Girocard: Was kostet sie und wo gibt es sie noch kostenlos?
Die Girocard (früher EC-Karte) wird bei vielen Direktbanken zur Bezahlpflicht. ING verlangt 1,49 € pro Monat, DKB 0,99 €, comdirect 1,00 €. Wir zeigen, welche Banken die Girocard noch kostenlos anbieten und worauf es 2026 wirklich ankommt.
Das Wichtigste auf einen Blick
Kosten 2026
ING 1,49 €, DKB 0,99 €, comdirect 1,00 € pro Monat. Bei der C24 Smart und vielen Sparkassen-Modellen weiterhin enthalten.
Nur Deutschland
Neue Girocards seit 2023 ohne Maestro oder V Pay. Im Ausland nicht nutzbar, dafür braucht es zusätzlich eine Visa- oder Mastercard.
Mobile Payment
Apple Pay funktioniert mit Girocard nur bei Sparkassen und Volksbanken. Google Pay mit Girocard ist gar nicht möglich.
Inhaltsverzeichnis
Was ist eine Girocard?
Die wichtigste Bezahlkarte Deutschlands kompakt erklärt
Die Girocard ist die mit Abstand am weitesten verbreitete Bezahlkarte in Deutschland. Mit rund 100 Millionen ausgegebenen Karten findet sie sich in fast jedem deutschen Portemonnaie. Bis 2007 hieß sie offiziell EC-Karte (von „electronic cash“), seitdem trägt sie den Namen Girocard, weil sie direkt mit dem Girokonto verknüpft ist. Im Sprachgebrauch verwenden viele Menschen beide Begriffe weiterhin synonym, technisch handelt es sich um dieselbe Karte.
Das kann die Girocard
- Bezahlen an deutschen Kassen mit PIN oder kontaktlos
- Bargeld am Geldautomaten abheben
- Bargeld an Supermarktkassen abheben (Cashback)
- Bargeld am Automaten einzahlen (bei eigener Bank)
Das kann die Girocard nicht
- Online bezahlen (kaum von Shops akzeptiert)
- Im Ausland einsetzen (seit 2023 ohne Maestro/V Pay)
- Mietwagen oder Hotels als Kaution buchen
- Mit Google Pay verknüpfen
Vom Eurocheque zur Girocard: ein kurzer Rückblick
Die Geschichte der Girocard reicht bis in die 1970er-Jahre zurück. Damals starteten die deutschen Banken das Eurocheque-System, mit dem Verbraucher Schecks im Ausland einlösen konnten. Aus dem Eurocheque entwickelte sich später das Electronic-Cash-Verfahren, also das Bezahlen mit Karte und PIN. 2007 fassten die deutschen Banken und Sparkassen ihre Systeme zusammen und tauften die Karte in Girocard um. Funktional blieb fast alles beim Alten, der Name EC-Karte hat sich im Volksmund jedoch bis heute gehalten.
Wichtig zu wissen: EC-Karte und Girocard sind heute dasselbe Produkt. Wenn Ihre Bank von einer „EC-Karte“ spricht, meint sie technisch eine Girocard. Beide Begriffe werden oft synonym verwendet, auch wenn der Name EC-Karte offiziell seit 2007 nicht mehr existiert.
Girocard, Debitkarte und Kreditkarte: die Unterschiede
Drei Kartentypen, drei Funktionsweisen. Wir erklären, wo die Unterschiede liegen.
Girocard
Deutsches Debitkartensystem
- Sofortige Abbuchung vom Girokonto
- Nur in Deutschland nutzbar
- Bargeldeinzahlung am Automaten
- Online-Shopping kaum möglich
Debitkarte
Visa Debit oder Mastercard Debit
- Sofortige Abbuchung vom Girokonto
- Weltweit einsetzbar
- Online-Zahlungen problemlos möglich
- Selten als Mietwagen-Kaution akzeptiert
Kreditkarte
Echte Visa oder Mastercard Credit
- Monatliche Sammelabrechnung
- Eigener Verfügungsrahmen
- Kautionen für Hotels/Mietwagen
- Oft mit Jahresgebühr verbunden
Direkter Vergleich auf einen Blick
| Merkmal | Girocard | Debitkarte | Kreditkarte |
|---|---|---|---|
| Abbuchung | Sofort | Sofort | Monatlich |
| Geltungsbereich | Nur Deutschland | Weltweit | Weltweit |
| Online bezahlen | Selten | Ja | Ja |
| Apple Pay | Nur Sparkasse/VR | Ja | Ja |
| Google Pay | Nein | Ja | Ja |
| Mietwagen-Kaution | Nein | Selten | Ja |
| Verfügungsrahmen | Kontostand + Dispo | Kontostand + Dispo | Eigener Rahmen |
| Bargeld einzahlen | Ja | Eingeschränkt | Nein |
Was kostet die Girocard 2026?
