RATGEBER GESCHÄFTSKONTO KOSTEN

Geschäftskonto Kosten: Was ein Firmenkonto wirklich kostet

Die Grundgebühr sagt wenig über die tatsächlichen Kosten. Zwischen 0 € und 39 € netto pro Monat liegt allein die Kontoführung, dazu kommen Buchungs-, Karten- und Bargeldgebühren. Wir zerlegen alle Gebührenarten, vergleichen die wichtigsten Anbieter und rechnen Ihr persönliches Kostenprofil aus.

14 Min. Lesezeit Aktualisiert: August 2026 Ringo Dühmke
0 € bis 39 €
Grundgebühr netto pro Monat
5 bis 75
Freibuchungen je nach Tarif
480 €
Sparpotenzial pro Jahr
100 %
absetzbar als Betriebsausgabe

Das Wichtigste auf einen Blick

Vier Kostenblöcke

Grundgebühr, Buchungen, Karten und Bargeld. Nur wer alle vier zusammenrechnet, kennt die echten Jahreskosten seines Geschäftskontos.

Preise meist netto

Anbieter wie Qonto, Kontist oder Finom weisen zzgl. Umsatzsteuer aus. Vorsteuerabzugsberechtigte zahlen effektiv den Nettopreis.

Bargeld ist der Preistreiber

Die meisten digitalen Anbieter erlauben gar keine Bareinzahlung. Wer Bargeld einzahlt, zahlt schnell mehrere hundert Euro im Jahr.

KOSTENÜBERBLICK

Was kostet ein Geschäftskonto?

Von dauerhaft kostenlos bis über 600 € pro Jahr, und warum die Spanne so groß ist

Ein Geschäftskonto kostet 2026 zwischen 0 € und rund 50 € pro Monat an reiner Kontoführungsgebühr. Diese Spanne allein entscheidet über einen Unterschied von bis zu 600 € im Jahr. Entscheidender für Ihre tatsächlichen Geschäftskonto Kosten ist aber, was der Anbieter zusätzlich berechnet: jede Überweisung, jede Bargeldabhebung, jede zusätzliche Karte und jede Schnittstelle zum Steuerberater kann separat abgerechnet werden.

Deshalb lässt sich die Frage „Was kostet ein Firmenkonto?“ nicht mit einer Zahl beantworten. Ein Konto für 0 € Grundgebühr kann bei 120 Buchungen im Monat teurer sein als ein Tarif für 19 €, in dem 60 Buchungen enthalten sind. Umgekehrt zahlt ein Freiberufler mit zehn Überweisungen pro Monat bei einem Premium-Tarif jahrelang für Leistungen, die er nie nutzt.

Drei Preisklassen am Markt

Einstieg
0 €

pro Monat

Kostenlose Basistarife digitaler Anbieter, meist für Freiberufler, Solo-Selbstständige und Einzelunternehmen. Begrenzte Freibuchungen, keine Bareinzahlung.

Mittelklasse
7 € bis 19 €

pro Monat

Tarife mit größeren Freikontingenten, Unterkonten mit eigener IBAN, Buchhaltungsanbindung und mehreren Karten. Für die meisten kleinen Betriebe der wirtschaftliche Sweetspot.

Premium
24 € bis 50 €

pro Monat

Filialbanken mit persönlicher Beratung sowie Premium-Tarife digitaler Anbieter mit Teamrollen, DATEV inklusive und sehr niedrigen Buchungspreisen.

Die Grundgebühr ist nur die Spitze des Eisbergs

Ein Konto mit 0 € Grundgebühr und 0,40 € je Buchung kostet bei 100 Buchungen im Monat 38 € plus mögliche Bargeld- und Kartengebühren. Ein Tarif für 10 € mit 75 Freiposten liegt im selben Szenario bei rund 14,75 €. Die scheinbar teurere Option ist hier knapp zwei Drittel günstiger.

Wer muss überhaupt ein Geschäftskonto führen?

Für Kapitalgesellschaften ist die Sache eindeutig: GmbH, UG (haftungsbeschränkt) und AG sind eigene Rechtspersonen und benötigen zwingend ein separates Konto, schon weil das Stammkapital dort eingezahlt werden muss. Ein Privatkonto ist keine Option.

Für Freiberufler, Einzelunternehmer und Kleingewerbetreibende gibt es dagegen keine gesetzliche Pflicht. Praktisch führt aber kaum ein Weg daran vorbei: Die meisten Banken untersagen die gewerbliche Nutzung von Privatkonten in ihren AGB und kündigen im Zweifel. Hinzu kommt, dass die Vermischung privater und geschäftlicher Umsätze bei einer Betriebsprüfung regelmäßig zu Rückfragen führt. Details dazu finden Sie in unserem Ratgeber zum Geschäftskonto eröffnen.

