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10 Min. Lesezeit Aktualisiert: Januar 2026

Probleme beim Kontowechsel? Diese 5 Fehler passieren am häufigsten

Von vergessenen Lastschriften bis zur doppelten Abbuchung – wir zeigen Ihnen die 5 häufigsten Probleme beim Kontowechsel und wie Sie diese schnell und sicher lösen. Mit praktischen Schritt-für-Schritt-Anleitungen und rechtlichen Tipps.

Ringo Dühmke
Experten-Beitrag von:
Ringo Dühmke
Finanzexperte & zertifizierter Finanzberater (§ 34f GewO)

Die 5 häufigsten Probleme auf einen Blick

  • Vergessene Lastschriften: Einzelne Zahlungspartner wurden nicht informiert
  • Doppelte Abbuchungen: Zahlung erfolgt von altem UND neuem Konto
  • Fehlgeschlagene Zahlungen: Altes Konto ist leer, Lastschrift nicht umgestellt
  • Kündigungsprobleme: Altes Konto kann nicht geschlossen werden
  • Verzögerungen: Kontowechselservice dauert länger als 12 Werktage

💡 Wichtig: Die meisten Probleme lassen sich in 24-48 Stunden beheben, wenn Sie schnell handeln!

1

Problem: Vergessene Lastschriften

Einzelne Zahlungspartner wurden nicht über die neue IBAN informiert

Wie das Problem entsteht

Der Kontowechselservice informiert nur Zahlungspartner mit aktivem SEPA-Lastschriftmandat auf dem alten Konto. Folgende Fälle werden oft übersehen:

  • Unregelmäßige Zahlungen: Versicherungen mit jährlicher Zahlung, die gerade nicht aktiv waren
  • Ruhende Mandate: Streaming-Dienste im pausierten Zustand
  • Online-Shops: Amazon, PayPal & Co. ohne aktives SEPA-Mandat
  • Vereinsbeiträge: Sporadische Abbuchungen (z.B. quartalsweise)

So lösen Sie das Problem

1

Kontoauszüge der letzten 12 Monate prüfen

Gehen Sie systematisch durch alle Kontoauszüge und markieren Sie ALLE Lastschriften – auch unregelmäßige. Erstellen Sie eine Liste.

2

Fehlende Zahlungspartner direkt kontaktieren

Informieren Sie alle vergessenen Zahlungspartner sofort über Ihre neue IBAN. Am schnellsten geht das:

  • Online: Im Kundenkonto/Portal die Bankverbindung ändern
  • Per E-Mail: Kundenservice mit neuer IBAN kontaktieren
  • Telefonisch: Bei dringenden Fällen anrufen
3

Altes Konto mit Puffer behalten

Lassen Sie 200-500€ auf dem alten Konto, um vergessene Lastschriften abzufangen. Behalten Sie das alte Konto für 2-3 Monate parallel.

4

Rücklastschriften zurückholen

Falls eine Lastschrift vom leeren alten Konto zurückging: Kontaktieren Sie den Zahlungsempfänger, erklären Sie die Situation und bitten Sie um erneute Abbuchung vom neuen Konto.

⏰ Zeitfaktor: Handeln Sie innerhalb von 24 Stunden, um Mahngebühren zu vermeiden. Die meisten Unternehmen zeigen Verständnis bei Kontowechseln.

Praxis-Tipp: Checkliste für vergessene Zahlungspartner

Jahresversicherungen (Haftpflicht, Hausrat, Rechtsschutz)
Streaming-Dienste (Netflix, Spotify, Disney+)
Online-Shops (Amazon, PayPal, eBay)
Vereinsbeiträge und Mitgliedschaften
Kreditkarten-Abbuchungen
Quartalsweise oder halbjährliche Zahlungen
2

Problem: Doppelte Abbuchungen

Zahlungen erfolgen gleichzeitig von altem UND neuem Konto

Wie das Problem entsteht

Doppelabbuchungen treten auf, wenn Sie sowohl den Kontowechselservice nutzen ALS AUCH manuell Zahlungspartner informieren – oder wenn die alte Bank vergisst, Lastschriften zu stoppen.