Immer mehr Banken verlangen für die Girocard eine Monatsgebühr. Hier finden Sie die aktuellen Konditionen.
Die kostenlose Girocard wird zum Auslaufmodell. Während sie früher bei fast jeder Bank im Girokonto enthalten war, verlangen heute viele Direktbanken eine separate Monatsgebühr. Das hat zwei Gründe: Erstens setzen die Banken zunehmend auf die Visa Debitkarte oder Mastercard Debit als Hauptkarte, weil diese international funktioniert und höhere Händler-Gebühren generiert. Zweitens kostet die Girocard die Banken Geld, da sie an das deutsche Girocard-System Lizenzgebühren zahlen müssen.
Wer 2026 eine Girocard möchte, sollte die Konditionen genau prüfen. Die Spannweite reicht von 0 € pro Monat (etwa beim C24 Smart Konto oder beim Starterkonto vieler Sparkassen) über 0,99 € bei der DKB bis zu 1,49 € monatlich bei der ING. Über das Jahr summiert sich das auf bis zu 17,88 €, die Sie für eine reine Inland-Karte zahlen.
Versteckte Zusatzkosten beachten
Neben der monatlichen Grundgebühr können weitere Kosten auf Sie zukommen:
- Bargeldgebühren am Fremdautomaten: Bei manchen Banken (z. B. ING) bis zu 5 € pro Abhebung außerhalb des eigenen Automatennetzes.
- Auslandseinsatzentgelt: Bei alten Girocards mit Maestro/V Pay rund 1,75 % bis 2,2 % der Umsatzsumme im Ausland.
- Ersatzkartengebühren: Bei Verlust oder Diebstahl 5 € bis 15 € für eine neue Karte.
Girocards der großen Banken im Vergleich
Wir haben die Konditionen der fünf bekanntesten Anbieter verglichen. Eine Bank sticht dabei besonders heraus, weil sie die Girocard kostenlos zum kostenfreien Girokonto anbietet.
ING
1,49 € / MonatOptionale Zusatzkarte zum Girokonto. Visa Debit ist Standard, Girocard kostet extra.
- 17,88 € pro Jahr
- Kein Maestro/V Pay mehr (nur Inland)
- Bargeldgebühren an vielen Fremdautomaten
- Monatlich kündbar
DKB
0,99 € / MonatWahlweise zum DKB-Cash-Konto bestellbar. Aktivkundenstatus reduziert keine Gebühr.
- 11,88 € pro Jahr
- Kein Maestro/V Pay mehr (nur Inland)
- Visa Debit als Hauptkarte kostenlos
- Monatlich kündbar
comdirect
1,00 € / MonatSeit 2024 kein Standard mehr. Kostenfrei nur für unter 28-Jährige im Konto „Aktiv“.
- 12,00 € pro Jahr
- Bargeld an Cash-Group-Automaten kostenlos
- Bargeld einzahlen kostenlos
- Unter 28: Karte kostenlos
Sparkasse
je nach ModellIn den meisten kostenpflichtigen Kontomodellen enthalten. Beim Komfort-Konto oft inklusive, beim Online-Konto teils Aufpreis.
- Konto: ca. 3,90 € bis 9,90 € pro Monat
- Apple Pay mit Girocard möglich
- Persönliche Beratung in der Filiale
- Kein Google Pay mit Girocard
C24 Smart
EmpfehlungGirocard UND Mastercard dauerhaft kostenlos im Smart-Konto enthalten.