Pflicht zum Geschäftskonto

  • GmbH (Stammkapital 25.000 €)
  • UG (haftungsbeschränkt), ab 1 € Stammkapital
  • AG und andere Kapitalgesellschaften
  • Eingetragene Vereine mit Geschäftsbetrieb

Dringend empfohlen

  • Freiberufler und Solo-Selbstständige
  • Einzelunternehmen und Kleingewerbe
  • Kleinunternehmer nach § 19 UStG
  • GbR und andere Personengesellschaften
GEBÜHRENARTEN

Die vier Kostenblöcke im Detail

Grundgebühr, Buchungen, Karten und Bargeld: aus diesen Bausteinen setzen sich Ihre Gebühren zusammen

1

Grundgebühr

Der Fixkostenblock. Fällt unabhängig von der Nutzung an und bestimmt Ihre Untergrenze.

Digitale Basistarife0 €
Digitale Mittelklasse7 € bis 19 €
Filialbank Standard10 € bis 25 €
Premium und Firmenkunden24 € bis 50 €
2

Buchungen

Der variable Block. Jede SEPA-Überweisung und Lastschrift über dem Freikontingent kostet extra.

Premium-Tarife0,04 € bis 0,08 €
Mittelklasse0,15 € bis 0,19 €
Filialbank0,18 € bis 0,25 €
Gratis-Tarife danach0,20 € bis 0,40 €
3

Karten

Eine Debitkarte ist fast überall inklusive. Teuer wird es bei Zusatzkarten für Mitarbeiter.

Standard-Debitkarte0 €
Girocard als Zusatzkarte0 € bis 30 € p. a.
Karte mit höheren Limits6 € bis 8 € mtl.
Premium-Firmenkreditkartebis 20 € mtl.
4

Bargeld

Der unterschätzte Block. Für bargeldintensive Betriebe oft der größte Einzelposten.

Abhebung im Partnernetz0 €
Abhebung digital2 € oder 2 %
Einzahlung Filialeab 3 € je 5.000 €
Einzahlung im Handelbis 1,5 % vom Betrag

1 Kontoführungsgebühr

Die monatliche Kontoführungsgebühr ist der einzige Posten, den Sie exakt vorhersagen können. Sie fällt an, ob Sie das Konto nutzen oder nicht. Digitale Anbieter staffeln ihre Tarife nach Leistungsumfang, klassische Banken oft nach Rechtsform und Umsatzgröße.

Wichtig: Bei mehreren Anbietern ist der kostenlose Einstiegstarif an Bedingungen geknüpft. Fyrst BASE ist nur für natürliche Personen dauerhaft kostenlos, GmbH und UG zahlen nach sechs Freimonaten 6 € pro Monat. Kontist Free setzt einen monatlichen Habenumsatz von mindestens 300 € voraus, andernfalls werden 2 € berechnet. Qonto Starter steht ausschließlich Freiberuflern und Einzelunternehmen offen.

Praxistipp: Jahreszahlung senkt den Grundpreis bei mehreren Anbietern deutlich. Holvi gewährt bis zu 50 % Rabatt, Qonto und Finom rund 10 % bis 20 %. Rechnen Sie den Rabatt gegen die längere Bindung: Wenn Sie den Anbieter nach vier Monaten wechseln wollen, ist der Jahresbeitrag verloren.

2 Buchungs- und Transaktionsgebühren

Jede beleglose SEPA-Überweisung, jede Lastschrift und je nach Anbieter auch jede Echtzeitüberweisung zählt gegen ein monatliches Freikontingent. Ist es aufgebraucht, wird pro Posten abgerechnet. Genau hier entstehen die Kostenunterschiede, die im Preisaushang leicht zu übersehen sind.

Transaktionsart Typische Gebühr Bei 100 Vorgängen im Monat
SEPA-Überweisung (im Freikontingent) 0,00 € 0,00 €
SEPA-Überweisung (über Kontingent) 0,04 € bis 0,40 € 4,00 € bis 40,00 €
SEPA-Lastschrift 0,00 € bis 0,20 € 0,00 € bis 20,00 €
SEPA-Echtzeitüberweisung 0,00 € bis 0,35 € 0,00 € bis 35,00 €
Beleghafte Überweisung am Schalter 1,50 € bis 5,00 € 150,00 € bis 500,00 €
Rücklastschrift 3,00 € bis 10,00 € je Vorgang, nicht planbar
SWIFT-Überweisung (Fremdwährung) 5,00 € oder 0,56 % bis 1,8 % ab 500,00 €

Achtung bei Volumenmodellen: Finom rechnet nicht nach Stückzahl, sondern nach Überweisungsvolumen ab. Im Solo-Tarif sind 2.500 € pro Monat frei, darüber fallen 0,3 % auf den übersteigenden Betrag an. Zwei große Zahlungen können damit teurer sein als zweihundert kleine.

3 Karten und Zusatzleistungen

Eine Debit Mastercard oder Visa Business Debit ist bei praktisch allen digitalen Anbietern im Grundpreis enthalten. Kosten entstehen erst bei Zusatzkarten, physischen Karten in Gratis-Tarifen und Schnittstellen. Wer für fünf Mitarbeitende je eine Karte bestellt, zahlt schnell mehr als für die Kontoführung selbst.