Typische Szenarien:

  • • Stromanbieter wurde vom Wechselservice informiert UND Sie haben ihn zusätzlich kontaktiert
  • • Dauerauftrag läuft auf altem Konto weiter, obwohl er aufs neue übertragen wurde
  • • Alte Bank stoppt Lastschriften nicht trotz Wechselauftrag

So lösen Sie das Problem

1

Doppelzahlung sofort identifizieren

Prüfen Sie beide Kontoauszüge parallel. Markieren Sie alle Zahlungen, die doppelt abgebucht wurden. Notieren Sie Datum, Betrag und Zahlungsempfänger.

2

Zahlungsempfänger kontaktieren

Informieren Sie den Zahlungsempfänger über die Doppelzahlung und fordern Sie die Erstattung an:

"Sehr geehrte Damen und Herren,

aufgrund meines Kontowechsels wurde meine Zahlung vom [Datum] in Höhe von [Betrag]€ versehentlich doppelt abgebucht – einmal von meinem alten Konto (IBAN: XXX) und einmal von meinem neuen Konto (IBAN: XXX).

Ich bitte um Rückerstattung des doppelt gezahlten Betrags auf mein neues Konto innerhalb von 7 Tagen.

Mit freundlichen Grüßen"

3

Lastschrift auf altem Konto widerrufen

Bei SEPA-Lastschriften haben Sie 8 Wochen Zeit für einen Widerspruch. Kontaktieren Sie Ihre alte Bank und lassen Sie die Lastschrift zurückbuchen.

4

Daueraufträge auf altem Konto löschen

Falls Daueraufträge doppelt laufen: Löschen Sie diese im Online-Banking Ihrer alten Bank oder rufen Sie die Kundenhotline an.

5

Bei der Bank Beschwerde einreichen

Wenn die alte Bank Daueraufträge nicht gelöscht hat: Beschweren Sie sich schriftlich und fordern Sie Schadensersatz für entstandene Kosten (z.B. Dispo-Zinsen).

⚖️ Rechtslage: Bei Doppelabbuchungen durch Bankfehler haftet die Bank nach § 675u BGB. Sie haben Anspruch auf Schadensersatz und Erstattung entgangener Zinsen.

Prävention: So vermeiden Sie Doppelzahlungen

  • Entweder-Oder: Nutzen Sie ENTWEDER den Wechselservice ODER informieren Sie manuell – niemals beides
  • Liste führen: Dokumentieren Sie, welche Zahlungspartner wie informiert wurden
  • Daueraufträge prüfen: Kontrollieren Sie nach 4 Wochen, ob alte Daueraufträge gelöscht wurden
3

Problem: Fehlgeschlagene Zahlungen

Lastschrift scheitert, weil altes Konto leer und neue IBAN nicht hinterlegt ist

Wie das Problem entsteht

Dies ist eines der häufigsten und ärgerlichsten Probleme: Sie haben Ihr Guthaben bereits aufs neue Konto überwiesen, aber ein Zahlungspartner versucht noch, vom leeren alten Konto abzubuchen.

Folgen einer Rücklastschrift:

  • Rücklastschriftgebühren: 2-10€ bei Ihrer Bank
  • Bearbeitungsgebühren: 5-15€ beim Zahlungsempfänger
  • Mahngebühren: Zusätzliche Kosten bei verspäteter Zahlung
  • Negative Schufa-Einträge: Bei mehreren Rücklastschriften möglich
  • Vertragskündigung: Manche Anbieter kündigen nach Rücklastschrift

So lösen Sie das Problem

1

Sofort Kontakt zum Zahlungsempfänger aufnehmen

Rufen Sie SOFORT an (nicht E-Mail!) und erklären Sie die Situation. Bitten Sie um:

  • • Stornierung von Mahngebühren (meist kulant bei Kontowechsel)
  • • Aktualisierung der IBAN in deren System
  • • Erneute Abbuchung vom neuen Konto
2

Rücklastschriftgebühren zurückfordern

Falls die Bank Gebühren berechnet hat: Schreiben Sie eine Beschwerde und verweisen Sie auf den Kontowechselservice. Bei Bankfehler müssen Gebühren erstattet werden.

3

Betrag manuell überweisen

Falls eine erneute Lastschrift nicht möglich ist: Überweisen Sie den Betrag manuell mit Angabe Ihrer Kundennummer und dem Verwendungszweck.

