowohl bei der Bankvollmacht als auch bei der Vorsorgevollmacht mehrere Personen einsetzen (z.B. beide Kinder, Ehepartner + Kind). Es gibt zwei Varianten:

  • • Einzelvollmacht: Jede Person kann allein handeln (schneller, flexibler)
  • • Gemeinschaftsvollmacht: Alle Personen müssen gemeinsam entscheiden (sicherer, aber umständlicher)

Empfehlung: Einzelvollmacht für enge Vertrauenspersonen (schnelle Handlungsfähigkeit), Gemeinschaftsvollmacht bei großen Vermögen (zusätzliche Kontrolle).

Muss ich die Vollmacht nach einiger Zeit erneuern?

Nein, Vollmachten sind unbegrenzt gültig – solange Sie sie nicht widerrufen. Eine Bankvollmacht gilt bis zum Tod oder bis Sie sie schriftlich widerrufen. Eine Vorsorgevollmacht gilt ebenfalls dauerhaft.

Aber: Es ist sinnvoll, die Vollmacht alle 2-3 Jahre zu erneuern oder zumindest mit aktuellem Datum zu unterschreiben. Manche Institutionen (Grundbuchamt, Immobilienmakler) akzeptieren sehr alte Vollmachten ungern. Eine frische Unterschrift zeigt, dass Sie die Vollmacht weiterhin wünschen.

Was ist der Unterschied zwischen Vollmacht und Testament?

Das wird oft verwechselt:

Vollmacht

  • ✓ Gilt zu Lebzeiten
  • ✓ Erlaubt Handeln für Sie
  • ✓ Erlischt im Todesfall
  • ✓ Beispiel: Bankvollmacht

Testament

  • ✓ Gilt nach dem Tod
  • ✓ Regelt Erbe & Nachlass
  • ✓ Tritt erst im Todesfall in Kraft
  • ✓ Beispiel: Erbfolge

Wichtig: Sie brauchen beides! Die Vollmacht regelt die Vertretung zu Lebzeiten, das Testament regelt die Erbfolge nach dem Tod.

Wo bewahre ich die Originale der Vollmachten auf?

Originale: Safe, Tresor oder Bankschließfach – niemals offen im Schrank!
Kopien: Im Notfall-Ordner (zu Hause, zugänglich für Angehörige)
Weitere Kopien: Bei der bevollmächtigten Person (damit sie im Notfall sofort handeln kann)

Tipp: Informieren Sie die bevollmächtigte Person, wo die Originale liegen und wie sie im Notfall darauf zugreifen kann (z.B. Safe-Code in versiegeltem Umschlag beim Notar hinterlegen).

📋

Vorsorge beginnt heute!

Sie haben jetzt alle Informationen, um Ihre Bankunterlagen richtig vorzubereiten. Fangen Sie noch heute an – Schritt für Schritt.

Weitere Senioren-Ratgeber

✓ Kostenlose Checkliste ✓ Schritt-für-Schritt-Anleitung ✓ Sofort umsetzbar