Typische Zusatzkosten pro Jahr

  • Physische Karte im Gratis-Tarif29 €
  • Girocard als Zusatzkarte0 € bis 30 €
  • Karte mit erhöhtem Limit72 € bis 96 €
  • DATEV-Schnittstelle als Zusatzmodul36 € bis 60 €
  • Kontoauszüge per Post12 € bis 36 €
  • Ersatzkarte nach Verlust10 € bis 15 €

Meist ohne Aufpreis enthalten

  • Eine physische Debitkarte in Bezahl-Tarifen
  • Virtuelle Karten für Online-Abos
  • Apple Pay und Google Pay
  • Elektronische Kontoauszüge und CSV-Export
  • Push-Benachrichtigungen in der App
  • Online-Banking und Freigabeverfahren

4 Bargeld: der teuerste Posten

Bei rein digitalen Anbietern ist eine Bargeldeinzahlung in aller Regel gar nicht vorgesehen. Qonto, Kontist, Holvi, Vivid und Finom bieten sie nicht an. Unter den bekannten digitalen Geschäftskonten führt Fyrst als Tochter der Deutschen Bank Gruppe eine echte Einzahlung, in Postbank-Filialen für 3 € je angefangene 5.000 € oder per Bargeld-Code im Einzelhandel mit 1,5 % vom Betrag.

Für Abhebungen gilt: Fyrst rechnet an rund 7.000 Cash-Group-Automaten kostenlos ab, Qonto und Kontist verlangen 2 € pro Vorgang, Holvi 2 % bis 2,5 % vom Betrag. Vivid stellt gestaffelte Freibeträge bereit, im Tarif Free Start 100 € pro Monat, danach 2 %.

Rechenbeispiel Einzelhandel

Ein Ladengeschäft zahlt wöchentlich 2.000 € Bargeld ein. Bei einer Einzahlung über den Bargeld-Code im Einzelhandel (1,5 %) sind das 30 € pro Woche.

1.560 €
pro Jahr über den Handel
156 €
pro Jahr in der Filiale (3 € je Vorgang)

Wer bargeldintensiv arbeitet, sollte die Einzahlung bündeln und den günstigsten Einzahlungsweg gezielt wählen.

PREISANGABEN

Netto oder brutto? Der Stolperstein beim Preisvergleich

Warum 9 € bei einem Anbieter mehr sein können als 10 € bei einem anderen

Geschäftskonten richten sich an Unternehmen, deshalb geben viele Anbieter ihre Preise netto an, also zzgl. 19 % Umsatzsteuer. Qonto, Kontist und Finom weisen ihre Tarife so aus. Klassische Banken nennen dagegen häufig Bruttopreise. Wer beide Angaben unbesehen nebeneinanderstellt, vergleicht Äpfel mit Birnen.

Tarif Preis netto Preis brutto (19 %) Effektiv mit Vorsteuerabzug
Kontist Start 11,00 € 13,09 € 11,00 €
Qonto Basic (Jahreszahlung) 9,00 € 10,71 € 9,00 €
Finom Basic 8,99 € 10,70 € 8,99 €
Kleinunternehmer nach § 19 UStG Kein Vorsteuerabzug möglich, es zählt immer der Bruttopreis

Regelbesteuerung

Sie sind vorsteuerabzugsberechtigt und holen sich die Umsatzsteuer über die Umsatzsteuervoranmeldung zurück. Für Sie zählt der Nettopreis als reale Belastung.

Kleinunternehmerregelung

Ohne Vorsteuerabzug zahlen Sie den Bruttopreis. Aus 11 € netto werden 13,09 €, aufs Jahr gerechnet ein Unterschied von rund 25 €. Mehr dazu im Ratgeber kostenloses Geschäftskonto für Kleinunternehmer.

ANBIETERVERGLEICH

Geschäftskonto Kosten im Anbietervergleich

Sechs verbreitete Anbieter, alle Gebührenbausteine nebeneinander

Kostenübersicht der Einstiegstarife

Anbieter Grundgebühr Buchungen frei Danach je Posten Bargeld abheben Bargeld einzahlen
Fyrst BASE
Deutsche Bank Gruppe
0,00 €
GmbH/UG: 6,00 €
50 0,19 € kostenlos
Cash Group
möglich
3 € je 5.000 €
Vivid Free Start 0,00 € SEPA unbegrenzt 0,00 € 100 € frei, dann 2 % nicht möglich
Qonto Starter
nur Freiberufler
0,00 € 5 0,20 € 2,00 € nicht möglich
Kontist Free
nur Solo-Selbstständige
0,00 €
ab 300 € Umsatz
5 0,25 € bis 0,40 € 2,00 € nicht möglich
Holvi Flex 0,00 € 0 0,25 € 2 % bis 2,5 % nicht möglich
Finom Solo
nur Einzelunternehmen
0,00 € bis 2.500 € Volumen 0,3 % über Limit tarifabhängig nicht möglich
Filialbank (Beispielrechnung) 10,00 € bis 25,00 € 20 bis 100 0,18 € bis 0,25 € kostenlos am eigenen Automaten möglich, oft mit Entgelt

Hinweis: Preise verstehen sich bei Qonto, Kontist und Finom zzgl. Umsatzsteuer. Die Konditionen können sich ändern, maßgeblich ist immer das aktuelle Preis- und Leistungsverzeichnis des Anbieters. Alle Tarifstufen und Leistungen im Detail finden Sie in unserem großen Geschäftskonto-Vergleich.