- 0 € Kontoführung, ohne Mindestgehaltseingang
- Kostenlose Mastercard Debit (weltweit)
- 4x kostenlos Bargeld pro Monat
- Apple Pay und Google Pay
Girocard-Kosten im Direktvergleich
| Bank | Girocard pro Monat | Pro Jahr | Konto-Grundgebühr |
|---|---|---|---|
| C24 Smart | 0,00 € | 0,00 € | 0,00 € |
| Sparkasse (Standard) | im Konto enthalten | im Konto enthalten | 3,90 € bis 9,90 € |
| DKB | 0,99 € | 11,88 € | 0,00 € (mit Geldeingang) |
| comdirect | 1,00 € | 12,00 € | 0,00 € (mit 700 € Geldeingang) |
| ING | 1,49 € | 17,88 € | 0,00 € (mit 700 € Geldeingang) |
Hinweis: Die Konto-Grundgebühren beziehen sich auf das jeweilige Standardkonto und können sich durch Bedingungen wie Mindestgeldeingang oder Aktionen verändern. Aktuelle Konditionen finden Sie auf den jeweiligen Bankseiten oder im Bankenvergleich.
C24 Smart: Girocard und Mastercard kostenlos
Während ING, DKB und comdirect bis zu 17,88 € pro Jahr für die Girocard verlangen, bekommen Sie bei der C24 Bank im Smart-Konto beide Karten dauerhaft kostenlos. Plus: 0,5 % Zinsen aufs Guthaben, kostenloses Online-Banking und Cashback bei jedem Einkauf.
- Girocard und Mastercard im PaketEinzigartig im deutschen Markt: zwei vollwertige Karten ohne Aufpreis.
- 0,5 % Zinsen aufs GuthabenAuch bei kleinen Beträgen aufs gesamte Tagesguthaben.
- Pockets als Unterkonten4 Unterkonten zum Sparen, ohne extra Konto zu eröffnen.
- Apple Pay und Google PayMobiles Bezahlen mit beiden Karten möglich.
- Deutsche Banklizenz, BaFin-reguliertEinlagen bis 100.000 € geschützt.
Mehr Details zur C24 Bank finden Sie auf unserer C24-Übersichtsseite oder im großen Bankenvergleich.
Girocard im Alltag: wo Sie sie nutzen können
Die Stärken der Girocard liegen klar im stationären deutschen Handel.
Im Einzelhandel
Mit über 70 % Marktanteil ist die Girocard die wichtigste Kartenzahlungsmethode in Deutschland. Praktisch jeder Supermarkt, Bäcker, Drogeriemarkt und Tankstelle akzeptiert sie. Bei kleineren Händlern, Kiosken und Behörden ist sie oft sogar die einzige akzeptierte Karte.
- Kontaktloses Bezahlen unter 50 € meist ohne PIN
- Über 50 € PIN-Eingabe nötig
Bargeldabhebung am Automaten
An Automaten Ihrer eigenen Bank ist die Bargeldabhebung in der Regel kostenlos. Bei Fremdautomaten zahlen Sie meist eine Gebühr (oft 4 € bis 6 € pro Vorgang), die Ihnen vor der Auszahlung am Display angezeigt wird.
- Sparkassen-Verbund: ca. 22.000 Automaten
- Cash Group (Commerzbank, Deutsche Bank, HVB): ca. 6.000 Automaten
- BankCard ServiceNetz (Volksbanken): ca. 13.800 Automaten
Cashback an der Supermarktkasse
Ein Vorteil der Girocard: An vielen Supermarktkassen können Sie sich beim Bezahlen kostenlos Bargeld auszahlen lassen. Bei einem Mindesteinkauf (meist 5 € oder 10 €) sind Auszahlungen bis 200 € möglich. Diese Cashback-Funktion gibt es bei Debitkarten oft nicht oder nur eingeschränkt.
Teilnehmer: REWE, Penny, Edeka, Netto, Aldi Süd, dm, Rossmann, Lidl, Kaufland, Real, toom Baumarkt.
Bargeld einzahlen am Automaten
Eine Stärke der Girocard gegenüber reinen Debitkarten: Sie können damit Bargeld am Automaten Ihrer Bank einzahlen. Bei Visa- oder Mastercard-Debitkarten ist das oft nicht möglich oder nur über kostenpflichtige Drittanbieter (z. B. Barzahlen.de) zu Gebühren von etwa 1,5 % bis 2 % der Einzahlsumme.