4

Altes Konto mit Puffer auffüllen (wenn nötig)

Falls Sie weitere Rücklastschriften erwarten: Überweisen Sie 200-500€ zurück aufs alte Konto als Notfall-Puffer für die Übergangszeit.

5

Schufa-Einträge vermeiden

Bei mehreren Rücklastschriften: Holen Sie sich eine schriftliche Bestätigung vom Zahlungsempfänger, dass keine negativen Meldungen an die Schufa erfolgen.

⏰ Wichtig: Handeln Sie innerhalb von 24 Stunden! Je schneller Sie reagieren, desto wahrscheinlicher ist ein Gebührenerlass.

Musteranruf beim Zahlungsempfänger

"Guten Tag, mein Name ist [Name], Kundennummer [XXX]. Ich hatte kürzlich einen Kontowechsel und leider ist eine Lastschrift von meinem alten, bereits leeren Konto zurückgegangen. Das war keine Zahlungsverweigerung, sondern ein organisatorisches Problem beim Bankwechsel. Meine neue IBAN ist [XXX]. Können Sie bitte die Mahngebühren kulant streichen und die Zahlung erneut von meinem neuen Konto einziehen? Vielen Dank für Ihr Verständnis."

Tipp: Bleiben Sie höflich aber bestimmt. 90% der Unternehmen zeigen Kulanz bei Kontowechseln, wenn Sie proaktiv Kontakt aufnehmen.

4

Problem: Kündigungsprobleme

Altes Konto kann nicht geschlossen werden oder Bank verweigert Kündigung

Häufigste Kündigungsprobleme

  • Negativer Kontostand: Konto ist im Minus (Dispo überzogen) – Bank verlangt Ausgleich vor Kündigung
  • Offene Lastschriften: Noch nicht abgerechnete SEPA-Mandate verhindern Schließung
  • Verbundene Produkte: Kreditkarten, Depots oder Kredite sind noch aktiv
  • Kündigungsfrist: Bank besteht auf Kündigungsfrist (obwohl bei Girokonten meist nicht zulässig)
  • Fehlende Unterlagen: Schriftliche Kündigung, Legitimation oder Kontovollmacht fehlt

So lösen Sie Kündigungsprobleme

1

Kontostand ausgleichen

Bei negativem Saldo: Überweisen Sie den fehlenden Betrag aufs alte Konto. Prüfen Sie auch offene Gebühren (Kontoführung, Kreditkarte).

2

Alle SEPA-Mandate auflösen

Gehen Sie ins Online-Banking und prüfen Sie unter "SEPA-Mandate" oder "Lastschriften", ob noch aktive Mandate existieren. Diese müssen Sie einzeln widerrufen oder vom Zahlungsempfänger löschen lassen.

3

Verbundene Produkte kündigen

Kündigen Sie separat:

  • Kreditkarten: Meist eigene Kündigung nötig
  • Depot: Separat übertragen oder auflösen
  • Kredite: Können meist nicht vorzeitig gekündigt werden (Konto muss bestehen bleiben)
4

Schriftliche Kündigung einreichen

Senden Sie eine eindeutige schriftliche Kündigung per Einschreiben:

"Hiermit kündige ich mein Girokonto (IBAN: [XXX]) fristlos zum nächstmöglichen Zeitpunkt. Bitte bestätigen Sie mir die Schließung und den Kündigungstermin schriftlich.

Restguthaben bitte auf folgendes Konto überweisen:
IBAN: [Neue IBAN]

Ort, Datum, Unterschrift"

5

Bei Verweigerung: Rechtliche Schritte

Girokonten sind jederzeit ohne Kündigungsfrist kündbar (§ 675h BGB). Weigert sich die Bank dennoch:

  • 1. Beschwerde beim Kundenservice einreichen
  • 2. Ombudsmann der Bank kontaktieren
  • 3. BaFin (Bankenaufsicht) informieren

⚖️ Ihre Rechte: Nach § 675h BGB können Girokonten jederzeit fristlos gekündigt werden. Kündigungsfristen oder "Mindestvertragslaufzeiten" sind bei Girokonten unzulässig!

Häufiger Fehler: Zu frühe Kündigung

Viele kündigen das alte Konto zu früh und erleben dann böse Überraschungen bei vergessenen Lastschriften.