Die günstigsten Konten nach Nutzungsprofil

Fyrst BASE

Bestes Gesamtpaket bei den Kosten

Testsieger
0,00 € pro Monat

Für Freiberufler, Selbstständige und Einzelunternehmen dauerhaft ohne Grundgebühr, mit dem größten Freikontingent unter den Gratis-Tarifen.

  • 50 Freibuchungen pro Monat, danach 0,19 € je Posten
  • Bargeld abheben an rund 7.000 Cash-Group-Automaten ohne Entgelt
  • Einziger Anbieter im Vergleich mit echter Bargeldeinzahlung
  • Debit Mastercard inklusive, Girocard zubuchbar
  • GmbH und UG: 6 € monatlich nach sechs Freimonaten
  • DATEV-Schnittstelle in BASE und COMPLETE: 5 € Aufpreis
Konditionen bei Fyrst ansehen

Kontoeröffnung online, Legitimation per VideoIdent oder PostIdent

Vivid Business

Bestes Konto bei vielen Buchungen

Alternative
0,00 € pro Monat

Free Start ohne Grundgebühr, auch für GmbH und UG. SEPA-Überweisungen sind laut aktueller Preistabelle in allen Tarifen ohne Stückpreis.

  • SEPA und SEPA-Echtzeit ohne Buchungsgebühr, ohne Volumenlimit
  • Unbegrenzt viele Konten mit deutscher IBAN
  • Cashback auf Kartenumsätze, in Kategorien bis 6 %
  • Software-Verknüpfungen zu DATEV und Lexware Office
  • Keine Bargeldeinzahlung, Abhebung nur anteilig frei
  • Inaktivitätsgebühr auf ungenutzte Karten im Free Start
Konditionen bei Vivid ansehen

E-Geld-Konto, Kundengelder werden getrennt verwahrt

Qonto

ab 0 €

Starter dauerhaft ohne Grundgebühr für Freiberufler, Basic ab 9 € netto bei Jahreszahlung. Starke Team- und Rechnungsfunktionen.

  • Starter: nur 5 Transaktionen frei
  • DATEV-Anbindung, Gründungspakete
  • Abhebung 2 € pro Vorgang
Zu Qonto

Kontist

ab 0 €

Free ab 300 € Habenumsatz kostenlos, Start 11 € netto. Automatische Steuerrücklage in allen Tarifen.

  • Free: 5 Buchungen, physische Karte 29 € p. a.
  • Steuerschätzung in Echtzeit
  • Nur für Einzelunternehmer und Freiberufler
Zu Kontist

Holvi

ab 0 €

Flex ohne Grundgebühr, aber jede Überweisung einzeln zu 0,25 €. Bezahl-Tarife mit Rechnungs- und Buchhaltungstools.

  • Flex: keine Freibuchungen
  • Umsatzsteuervorschau, Online-Shop
  • DATEV-Anbindung kostet extra
Zu Holvi

Finom

ab 0 €

Solo ohne Grundgebühr, Basic 8,99 € netto. Abrechnung nach Überweisungsvolumen statt nach Stückzahl.

  • Solo: frei bis 2.500 € Volumen
  • DATEV in allen Tarifen, Cashback bis 3 %
  • 0,3 % auf den Betrag über dem Limit
Zu Finom

Die mit einem Pfeil gekennzeichneten Links führen zu den Anbietern. Bei einem Vertragsabschluss erhält Bankdaten.de eine Provision, für Sie ändert sich der Preis dadurch nicht.

INTERAKTIVER RECHNER

Kostenrechner: Was zahlen Sie wirklich?

Stellen Sie Ihr Nutzungsprofil ein und sehen Sie sofort, welches Geschäftskonto für Sie am günstigsten ist

Ihr Nutzungsprofil

40

Überweisungen und Lastschriften zusammen

2

Gerechnet wird mit 200 € je Abhebung

0

Anbieter ohne Einzahlung werden dann ausgeblendet

Rechtsform

Ihr Kostenranking

Angaben netto pro Monat

Der Rechner arbeitet mit vereinfachten Modellannahmen auf Basis der veröffentlichten Preisverzeichnisse (Stand: August 2026). Berücksichtigt werden Grundgebühr, Buchungen über dem Freikontingent, Bargeldabhebungen und Bargeldeinzahlungen. Nicht berücksichtigt sind Zusatzkarten, Fremdwährungsentgelte, Schnittstellenmodule und Aktionsrabatte. Volumenbasierte Modelle wie Finom Solo lassen sich nicht stückzahlbasiert abbilden und sind deshalb nicht im Ranking enthalten. Maßgeblich sind stets die aktuellen Konditionen des Anbieters.

PRAXISBEISPIELE

Geschäftskonto Kosten nach Unternehmensprofil

Vier typische Fälle, jeweils durchgerechnet auf zwölf Monate

Freiberufler

15 Buchungen, kein Bargeld

Grundgebühr0,00 €
Buchungen0,00 €
Karte0,00 €
Bargeld0,00 €
0 €
pro Jahr

Ein Gratis-Tarif mit ausreichend Freibuchungen reicht vollständig aus. Ein Bezahl-Tarif bringt hier keinen Mehrwert.