Tipp: Wenn Sie regelmäßig Bargeld einzahlen müssen (z. B. als Kleinunternehmer oder bei Trinkgeldern), ist eine Girocard fast unverzichtbar.
Girocard im Ausland und beim Online-Shopping
Die Girocard ist ein deutsches System und stößt im Ausland sowie im Internet schnell an Grenzen.
Das Aus für Maestro und V Pay
Bis 2023 trugen die meisten Girocards zusätzlich das Logo von Maestro (Mastercard) oder V Pay (Visa). Damit konnten Sie die Karte auch im europäischen Ausland nutzen, etwa beim Bargeldabheben in Italien oder Spanien. Doch Mastercard hat das Maestro-System zum 1. Juli 2023 eingestellt. Auch V Pay wird von Visa schrittweise abgekündigt. Neue Girocards werden seit 2023 ohne diese internationalen Zusatzfunktionen ausgegeben.
Konkret bedeutet das: Wenn Sie eine moderne Girocard haben, die nach 2023 ausgestellt wurde, funktioniert sie ausschließlich an deutschen Geldautomaten und in deutschen Geschäften. Im Ausland erhalten Sie weder Bargeld am Automaten, noch können Sie an der Ladenkasse zahlen. Eine zusätzliche Visa- oder Mastercard wird damit zur Pflicht für Reisende.
Tipp: Prüfen Sie Ihre Girocard. Trägt sie noch ein Maestro- oder V-Pay-Logo (ältere Karten), funktioniert sie auch im Ausland (mit Auslandseinsatzentgelt). Bei neueren Karten ohne diese Logos hilft nur eine zusätzliche Debit- oder Kreditkarte.
Beste Lösung: Banken wie C24, DKB oder ING bieten kostenlose Visa- oder Mastercard-Debitkarten an, mit denen Sie weltweit gebührenfrei zahlen können.
Online-Shopping: hier ist die Girocard machtlos
Im Internet ist die Girocard nur sehr eingeschränkt nutzbar. Anders als Visa-, Mastercard- oder American-Express-Karten verfügt sie nicht über die nötige Infrastruktur für Online-Zahlungen. Praktisch kein Online-Shop akzeptiert die Girocard direkt, abgesehen von wenigen Sonderlösungen wie giropay (das mittlerweile auch eingestellt wurde).
Wer beim Online-Einkauf bargeldlos und schnell zahlen möchte, braucht zusätzlich eine Visa- oder Mastercard, eine Debitkarte oder zumindest einen PayPal-Account. Hier sind Kontomodelle wie das C24 Smart-Konto im Vorteil, weil sie standardmäßig eine vollwertige Mastercard Debit zur Girocard mitliefern, mit der Sie sowohl im Internet als auch weltweit zahlen können.
Apple Pay und Google Pay mit der Girocard
Beim mobilen Bezahlen zeigt sich, wie unterschiedlich die Banken mit der Girocard umgehen.
Apple Pay mit Girocard
Möglich bei: Sparkassen (seit 2020) und Volksbanken/Raiffeisenbanken.
Nicht möglich bei: ING, DKB, comdirect, Consorsbank und den meisten Direktbanken. Hier funktioniert Apple Pay nur mit der Visa- oder Mastercard.
Einschränkung: Auch bei Sparkassen lässt sich die digitale Girocard in Apple Pay nicht für Online-Zahlungen verwenden, sondern nur an Ladenkassen mit kontaktlosem Bezahlen.
Google Pay mit Girocard
Status: nicht möglich. Aktuell unterstützt keine deutsche Bank die Girocard in Google Pay. Sparkassen und VR-Banken bieten stattdessen eigene Apps an („Mobiles Bezahlen“, „Pay App“), die technisch ähnlich funktionieren, aber außerhalb des Google-Pay-Ökosystems laufen.
Workaround: Google Pay funktioniert mit der Visa- oder Mastercard-Debitkarte Ihrer Bank. Wer aufs Bezahlen per Smartphone Wert legt, sollte daher unbedingt zusätzlich eine Debitkarte besitzen.
