RATGEBER GIROKONTO 2026

Das passende Girokonto finden: Diese Leistungen sollten Sie vergleichen

Kontoführungsgebühren, Dispozins, Kartenangebot oder Filiale vor Ort: Ein Girokonto-Vergleich betrifft weit mehr als den Preis auf der Startseite. Wir zeigen, welche Leistungen wirklich zählen und wann sich eine Filialbank wie die Volksbank Raiffeisenbank gegenüber der reinen Online-Bank lohnt.

13 Min. Lesezeit Aktualisiert: August 2026 Ringo Dühmke
0 € bis 300 €
Kontokosten pro Jahr, je nach Anbieter
60 €
Richtwert, ab dem sich ein Wechsel lohnen kann
7.200
Filialen der Volksbanken Raiffeisenbanken
13.800
Geldautomaten im BankCard ServiceNetz

Das Wichtigste auf einen Blick

Kosten & Bedingungen

Kostenlose Konten sind häufig an einen Mindestgeldeingang oder ein Mindestalter geknüpft. Ohne Bedingungen kann ein Girokonto bis zu 300 € im Jahr kosten.

Filiale oder online

Direktbanken sind meist günstiger, Filialbanken wie die Volksbank Raiffeisenbank punkten mit persönlicher Beratung und Bargeldservice vor Ort.

Karten & Zahlungsverkehr

Prüfen Sie, ob Girocard, Debitkarte und Apple Pay wirklich im Kontomodell enthalten sind, statt nachträglich Aufpreis zu zahlen.

GRUNDLAGEN

Warum sich ein Girokonto-Vergleich lohnt

Gleiche Grundfunktion, große Unterschiede im Detail

Ein Girokonto ist das zentrale Zahlungskonto für Gehalt, Miete, Einkäufe und Daueraufträge. Angeboten wird es von ganz unterschiedlichen Anbietern: reinen Direktbanken, klassischen Filialbanken, Sparkassen, genossenschaftlichen Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie neueren Smartphone-Banken. So unterschiedlich die Anbieter sind, so unterschiedlich fällt auch der Leistungsumfang aus, selbst wenn zwei Konten auf den ersten Blick ähnlich wirken.

Die Verbraucherzentrale weist regelmäßig auf undurchsichtige Preise und teure Paketlösungen im Girokonto-Vergleich hin. Manche Banken verlangen bis zu 300 € im Jahr, andere Institute koppeln ein günstiges Kontomodell an den Abschluss weiterer Produkte wie Versicherungen oder Bausparverträge. Ein sauberer Vergleich schaut deshalb nicht nur auf die Grundgebühr, sondern auf das Zusammenspiel aus Kontoführung, Karten, Automatennetz, Filialservice und Zinssätzen.

Richtwert der Verbraucherzentrale: Zahlen Sie mehr als 60 € im Jahr für Ihr Girokonto, lohnt sich in aller Regel ein genauer Blick auf Alternativen, gerade wenn Sie die enthaltenen Leistungen ohnehin kaum nutzen.

DER ÜBERBLICK

Die wichtigsten Vergleichskriterien im Überblick

Acht Punkte, die bei jedem Girokonto-Vergleich auf die Liste gehören, unabhängig davon, ob Sie zu einer Direktbank oder einer Filialbank tendieren.

Kontoführungsgebühren

Monatliche Grundgebühr, oft an Mindestgeldeingang oder Alter geknüpft. Achten Sie auf Einzelpreise für Überweisungen, Kontoauszüge oder Papierrechnungen.

Dispozins & Guthabenzinsen

Die Zinsspanne für den Dispokredit variiert stark zwischen den Anbietern. Manche Girokonten verzinsen zusätzlich das Guthaben auf dem Tagesgeldkonto.

Kartenangebot

Ist eine Girocard enthalten, gibt es zusätzlich eine Debit- oder Kreditkarte, und funktioniert Apple Pay oder Google Pay?

Geldautomaten-Netz

Wie dicht ist das Netz an gebührenfreien Automaten in Ihrer Region? Cash Group, Sparkassen-Verbund und BankCard ServiceNetz unterscheiden sich regional stark.

Online-Banking & App

Übersichtlichkeit, Push-TAN-Verfahren, Unterkonten zum Sparen und Multibanking-Funktionen erleichtern die tägliche Kontonutzung.