Einzelhandel

60 Buchungen, 4 Einzahlungen

Grundgebühr0,00 €
10 Buchungen über Limit1,90 €
Karte0,00 €
4 Einzahlungen je 3 €12,00 €
167 €
pro Jahr

Bargeld dominiert die Rechnung. Anbieter ohne Einzahlungsmöglichkeit scheiden hier komplett aus.

GmbH

80 Buchungen, 3 Karten

Grundgebühr9,00 €
20 Buchungen über Limit8,00 €
2 Zusatzkarten12,00 €
Bargeld4,00 €
396 €
pro Jahr netto

Ein größerer Tarif mit mehr Freiposten wäre hier günstiger als der Basistarif mit Nachzahlungen.

Filialbank

80 Buchungen, klassisch

Grundgebühr15,00 €
60 Buchungen über Limit12,00 €
Karte3,00 €
Kontoauszüge per Post2,00 €
384 €
pro Jahr

Dieselbe Nutzung wie in Profil 3, aber ohne Buchhaltungsanbindung. Persönliche Beratung ist der einzige Gegenwert.

Sparpotenzial durch einen Kontowechsel

Zwischen dem teuersten und dem günstigsten Modell in diesen vier Profilen liegen fast 400 € pro Jahr, bei praktisch identischem Leistungsumfang im Zahlungsverkehr. Ein Kontowechsel ist bei Geschäftskonten jederzeit möglich, feste Mindestlaufzeiten gibt es nicht.

0 €
Günstigstes Profil
384 €
Klassische Filialbank
384 €
Differenz pro Jahr
KOSTENFALLEN

Acht versteckte Kosten beim Geschäftskonto

Diese Posten stehen im Preisverzeichnis, aber selten in der Werbung

bis 1.560 € p. a.

Bargeldeinzahlung

Die meisten digitalen Anbieter bieten sie gar nicht an. Wo sie möglich ist, kostet sie 3 € je angefangene 5.000 € in der Filiale oder bis zu 1,5 % vom Betrag im Einzelhandel.

Gegenmittel: Einzahlungen bündeln und den Einzahlungsweg bewusst wählen.

bis 24 € p. a.

Mindestumsatz im Gratis-Tarif

Kontist Free ist nur bei mindestens 300 € Habenumsatz im Monat kostenlos, sonst werden 2 € berechnet. Das trifft besonders Gründer in der Anlaufphase und Nebenberufler.

Gegenmittel: Vor der Eröffnung prüfen, ob der Umsatz die Schwelle sicher erreicht.

bis 60 € p. a.

DATEV als Zusatzmodul

Die Schnittstelle zum Steuerberater ist längst nicht überall inklusive. Bei Fyrst kostet sie in BASE und COMPLETE 5 € monatlich, bei Holvi steht sie erst im höheren Tarif bereit.

Gegenmittel: Schnittstellenkosten in den Tarifvergleich einrechnen.

1 % bis 2 %

Fremdwährungsentgelt

Zahlungen in US-Dollar, Pfund oder Franken werden mit einem Aufschlag belegt. Bei 20.000 € Auslandsumsatz im Jahr sind das 200 € bis 400 € allein an Entgelten.

Gegenmittel: Für Fremdwährung eine Firmenkreditkarte ohne Aufschlag nutzen.

3 € bis 10 € je Fall

Rücklastschriften

Bucht ein Kunde eine Lastschrift zurück, trägt in der Regel Ihr Unternehmen die Gebühr. Bei zehn Rückläufern im Monat summiert sich das auf bis zu 1.200 € im Jahr.

Gegenmittel: Bonität neuer Kunden prüfen und Zahlungsausfälle früh nachfassen.

bis 24 € p. a.

Inaktive Karten

Vivid berechnet im Tarif Free Start 1 € monatlich pro ungenutzter virtueller und 2 € pro ungenutzter physischer Karte. Eine bestellte und vergessene Karte kostet dauerhaft Geld.

Gegenmittel: Nicht benötigte Karten in der App löschen.

8 % bis 15 % p. a.

Kontoüberziehung

Wer sein Geschäftskonto ins Minus zieht, zahlt zweistellige Zinssätze. 5.000 € über drei Monate bei 12 % ergeben rund 150 € Zinsen.

Gegenmittel: Vorab einen Kontokorrentkredit vereinbaren statt ungeplant zu überziehen. Siehe Dispozinsen im Vergleich.

bis 36 € p. a.

Papierkontoauszüge

Der Postversand kostet 1 € bis 3 € im Monat, teils zusätzlich pro Blatt. Elektronische Auszüge sind steuerlich vollständig anerkannt und meist kostenlos.

Gegenmittel: Auf elektronische Auszüge umstellen und regelmäßig archivieren.

Unterm Strich: 100 € bis 500 € im Jahr

Versteckte Gebühren machen bei aktiven Konten oft mehr aus als die Grundgebühr selbst. Ein Konto mit 0 € Kontoführung kann dadurch teurer werden als ein transparenter Tarif für 19 €. Lesen Sie vor der Eröffnung immer das Preis- und Leistungsverzeichnis und rechnen Sie Ihr eigenes Nutzungsverhalten durch, nicht das Werbebeispiel des Anbieters.