✅ Empfohlene Vorgehensweise:

  1. 1. Neues Konto eröffnen und Kontowechselservice nutzen
  2. 2. Beide Konten mindestens 2-3 Monate parallel führen
  3. 3. 200-500€ Puffer auf altem Konto lassen
  4. 4. Erst kündigen, wenn wirklich keine Bewegungen mehr stattfinden
  5. 5. Nach Kündigung: Kündigungsbestätigung aufbewahren
5

Problem: Verzögerungen beim Kontowechsel

Kontowechselservice dauert länger als die gesetzlichen 12 Werktage

Warum Verzögerungen entstehen

Das Zahlungskontengesetz schreibt vor: Der Kontowechselservice muss binnen 12 Werktagen abgeschlossen sein. Dennoch kommt es immer wieder zu Verzögerungen.

  • Unvollständige Unterlagen: Vollmacht oder Legitimation fehlt
  • Technische Probleme: IT-Systeme der Banken kommunizieren nicht richtig
  • Personalengpässe: Alte Bank bearbeitet Anfragen zu langsam
  • Komplexe Kontosituationen: Gemeinschaftskonten, Vollmachten, Geschäftskonten

So reagieren Sie auf Verzögerungen

1

Frist dokumentieren

Notieren Sie sich das genaue Datum der Vollmachtserteilung. Die 12-Werktage-Frist beginnt an diesem Tag (Wochenenden und Feiertage zählen nicht).

2

Nach 10 Werktagen nachhaken

Wenn nach 10 Werktagen noch nichts passiert ist: Rufen Sie bei Ihrer neuen Bank an und fragen Sie nach dem Status. Lassen Sie sich eine Statusmeldung geben.

3

Schriftliche Mahnung nach 12 Werktagen

Wenn die Frist überschritten ist: Senden Sie eine schriftliche Mahnung mit Fristsetzung:

"Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe am [Datum] den Kontowechselservice beauftragt. Nach § 20 Abs. 4 ZKG muss dieser binnen 12 Werktagen abgeschlossen sein. Diese Frist ist am [Datum] abgelaufen.

Ich fordere Sie auf, den Kontowechsel innerhalb von 5 Werktagen abzuschließen. Andernfalls behalte ich mir vor, Schadensersatzansprüche geltend zu machen.

Mit freundlichen Grüßen"

4

Ombudsmann einschalten

Bei weiterhin ausbleibender Reaktion: Wenden Sie sich an den Ombudsmann der Banken. Das Schlichtungsverfahren ist kostenlos und oft erfolgreich.

Bundesverband deutscher Banken:
Ombudsmann der privaten Banken
Postfach 04 03 07, 10062 Berlin
www.bankenombudsmann.de

5

BaFin informieren

In schwerwiegenden Fällen können Sie die Bankenaufsicht (BaFin) informieren. Diese kann keine Einzelfälle lösen, aber wiederholte Beschwerden führen zu Prüfungen der Bank.

6

Schadensersatz geltend machen

Bei nachweisbaren Schäden durch Verzögerung (z.B. Dispo-Zinsen, Mahngebühren) können Sie Schadensersatz fordern. Dokumentieren Sie alle Kosten sorgfältig.

📊 Statistik: In 95% der Fälle wird der Kontowechsel nach schriftlicher Mahnung innerhalb von 3-5 Tagen abgeschlossen. Banken wollen Beschwerden beim Ombudsmann vermeiden.

Schadensersatz: Was Sie fordern können

Erstattungsfähige Kosten:

  • ✓ Dispo-Zinsen auf altem Konto
  • ✓ Kontoführungsgebühren (Doppelbelastung)
  • ✓ Mahngebühren bei Zahlungsempfängern
  • ✓ Rücklastschriftgebühren
  • ✓ Porto für Mahnungen/Einschreiben

Durchschnittliche Beträge:

  • Dispo-Zinsen: 20-50€
  • Gebühren: 30-100€
  • Aufwandspauschale: 50-200€
  • Gesamt: 100-350€

Wie Sie Probleme von vornherein vermeiden

Mit dieser Checkliste minimieren Sie das Risiko von Problemen auf nahezu null

Geben Sie sich Zeit

Führen Sie beide Konten mindestens 2-3 Monate parallel. Überstürzen Sie nichts – lieber einen Monat zu lange als zu kurz.