Filiale & Beratung

Wer Bargeld einzahlen, komplexe Anliegen besprechen oder eine persönliche Ansprechperson haben möchte, profitiert von einem dichten Filialnetz.

Sicherheit & Einlagenschutz

Deutsche oder europäische Banklizenz, Einlagensicherung bis 100.000 € und BaFin-Aufsicht sollten selbstverständlich sein.

Kontowechselservice

Ein gesetzlich geregelter Wechselservice übernimmt Daueraufträge und Lastschriften automatisch von der alten zur neuen Bank.

KOSTEN IM DETAIL

Kontoführungsgebühren und versteckte Kosten

„Kostenlos“ ist beim Girokonto selten uneingeschränkt gültig. Ein Blick ins Preisverzeichnis lohnt sich immer.

Kostenlose Girokonten sind meist an Bedingungen geknüpft, etwa einen monatlichen Mindestgeldeingang von 700 € bis 1.200 € oder ein Höchstalter für Studierende und Auszubildende. Wird die Bedingung in einem Monat verfehlt, wird häufig automatisch eine Gebühr fällig. Bei kostenpflichtigen Modellen kommen zusätzlich Einzelpreise für Überweisungen in Papierform, Kontoauszüge am Schalter oder Ersatzkarten hinzu, die den Gesamtpreis in die Höhe treiben können.

Filialbanken, Sparkassen und Volksbanken Raiffeisenbanken bieten häufig gestaffelte Kontomodelle an: ein reines Online-Konto ohne Filialservice zum günstigen Preis, ein klassisches Konto mit Filialnutzung und ein Komfort- oder Premium-Konto mit erweiterten Leistungen wie Reiseversicherungen oder kostenlosem Geld im Ausland. Wer die Filiale kaum nutzt, zahlt beim Online-Modell oft nicht mehr als bei einer Direktbank.

Kontotyp Typische Kosten pro Monat Besonderheit
Direktbank 0 € bis 5 € Meist an Mindestgeldeingang gekoppelt
Volksbank/Raiffeisenbank (Online-Modell) 0 € bis 5 € Ohne Filialservice, mit Zugriff aufs Automatennetz
Sparkasse (Standard) ca. 4 € bis 10 € Je nach Sparkasse und Kontomodell
Filialbank/Komfort-Konto ca. 5 € bis 15 € Mit vollem Filial- und Beratungsservice
Neobank 0 € bis 10 € Rein digital, gestaffelt nach Zusatzfunktionen

Vorsicht bei Paketpreisen

Die Verbraucherzentrale warnt vor „Rundum-Sorglos-Paketen“, bei denen ein günstiges Girokonto an den Abschluss weiterer Produkte gekoppelt wird. Prüfen Sie in jedem Preis- und Leistungsverzeichnis, welche Leistungen Sie tatsächlich benötigen, statt ein Paket allein wegen der niedrigen Kontoführungsgebühr zu wählen.

FILIALE ODER ONLINE

Filialbank oder Direktbank: Was passt zu wem?

Beide Modelle haben ihre Berechtigung. Entscheidend ist, wie Sie Ihr Konto im Alltag tatsächlich nutzen.

Eine Filialbank lohnt sich, wenn ...

  • Sie regelmäßig Bargeld einzahlen müssen, etwa als Vereinskassierer oder Kleinunternehmer.
  • Sie bei größeren Entscheidungen wie Baufinanzierung oder Vorsorge persönliche Beratung wünschen.
  • Sie einen festen Ansprechpartner vor Ort schätzen statt eines wechselnden Callcenter-Teams.
  • Ihnen die regionale Nähe zur Bank wichtig ist, etwa bei einer genossenschaftlich organisierten Volksbank Raiffeisenbank.
  • Sie sich mit Online-Banking und Apps nicht ganz sicher fühlen.

Eine Direktbank reicht aus, wenn ...

  • Sie Bankgeschäfte konsequent per App oder Online-Banking erledigen.
  • Sie selten oder nie Bargeld einzahlen und hauptsächlich kartenlos oder mit Karte bezahlen.
  • Ihnen eine niedrige Kontoführungsgebühr wichtiger ist als persönlicher Kontakt.
  • Sie überwiegend im Ausland reisen und eine international einsetzbare Debitkarte benötigen.
  • Sie Fragen lieber per Chat oder Telefon klären als in der Filiale.