DIREKTVERGLEICH

Filialbank oder Onlinebank: Wo liegt der Kostenunterschied?

Gleiches Nutzungsprofil, zwei sehr unterschiedliche Rechnungen

Klassische Filialbank

Standardkonto für Gewerbetreibende

Grundgebühr15,00 €
80 Buchungen, 20 frei12,00 €
Debitkarte3,00 €
Kontoauszüge per Post2,00 €
Bargeldeinzahlung (2 Vorgänge)6,00 €
Monatlich
38,00 €
456 € pro Jahr
  • Persönlicher Ansprechpartner vor Ort
  • Bargeldservice und Kreditgespräche in der Filiale
  • Kleine Freikontingente, viele Einzelentgelte

Digitales Geschäftskonto

Gratis-Tarif mit großem Freikontingent

Grundgebühr0,00 €
80 Buchungen, 50 frei5,70 €
Debitkarte0,00 €
Kontoauszüge digital0,00 €
Bargeldeinzahlung (2 Vorgänge)6,00 €
Monatlich
11,70 €
140,40 € pro Jahr
  • Kontoeröffnung online in rund zehn Minuten
  • Buchhaltungsanbindung und Belegverwaltung integriert
  • Beratung nur digital, Bargeld oft gar nicht möglich
Differenz im Beispielprofil
315,60 €

pro Jahr, bei identischem Zahlungsverkehr und identischem Bargeldbedarf

Günstiges Geschäftskonto ansehen
STEUERLICHE BEHANDLUNG

Geschäftskonto Kosten steuerlich absetzen

Warum die reale Belastung deutlich unter der Rechnung liegt

Sämtliche Gebühren für ein Geschäftskonto sind Betriebsausgaben und mindern damit den steuerpflichtigen Gewinn. Das gilt für die Kontoführungsgebühr genauso wie für Buchungsentgelte, Kartengebühren, Bargeldentgelte und Kosten für Schnittstellen. Sie erfassen die Beträge in der Einnahmenüberschussrechnung oder in der Buchhaltung als Nebenkosten des Geldverkehrs.

Beispielrechnung: 456 € Kontogebühren im Jahr

Gezahlte Gebühren (brutto)456,00 €
Vorsteuerabzug (19 %)72,81 €
Betriebsausgabe (netto)383,19 €
Steuerersparnis bei 35 % Grenzsteuersatz134,12 €
Reale Belastung249,07 €

Das ändert nichts daran, dass ein günstigeres Konto vorteilhafter bleibt: Von jedem gesparten Euro bleiben nach Steuern immer noch rund 65 Cent im Unternehmen. Die Steuerersparnis reduziert die Differenz, sie hebt sie nicht auf.

Wichtig bei gemischt genutzten Konten: Wer geschäftliche Umsätze über ein Privatkonto abwickelt, kann die Kontoführungsgebühren nur anteilig ansetzen und muss die betriebliche Nutzung nachweisen. Ein separates Geschäftskonto macht die Zuordnung eindeutig und spart Diskussionen bei der Betriebsprüfung. Bei individuellen steuerlichen Fragen ist eine Steuerberaterin oder ein Steuerberater der richtige Ansprechpartner.

KOSTEN SENKEN

Sieben Wege zu niedrigeren Kontogebühren

Sofort umsetzbar, ohne Kompromisse beim Leistungsumfang

Buchungsvolumen ehrlich schätzen

Zählen Sie drei zurückliegende Monate aus. Liegen Sie regelmäßig über dem Freikontingent, ist ein Bezahl-Tarif mit größerem Kontingent fast immer günstiger als der Gratis-Tarif mit Nachzahlung.

Zahlungen bündeln

Statt Lieferantenrechnungen einzeln zu begleichen, führen Sie einmal wöchentlich einen Sammellauf aus. Bei 0,25 € je Posten und 40 vermiedenen Buchungen sind das 120 € im Jahr.

Jahreszahlung nutzen

Holvi gewährt bis zu 50 % Rabatt bei jährlicher Abrechnung, Qonto und Finom rund 10 % bis 20 %. Sinnvoll, sobald Sie sich beim Anbieter sicher sind.

Bargeld reduzieren

Jede vermiedene Einzahlung spart bares Geld. Kartenzahlung am Point of Sale und Rechnungsstellung per Überweisung senken den Bargeldanteil und damit die teuerste Gebührenposition.

Auf digitale Auszüge umstellen

Elektronische Kontoauszüge sind steuerlich anerkannt und in aller Regel kostenlos. Der Postversand kostet dagegen 12 € bis 36 € im Jahr, ohne jeden Zusatznutzen.

Kartenbestand aufräumen

Prüfen Sie einmal jährlich, welche Karten tatsächlich genutzt werden. Ungenutzte Karten verursachen bei manchen Anbietern eine Inaktivitätsgebühr, bei anderen eine Jahresgebühr.