Fazit zum mobilen Bezahlen: Wer mit dem Smartphone bezahlen möchte und nicht Sparkassen-Kunde ist, kommt an einer Visa- oder Mastercard nicht vorbei. Beim C24 Smart-Konto ist diese kostenlos enthalten, sodass Sie Apple Pay und Google Pay ohne Einschränkungen nutzen können.
Brauche ich überhaupt noch eine Girocard?
Eine berechtigte Frage. Wir zeigen, in welchen Situationen sich die Karte lohnt und wann nicht.
Girocard lohnt sich, wenn ...
- Sie regelmäßig Bargeld am Automaten einzahlen (z. B. Kleinunternehmer, Freiberufler).
- Sie häufig bei kleinen Händlern einkaufen, die keine Visa- oder Mastercard akzeptieren (Bäcker, Wochenmarkt, Kioske).
- Sie Behörden- und Amtsgänge erledigen müssen (Bürgeramt, Standesamt, KFZ-Zulassungsstelle).
- Sie regelmäßig Cashback an der Supermarktkasse nutzen wollen.
- Sie ein Backup zur Hauptkarte haben möchten.
- Sie beim Sparkassen-Kunden sind und Apple Pay nutzen wollen (klassische Girocard ohne Aufpreis).
Girocard ist verzichtbar, wenn ...
- Sie hauptsächlich online einkaufen (Amazon, Zalando und Co. akzeptieren keine Girocard).
- Sie regelmäßig ins Ausland reisen (Girocard funktioniert dort nicht).
- Ihre Bank dafür eine monatliche Gebühr verlangt und Sie sie selten nutzen.
- Sie konsequent mit dem Smartphone (Apple Pay/Google Pay) bezahlen und keine Sparkassen-Kunde sind.
- Sie häufig Mietwagen oder Hotels buchen (Kaution funktioniert nur mit echter Kreditkarte).
- Sie nur in größeren Supermärkten und Ketten einkaufen, die längst alle Karten akzeptieren.
Unser Praxis-Tipp: Die optimale Lösung ist eine Bank, die beide Karten kostenlos bietet, also Girocard und Visa/Mastercard. So sind Sie für jede Situation gewappnet, ohne extra zu zahlen. Genau das bietet das C24 Smart-Konto: Mastercard Debit als Hauptkarte plus optionale Girocard, beide kostenlos und mit Apple Pay/Google Pay nutzbar.
Sicherheit der Girocard
Was passiert bei Verlust, Diebstahl oder Skimming? Hier die wichtigsten Schutzmechanismen.
PIN-Schutz
Ab 50 € benötigen Sie eine vierstellige PIN. Auch bei kontaktlosen Zahlungen wird nach mehreren Vorgängen oder hohen Einzelbeträgen die PIN abgefragt.
EMV-Chip
Seit 2011 erfolgen Zahlungen ausschließlich über den Chip, der deutlich schwerer zu kopieren ist als der alte Magnetstreifen. Damit sind Skimming-Angriffe stark zurückgegangen.
Sperrnotruf 116 116
Bei Verlust oder Diebstahl rund um die Uhr kostenlos die Karte sperren lassen. Aus dem Ausland: +49 30 4050 4050. Schnelles Handeln schützt vor Schaden.
Haftung bei Missbrauch
Bei einem Schaden durch eine verlorene oder gestohlene Girocard haften Sie als Karteninhaber bis zur Sperrung mit höchstens 50 € (gesetzliche Eigenhaftung). Voraussetzung: Sie haben sorgfältig mit Karte und PIN umgehört, also etwa die PIN nicht in der Geldbörse aufbewahrt und die Karte nicht unbeaufsichtigt liegen lassen.
Nach der Sperrung haftet die Bank für alle weiteren Schäden, sofern keine grobe Fahrlässigkeit vorliegt. Mehr zum Thema lesen Sie in unserem Ratgeber Konto und Karte richtig schützen.
Was ist die Scheme-Manager-Fee 2026?
Eine neue Gebühr im Girocard-System sorgt für Diskussionen. Wir erklären, was Sie als Verbraucher wissen müssen.
Zum 1. Januar 2026 hat die EURO Kartensysteme GmbH eine neue Gebühr im Girocard-System eingeführt: die Scheme-Manager-Fee. Sie beträgt 0,00209 % des Girocard-Umsatzes pro Transaktion und dient dazu, die technische Weiterentwicklung des Systems zu finanzieren (etwa Sicherheitsupdates und neue Funktionen).