Praxis-Tipp: Viele Verbraucher unterschätzen, wie oft sie eine Filiale tatsächlich brauchen, etwa bei Erbschaften, Immobilienfinanzierungen oder wenn Eltern für Kinder ein Konto einrichten möchten. In solchen Situationen zahlt sich eine Filialbank mit Beratung vor Ort langfristig aus, auch wenn die monatliche Gebühr etwas höher liegt als bei einer Direktbank.

FILIALBANK IM FOKUS

Volksbank Raiffeisenbank: Girokonto mit Beratung vor Ort

Wer Wert auf ein dichtes Filialnetz und persönliche Beratung legt, findet bei den genossenschaftlichen Volksbanken und Raiffeisenbanken ein passendes Girokonto. Mit rund 7.200 Filialen bundesweit gehört der genossenschaftliche Verbund zu den größten Filialnetzen Deutschlands, ergänzt um ein dichtes Geldautomatennetz.

7.200
Filialen bundesweit
13.800
Geldautomaten im Verbund
3
Kontomodelle zur Auswahl
17,8 Mio.
Mitglieder der Genossenschaftsbanken
Girokonto-Angebot der VR-Banken ansehen
  • Regionalprinzip mit persönlicher BeratungJede Volksbank Raiffeisenbank ist rechtlich eigenständig und kennt ihre Region, statt zentral aus einer Konzernzentrale zu steuern.
  • Gestaffelte KontomodelleVom reinen Online-Konto bis zum Premium-Konto mit erweiterten Leistungen, passend zum tatsächlichen Bedarf.
  • Girocard mit Apple PayAnders als bei den meisten Direktbanken lässt sich die Girocard direkt in Apple Pay hinterlegen.
  • Mitgliedschaft möglichKunden können Genossenschaftsanteile erwerben, an der Generalversammlung teilnehmen und von einer möglichen Dividende profitieren.
  • Kontoeröffnung digital oder in der FilialeVideo-Ident in wenigen Minuten oder klassisch mit persönlichem Termin vor Ort, beides ist möglich.

Details zu Kontomodellen und Konditionen finden Sie direkt beim Anbieter unter vr.de/privatkunden/girokonto (öffnet in neuem Fenster) oder auf unserer Übersichtsseite zur Volksbank Raiffeisenbank. Ob sich das Modell für Sie lohnt, hängt wie bei jeder Filialbank davon ab, wie oft Sie die Filiale und die persönliche Beratung tatsächlich in Anspruch nehmen.

ZAHLUNGSVERKEHR

Karten und Zahlungsverkehr vergleichen

Nicht jedes Girokonto liefert automatisch die Karten, die Sie im Alltag benötigen.

Zu einem Girokonto gehört in Deutschland traditionell die Girocard (früher EC-Karte), die im stationären Handel und an Geldautomaten die wichtigste Bezahlkarte ist, im Ausland und beim Online-Shopping aber an ihre Grenzen stößt. Viele Banken liefern zusätzlich eine Visa- oder Mastercard-Debitkarte mit, die weltweit einsetzbar ist und Apple Pay sowie Google Pay unterstützt. Bei einigen Filialbanken, darunter Sparkassen und Volksbanken Raiffeisenbanken, lässt sich sogar die Girocard selbst in Apple Pay hinterlegen, was bei reinen Direktbanken nicht möglich ist.

Prüfen Sie beim Vergleich konkret, welche Karten im gewählten Kontomodell enthalten sind, ob dafür ein Aufpreis anfällt und welche Zahlungswege (kontaktlos, mobil, online) tatsächlich unterstützt werden. Eine ausführliche Gegenüberstellung von Girocard, Debitkarte und Kreditkarte finden Sie in unserem Ratgeber Girocard: Kosten, Gebühren und Vergleich.

Für Reisende wichtig: Wer regelmäßig ins Ausland fährt, sollte unbedingt auf eine zusätzliche Visa- oder Mastercard achten, da die Girocard seit der Abschaffung von Maestro und V Pay überwiegend nur noch in Deutschland funktioniert.

ZINSEN

Dispozins und Guthabenzinsen vergleichen

Ein oft übersehenes, aber teures Vergleichskriterium.

Dispozins: teils große Unterschiede

Der Zinssatz für den eingeräumten Dispokredit unterscheidet sich zwischen den Banken teils erheblich. Wer regelmäßig ins Minus rutscht, sollte diesen Punkt beim Vergleich besonders ernst nehmen, denn hohe Dispozinsen summieren sich über das Jahr schnell zu einem dreistelligen Betrag.