Anbieter jährlich neu bewerten

Geschäftskonten kennen keine Mindestlaufzeit, die Kündigungsfrist liegt meist bei einem Monat. Das Kontingent, das vor zwei Jahren gepasst hat, ist heute oft zu klein oder zu groß. Ein jährlicher Abgleich zwischen Ihrem Nutzungsprofil und dem Markt kostet zwanzig Minuten und bringt regelmäßig dreistellige Beträge.

Zum großen Geschäftskonto-Vergleich
FAQ

Häufige Fragen zu den Kosten eines Geschäftskontos

Die Antworten auf die meistgestellten Fragen unserer Leserinnen und Leser

Was kostet ein Geschäftskonto im Monat?

Die Kontoführungsgebühr liegt 2026 zwischen 0 € und rund 50 € pro Monat. Digitale Anbieter starten bei 0 € für Freiberufler und Einzelunternehmen, ihre Mittelklasse-Tarife kosten 7 € bis 19 € netto. Klassische Filialbanken verlangen für Gewerbekonten meist 10 € bis 25 €, für Firmenkundenkonten mit Beratung auch 30 € bis 50 €.

Zu dieser Grundgebühr kommen Buchungsentgelte über dem Freikontingent, Kartengebühren und Bargeldentgelte hinzu. Die realistische Gesamtrechnung für ein aktiv genutztes Geschäftskonto bewegt sich deshalb zwischen 0 € und rund 40 € im Monat.

Gibt es wirklich kostenlose Geschäftskonten?

Ja, mehrere Anbieter führen dauerhaft kostenlose Einstiegstarife: Fyrst BASE, Vivid Free Start, Qonto Starter, Kontist Free, Holvi Flex und Finom Solo. „Kostenlos“ bezieht sich dabei ausschließlich auf die monatliche Grundgebühr.

Der Unterschied steckt im Kleingedruckten: Holvi Flex enthält keine Freibuchungen und berechnet jede Überweisung mit 0,25 €. Kontist Free und Qonto Starter enthalten je fünf Transaktionen. Fyrst BASE ist mit 50 Freibuchungen der großzügigste Gratis-Tarif, bei GmbH und UG kostet er nach sechs Monaten allerdings 6 € monatlich.

Eine detaillierte Gegenüberstellung finden Sie in unserem Ratgeber kostenloses Geschäftskonto für Kleinunternehmer.

Lohnt sich ein Tarif mit höherer Grundgebühr?

Das hängt allein an Ihrem Buchungsvolumen. Die Rechnung ist einfach: Teilen Sie den Aufpreis des größeren Tarifs durch den Buchungspreis des kleineren Tarifs. Kostet der Aufpreis 11 € und liegt der Buchungspreis im Gratis-Tarif bei 0,40 €, rechnet sich der Wechsel ab etwa 28 zusätzlichen Buchungen pro Monat.

Bei mehr als 100 Buchungen im Monat sind Tarife mit Buchungspauschale oder sehr niedrigem Stückpreis fast immer im Vorteil. Nutzen Sie unseren Kostenrechner, um die Schwelle für Ihr Profil zu bestimmen.

Welche Bank ist die günstigste für ein Geschäftskonto?

Es gibt keinen Anbieter, der für jedes Profil der günstigste ist. Für Freiberufler mit wenigen Buchungen ist jeder Gratis-Tarif ausreichend. Für Selbstständige mit 30 bis 50 Buchungen liegt Fyrst BASE vorn, weil 50 Posten enthalten sind. Bei sehr hohem Buchungsvolumen ist Vivid im Vorteil, da SEPA-Überweisungen ohne Stückpreis abgerechnet werden.

Sobald Bargeldeinzahlungen nötig sind, schrumpft das Feld drastisch: Unter den bekannten digitalen Anbietern führt allein Fyrst eine echte Einzahlung. Alle anderen bieten sie gar nicht an.

Sind Geschäftskonto-Gebühren steuerlich absetzbar?

Ja, vollständig. Kontoführungsgebühren, Buchungsentgelte, Kartengebühren und Bargeldentgelte sind Betriebsausgaben und mindern den steuerpflichtigen Gewinn. Bei Regelbesteuerung kommt der Vorsteuerabzug hinzu, sodass die reale Belastung deutlich unter der Rechnungssumme liegt.

Bei einem gemischt genutzten Privatkonto ist nur der betriebliche Anteil ansetzbar, und der muss nachgewiesen werden. Ein separates Geschäftskonto macht die Zuordnung eindeutig.

Warum sind die Preise oft ohne Umsatzsteuer angegeben?

Weil sich Geschäftskonten an Unternehmen richten und die meisten Kundinnen und Kunden vorsteuerabzugsberechtigt sind. Für sie ist der Nettopreis die relevante Größe. Qonto, Kontist und Finom weisen ihre Tarife daher zzgl. 19 % Umsatzsteuer aus.

Für Kleinunternehmer nach § 19 UStG gilt das nicht: Ohne Vorsteuerabzug zahlen sie den Bruttopreis. Aus 11 € netto werden 13,09 €, aus 19 € netto 22,61 €. Achten Sie beim Vergleich darauf, dass Sie durchgehend Netto- mit Netto- oder Brutto- mit Bruttopreisen vergleichen.

Was kostet die Bargeldeinzahlung auf ein Geschäftskonto?