Wichtig zu wissen: Diese Gebühr betrifft ausschließlich Händler, nicht Verbraucher. Wer mit der Girocard bezahlt, merkt davon zunächst nichts. Allerdings könnten Händler die Mehrkosten langfristig in ihre Preise einkalkulieren oder Verbraucher zur Kreditkartenzahlung drängen. Bei Beträgen unter 1 € fällt die Gebühr unter Umständen auf den Mindestbetrag, was die Effektiv-Kosten leicht erhöht.
Für Sie als Privatkunde: Sie müssen nichts unternehmen. Die Scheme-Manager-Fee ist eine Händlergebühr und wird nicht auf Ihrer Abrechnung auftauchen. Die monatlichen Girocard-Gebühren Ihrer Bank bleiben davon unberührt.
Häufig gestellte Fragen zur Girocard
Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um die Girocard 2026.
Was ist der Unterschied zwischen Girocard und EC-Karte?
Es gibt keinen Unterschied. Bis 2007 hieß die Karte offiziell EC-Karte (von „electronic cash“). Seit der Vereinheitlichung der deutschen Kartensysteme heißt sie Girocard, weil sie an das Girokonto gekoppelt ist. Im Volksmund hat sich der Name EC-Karte gehalten, technisch sind beide Begriffe identisch.
Wenn Ihre Bank also von einer „EC-Karte“ spricht oder Sie diesen Begriff im Alltag verwenden, ist immer die Girocard gemeint.
Was ist der Unterschied zwischen Girocard und Debitkarte?
Die Girocard ist eigentlich eine Debitkarte (Zahlung wird sofort vom Konto abgebucht). Im Sprachgebrauch wird mit „Debitkarte“ aber meist eine internationale Karte gemeint, also Visa Debit oder Mastercard Debit. Diese funktionieren weltweit, sind online einsetzbar und mit Apple Pay/Google Pay kompatibel.
Die wichtigsten Unterschiede in der Praxis:
- Girocard: nur Deutschland, kaum online nutzbar, kann am Automaten Bargeld einzahlen.
- Debitkarte (Visa/Mastercard): weltweit, online problemlos, oft kostenlos.
Welche Bank bietet die Girocard noch kostenlos an?
Die C24 Bank bietet im Smart-Konto sowohl die Girocard als auch eine Mastercard Debit dauerhaft kostenlos an, ohne Mindestgehaltseingang oder versteckte Bedingungen. Bei vielen Sparkassen und Volksbanken ist die Girocard ebenfalls in den kostenpflichtigen Kontomodellen enthalten, allerdings zahlen Sie dann für das Konto selbst (etwa 3,90 € bis 9,90 € pro Monat).
Bei reinen Online-Banken wie ING (1,49 €/Monat), DKB (0,99 €/Monat) und comdirect (1,00 €/Monat) ist die Girocard immer kostenpflichtig.
Funktioniert die Girocard im Ausland?
Bei neuen Karten ab 2023: Nein. Mastercard hat das Maestro-System zum 1. Juli 2023 eingestellt, V Pay wird ebenfalls schrittweise abgekündigt. Neue Girocards werden ohne diese Zusatzfunktionen ausgegeben und funktionieren ausschließlich an deutschen Akzeptanzstellen.
Bei älteren Karten mit Maestro/V Pay: Ja, eingeschränkt. Im EU-Ausland können Sie damit zahlen und Bargeld abheben, allerdings fallen meist Auslandseinsatzentgelte von 1,75 % bis 2,2 % an.
Für Auslandsreisen empfiehlt sich eine zusätzliche kostenlose Visa- oder Mastercard, etwa von C24 oder DKB.
Kann ich mit der Girocard Apple Pay nutzen?
Mit der Girocard funktioniert Apple Pay nur bei Sparkassen (seit August 2020) sowie bei Volks- und Raiffeisenbanken. Bei Direktbanken wie ING, DKB, comdirect oder C24 ist die digitale Girocard in Apple Pay nicht hinterlegbar, hier nutzen Sie Apple Pay über die Visa- oder Mastercard.