Manche Filialbanken bieten im Beratungsgespräch individuelle Konditionen an, die im Preisverzeichnis nicht ausgewiesen sind, ein Nachfragen kann sich hier lohnen.

Guthabenverzinsung auf dem Girokonto

Einige Girokonten verzinsen das Guthaben, meist begrenzt auf einen bestimmten Betrag oder für einen begrenzten Zeitraum als Neukundenangebot. Für größere Rücklagen lohnt sich in der Regel dennoch ein separates Tagesgeldkonto, das meist besser verzinst wird.

Achten Sie darauf, ob es sich um eine dauerhafte Verzinsung handelt oder um eine befristete Aktion, die nach einigen Monaten automatisch endet.

KONTOWECHSEL

Girokonto wechseln: So funktioniert es

Ein Wechsel ist unkomplizierter, als viele Verbraucher denken.

Nach dem Zahlungskontengesetz (ZKG) haben Verbraucher in Deutschland Anspruch auf einen Kontowechselservice. Die neue Bank holt dafür mit Ihrer Zustimmung Informationen zu Daueraufträgen, Lastschriften und eingehenden Zahlungen bei der alten Bank ein und richtet diese am neuen Konto automatisch ein. Sie müssen also nicht mehr jeden Vertragspartner einzeln über die neue IBAN informieren.

In der Praxis läuft ein Wechsel in wenigen Schritten ab: Neues Konto eröffnen, Kontowechselservice im Online-Banking oder in der Filiale beauftragen, Bestätigung abwarten und für eine Übergangszeit von wenigen Wochen beide Konten parallel im Blick behalten, bis alle Zahlungen zuverlässig über das neue Konto laufen. Erst danach sollten Sie das alte Konto kündigen.

Gut zu wissen: Sowohl Direktbanken als auch Filialbanken wie die Volksbank Raiffeisenbank bieten einen digitalen Kontowechselservice an. Bei Filialbanken lässt sich der Wechsel zusätzlich in einem persönlichen Beratungstermin klären, was gerade bei komplexeren Kontoverbindungen (etwa mit mehreren Daueraufträgen oder Gemeinschaftskonten) hilfreich sein kann.

ENTSCHEIDUNGSHILFE

Checkliste: Welches Girokonto passt zu mir?

Sechs Fragen, die Sie sich vor der Kontoeröffnung stellen sollten.

  • Wie oft brauche ich eine Filiale? Für Bargeldeinzahlungen, Beratung oder Amtsgänge kann eine Filialbank wie die Volksbank Raiffeisenbank sinnvoller sein als eine reine Direktbank.
  • Erfülle ich den Mindestgeldeingang? Prüfen Sie realistisch, ob Gehalt oder Rente regelmäßig auf dem Konto eingehen, um Zusatzgebühren zu vermeiden.
  • Welche Karten benötige ich? Nur Girocard für Deutschland, oder zusätzlich eine Debit- beziehungsweise Kreditkarte für Reisen und Online-Shopping?
  • Wie wichtig ist mir persönliche Beratung? Bei Baufinanzierung, Vorsorge oder Erbschaften ist ein fester Ansprechpartner vor Ort oft Gold wert.
  • Wie hoch darf der Dispozins sein? Wer den Dispo regelmäßig nutzt, sollte diesen Punkt stärker gewichten als die reine Kontoführungsgebühr.
  • Möchte ich Mitglied werden? Bei einer genossenschaftlichen Volksbank Raiffeisenbank ist neben dem Girokonto auch der Erwerb von Genossenschaftsanteilen möglich.

Fazit: Ein pauschal „bestes“ Girokonto gibt es nicht. Wer digital affin ist und selten eine Filiale braucht, fährt mit einer Direktbank meist günstiger. Wer Wert auf Beratung, Bargeldservice und regionale Nähe legt, findet bei einer Filialbank wie der Volksbank Raiffeisenbank ein Girokonto, das diese Leistungen von Haus aus mitbringt.

HÄUFIGE FRAGEN

Häufig gestellte Fragen zum Girokonto-Vergleich

Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um Auswahl und Wechsel des Girokontos.

Was kostet ein Girokonto im Durchschnitt?

Die Spanne reicht von 0 € bei Direktbanken mit Mindestgeldeingang bis zu 300 € im Jahr bei Filialbanken mit umfangreichem Leistungspaket. Sparkassen und Volksbanken Raiffeisenbanken liegen mit ihren Standardmodellen meist irgendwo dazwischen, abhängig vom gewählten Kontomodell.