Die meisten digitalen Anbieter (Qonto, Kontist, Holvi, Vivid, Finom) bieten überhaupt keine Bargeldeinzahlung an. Fyrst ermöglicht sie in Postbank-Filialen für 3 € je angefangene 5.000 €, in den Tarifen COMPLETE und PREMIUM für 2,50 €. Alternativ ist eine Einzahlung per Bargeld-Code im Einzelhandel möglich, dann fallen 1,5 % vom Betrag an.

Bei Filialbanken sind Einzahlungen üblich, aber selten kostenlos. Für bargeldintensive Betriebe ist dieser Posten häufig die größte Einzelposition der gesamten Kontokosten.

Kann ich mein Geschäftskonto jederzeit wechseln?

Ja. Geschäftskonten haben in der Regel keine Mindestvertragslaufzeit, die Kündigungsfrist beträgt meist einen Monat. Bei Jahrestarifen ist der bereits gezahlte Beitrag allerdings oft nicht anteilig erstattungsfähig, das sollten Sie beim Timing berücksichtigen.

Planen Sie beim Wechsel eine Überlappungsphase von ein bis zwei Monaten ein. In dieser Zeit informieren Sie Kunden über die neue IBAN, stellen Daueraufträge und Lastschriftmandate um und passen Rechnungsvorlagen an. Nach § 675 BGB unterstützen Banken auf Wunsch bei der Kontowechselhilfe.

Was kostet ein Geschäftskonto für eine GmbH?

Für Kapitalgesellschaften sind die Gratis-Tarife häufig gesperrt oder eingeschränkt. Fyrst BASE kostet für GmbH und UG nach sechs Freimonaten 6 € pro Monat. Kontist akzeptiert ausschließlich Einzelunternehmer und Freiberufler. Qonto Starter steht ebenfalls nur natürlichen Personen offen, die KMU-Tarife beginnen bei 9 € netto.

Realistisch sollten Sie für ein GmbH-Konto mit 0 € bis 20 € netto pro Monat planen, je nach Buchungsvolumen und Anzahl der Nutzerzugänge. Vivid Free Start ist einer der wenigen dauerhaft kostenlosen Tarife, der auch GmbH und UG offensteht. Hinzu kommen einmalige Kosten für ein Gründungskonto, wenn das Stammkapital eingezahlt werden muss.

Wie erkenne ich versteckte Gebühren vor der Kontoeröffnung?

Verlangen Sie das vollständige Preis- und Leistungsverzeichnis, nicht nur die Tarifübersicht auf der Startseite. Prüfen Sie gezielt sieben Punkte: Buchungspreis über dem Freikontingent, Entgelt für Echtzeitüberweisungen, Bargeldabhebung und -einzahlung, Fremdwährungsaufschlag, Kosten für zusätzliche Karten, Preis der Buchhaltungsschnittstelle und Mindestumsatz- oder Inaktivitätsklauseln.

Ein nützlicher Test: Rechnen Sie einen typischen Monat Ihres Unternehmens komplett durch, mit echten Zahlen aus Ihrem bisherigen Konto. Werbebeispiele der Anbieter sind fast immer auf den günstigsten Fall zugeschnitten.

Ringo Dühmke, Finanzredakteur bei Bankdaten.de

Redaktionelle Einordnung

Ringo Dühmke, Finanzredakteur & zertifizierter Finanzberater (§ 34f GewO)

Beim Thema Geschäftskonto Kosten wird in der Werbung fast ausschließlich über die Grundgebühr gesprochen. In der Praxis entscheidet aber die Kombination aus Freikontingent, Buchungspreis und Bargeldregelung darüber, was Sie am Jahresende tatsächlich gezahlt haben. Genau deshalb ist die Frage nach dem „günstigsten Geschäftskonto“ ohne Kenntnis des eigenen Nutzungsprofils nicht seriös zu beantworten.

Unsere Einschätzung: Für die meisten Solo-Selbstständigen und kleinen Betriebe reicht ein kostenloser Tarif mit ausreichendem Freikontingent vollständig aus. Sobald regelmäßig mehr als 50 Buchungen anfallen, lohnt der Blick auf Tarife mit Buchungspauschale. Wer Bargeld einzahlen muss, hat am Markt der digitalen Anbieter dagegen nur sehr wenige Optionen und sollte diesen Punkt zuerst prüfen, bevor er sich mit Grundgebühren beschäftigt.

Alle genannten Konditionen stammen aus den öffentlich zugänglichen Preis- und Leistungsverzeichnissen der Anbieter (Stand: August 2026). Konditionen können sich jederzeit ändern, maßgeblich sind stets die aktuellen Angaben des jeweiligen Anbieters. Dieser Beitrag ersetzt keine individuelle Steuer- oder Finanzberatung.

💼

Kontogebühren senken, ohne Leistung zu verlieren

Zwischen dem teuersten und dem günstigsten Geschäftskonto liegen in typischen Nutzungsprofilen bis zu 480 € pro Jahr. Prüfen Sie in fünf Minuten, welcher Tarif zu Ihrem Buchungsvolumen passt.

✓ Kontoeröffnung online ✓ Keine Mindestlaufzeit ✓ Gebühren voll absetzbar