Auch bei Sparkassen gibt es eine Einschränkung: Online-Zahlungen über die digitale Girocard in Apple Pay sind nicht möglich, nur Zahlungen an Ladenkassen mit kontaktlosem Bezahlen.
Funktioniert die Girocard mit Google Pay?
Nein, aktuell unterstützt keine deutsche Bank die Girocard in Google Pay. Sparkassen und VR-Banken bieten zwar eigene Apps für Android-Smartphones („Mobiles Bezahlen“, „VR Pay App“), die ähnlich funktionieren, aber außerhalb des Google-Pay-Systems laufen.
Wenn Sie konsequent mit Google Pay bezahlen wollen, brauchen Sie eine Visa- oder Mastercard-Debitkarte. Die ist beim C24 Smart-Konto kostenlos enthalten.
Kann ich mit der Girocard online bezahlen?
In der Regel nicht. Anders als Visa- oder Mastercard verfügt die Girocard nicht über eine 16-stellige Kartennummer mit CVC-Code, die für Online-Zahlungen nötig ist. Praktisch kein Online-Shop akzeptiert die Girocard direkt als Zahlungsmittel.
Frühere Lösungen wie giropay oder Kwitt unterstützten Online-Zahlungen mit Girocard, sind inzwischen aber eingestellt. Wer online einkauft, braucht eine Kreditkarte, eine Debitkarte oder PayPal.
Wie lange ist eine Girocard gültig?
Die Gültigkeit beträgt in der Regel vier Jahre, das Ablaufdatum steht auf der Kartenvorderseite (z. B. „12/29“ für Dezember 2029). Vor Ablauf schickt Ihnen Ihre Bank automatisch eine neue Karte zu, meist im letzten Gültigkeitsmonat.
Die alte Karte sollten Sie nach Erhalt der neuen vernichten (Chip durchschneiden, Magnetstreifen zerstören). Die PIN bleibt in der Regel gleich, sodass Sie sich nichts neu merken müssen.
Wie viel Bargeld kann ich mit der Girocard abheben?
Standardmäßig sind 1.000 € pro Tag üblich, wobei die genaue Höhe von Ihrer Bank und Ihrem Kontomodell abhängt. Manche Banken bieten Tageslimits von 1.500 € oder 2.000 € an. Im Online-Banking oder über die Banking-App können Sie das Limit oft selbst anpassen.
An Fremdautomaten gibt es zusätzlich technische Begrenzungen pro Vorgang (meist 200 € bis 1.000 €), und es können Gebühren von 4 € bis 6 € pro Abhebung anfallen, die der Automatenbetreiber erhebt.
Was tun bei Verlust oder Diebstahl der Girocard?
Sofort den zentralen Sperr-Notruf 116 116 anrufen (kostenlos, 24/7 erreichbar). Aus dem Ausland: +49 30 4050 4050. Halten Sie Ihre IBAN bereit. Die Sperrung erfolgt sofort und kostenlos.
Bei Diebstahl sollten Sie zusätzlich Anzeige bei der Polizei erstatten, das ist wichtig für eventuelle Schadensersatzansprüche gegenüber der Bank. Eine neue Karte erhalten Sie in der Regel innerhalb von 5 bis 10 Werktagen, manchmal gegen Gebühr (5 € bis 15 €).
Schluss mit Girocard-Gebühren
Sparen Sie sich bis zu 17,88 € pro Jahr und holen Sie sich beim C24 Smart-Konto Girocard und Mastercard kostenlos. Inklusive 0,5 % Zinsen aufs Guthaben und Cashback bei jedem Einkauf.
✓ Bedingungslos kostenlos ✓ Deutsche Banklizenz ✓ Einlagen bis 100.000 € geschützt
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Zum VergleichQuellen
- Deutsche Kreditwirtschaft / girocard.eu: Girocard Jahreszahlen 2025 (girocard.eu)
- Deutsche Bundesbank: Zahlungsverkehr im Wandel: Kontaktloses Zahlen und Echtzeitüberweisungen auf dem Vormarsch (bundesbank.de)
- Initiative Deutsche Zahlungssysteme: Aktuelles 2026 (initiative-deutsche-zahlungssysteme.de)
Stand der Angaben: April 2026. Alle Informationen wurden sorgfältig recherchiert. Für Vollständigkeit und Aktualität kann keine Gewähr übernommen werden.