Entscheidend ist weniger der Durchschnittswert als die Frage, welche Leistungen im jeweiligen Preis enthalten sind und ob Sie diese auch tatsächlich nutzen.

Ist ein kostenloses Girokonto wirklich kostenlos?

Häufig nur unter Bedingungen. Viele Banken verlangen einen monatlichen Mindestgeldeingang, ein bestimmtes Höchstalter oder eine Mindestanzahl an Kartenzahlungen. Wird die Bedingung verfehlt, fällt rückwirkend oder ab dem Folgemonat eine Gebühr an.

Lesen Sie deshalb immer das Preis- und Leistungsverzeichnis, nicht nur das Werbeversprechen auf der Startseite des Anbieters.

Was ist der Unterschied zwischen Filialbank und Direktbank?

Eine Filialbank wie eine Sparkasse oder Volksbank Raiffeisenbank unterhält ein Netz aus Geschäftsstellen mit persönlicher Beratung vor Ort. Eine Direktbank verzichtet auf Filialen und wickelt Bankgeschäfte ausschließlich online oder telefonisch ab.

Filialbanken sind dadurch tendenziell etwas teurer, bieten dafür aber Bargeldservice, persönliche Ansprechpartner und regionale Nähe, wie sie etwa das Regionalprinzip der Volksbanken Raiffeisenbanken vorsieht.

Wie oft sollte ich mein Girokonto vergleichen?

Ein Vergleich alle ein bis zwei Jahre reicht in der Regel aus, da sich Konditionen wie Kontoführungsgebühren, Dispozinsen oder Freibeträge regelmäßig ändern. Als grobe Orientierung gilt: Zahlen Sie mehr als 60 € im Jahr und nutzen die enthaltenen Leistungen kaum, lohnt sich ein genauerer Blick auf Alternativen.

Nutzen Sie dafür gerne unseren Bankenvergleich.

Wie funktioniert der Kontowechselservice?

Nach dem Zahlungskontengesetz übernimmt die neue Bank mit Ihrer Zustimmung automatisch die Informationen zu Daueraufträgen, Lastschriften und regelmäßigen Zahlungseingängen von der alten Bank. Sie müssen Vertragspartner nicht mehr einzeln über die neue IBAN informieren.

Kündigen Sie das alte Konto erst, wenn alle Zahlungen nachweislich über das neue Konto laufen, meist nach vier bis sechs Wochen.

Was bedeutet Mitgliedschaft bei einer Volksbank Raiffeisenbank?

Volksbanken und Raiffeisenbanken sind als Genossenschaften organisiert. Kunden können zusätzlich zum Girokonto Genossenschaftsanteile erwerben und damit Mitglied werden. Mitglieder erhalten ein Stimmrecht auf der Generalversammlung und können, sofern die Bank es beschließt, eine Dividende auf ihre Anteile erhalten.

Eine Mitgliedschaft ist keine Voraussetzung, um ein Girokonto bei einer Volksbank Raiffeisenbank zu eröffnen, wird aber häufig zusätzlich angeboten.

Brauche ich für ein Girokonto eine SCHUFA-Auskunft?

Banken holen bei der Kontoeröffnung in der Regel eine SCHUFA-Auskunft ein, um die Bonität zu prüfen, insbesondere wenn ein Dispositionskredit eingeräumt werden soll. Ein negativer SCHUFA-Eintrag führt nicht automatisch zur Ablehnung, kann die Kontoeröffnung aber erschweren.

Jede Bank in Deutschland ist zudem verpflichtet, Verbrauchern ein Basiskonto auf Guthabenbasis anzubieten, unabhängig von der Bonität.

Kann ich mehrere Girokonten gleichzeitig führen?

Ja, es gibt keine gesetzliche Beschränkung auf ein Girokonto pro Person. Viele Verbraucher kombinieren bewusst eine Filialbank für Bargeldservice und Beratung mit einer Direktbank als kostengünstiges Zweitkonto für den Alltag oder für Reisen.

Beachten Sie dabei, dass für jedes zusätzliche Konto erneut Kontoführungsgebühren anfallen können.

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Quellen

Stand der Angaben: August 2026. Alle Informationen wurden sorgfältig recherchiert. Für Vollständigkeit und Aktualität kann keine Gewähr übernommen werden.