Puffer einplanen

Lassen Sie 200-500€ auf dem alten Konto, um vergessene Lastschriften abzufangen. Das vermeidet Rücklastschriften und Mahngebühren.

Vollständige Liste erstellen

Gehen Sie 12 Monate Kontoauszüge durch und notieren Sie ALLE Zahlungspartner – auch jährliche oder unregelmäßige Zahlungen.

Regelmäßig kontrollieren

Prüfen Sie wöchentlich beide Kontoauszüge in den ersten 3 Monaten. So entdecken Sie Probleme sofort und können schnell reagieren.

Alles dokumentieren

Bewahren Sie alle Unterlagen auf: Vollmacht, Bestätigungen der Bank, E-Mails mit Zahlungspartnern. Das hilft bei Problemen.

Wichtige Partner selbst informieren

Informieren Sie Arbeitgeber, Amazon und PayPal selbst – verlassen Sie sich nicht nur auf den Kontowechselservice.

Die ultimative Präventions-Checkliste

Ihre Rechte bei Problemen mit dem Kontowechsel

Das Zahlungskontengesetz (ZKG) schützt Sie umfassend bei Kontowechseln

§ 20 ZKG: Kontowechselhilfe

Banken sind gesetzlich verpflichtet, Ihnen beim Kontowechsel zu helfen. Diese Pflicht umfasst:

  • Übertragung aller Daueraufträge innerhalb von 12 Werktagen
  • Information aller Zahlungspartner mit SEPA-Lastschriftmandat
  • Bereitstellung aller relevanten Kontoinformationen
  • Kostenlose Durchführung des gesamten Services

§ 675u BGB: Haftung bei Fehlern

Die Bank haftet für alle Schäden, die durch fehlerhafte Durchführung des Kontowechsels entstehen:

Bank haftet für:

  • ✓ Vergessene Lastschriften
  • ✓ Nicht übertragene Daueraufträge
  • ✓ Verspätete Durchführung
  • ✓ Falsche Informationen an Zahlungspartner
  • ✓ Daraus resultierende Gebühren und Zinsen

Sie können fordern:

  • ✓ Erstattung aller Gebühren
  • ✓ Erstattung von Dispo-Zinsen
  • ✓ Erstattung von Mahnkosten
  • ✓ Entschädigung für Aufwand
  • ✓ Ggf. Schmerzensgeld bei Schufa-Eintrag

12-Werktage-Frist ist bindend

Die gesetzliche Frist von 12 Werktagen ist nicht verhandelbar. Die Bank kann sich nicht darauf berufen, dass:

  • "Zu viele Anfragen vorliegen" ❌
  • "Die IT-Systeme gerade gewartet werden" ❌
  • "Urlaubszeit ist und Personal fehlt" ❌

Nur in absoluten Ausnahmefällen (höhere Gewalt, Systemausfall bei beiden Banken) kann eine Verzögerung gerechtfertigt sein.

Wo Sie Hilfe bekommen

1 Ombudsmann der Banken

Kostenlose Schlichtungsstelle für Konflikte mit Ihrer Bank. Bearbeitungszeit: 2-4 Wochen.

Kontakt: Postfach 04 03 07, 10062 Berlin
www.bankenombudsmann.de

2 Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)

Staatliche Bankenaufsicht. Kann keine Einzelfälle lösen, aber bei systematischen Problemen eingreifen.

Kontakt: Graurheindorfer Straße 108, 53117 Bonn
www.bafin.de

3 Verbraucherzentralen

Kostenlose Erstberatung zu Bankfragen. Kann bei Beschwerdebriefen helfen.

Kontakt: Ihre lokale Verbraucherzentrale
www.verbraucherzentrale.de

Zusammenfassung: Ihre Rechte auf einen Blick

Sie haben Anspruch auf:

  • ✓ Kostenlosen Kontowechselservice
  • ✓ Fertigstellung binnen 12 Werktagen
  • ✓ Fehlerfreie Durchführung
  • ✓ Vollständige Information aller Partner
  • ✓ Schadensersatz bei Bankfehlern

Bei Problemen können Sie:

  • ✓ Schriftlich bei der Bank beschweren
  • ✓ Ombudsmann kostenlos einschalten
  • ✓ BaFin informieren
  • ✓ Schadensersatz einfordern
  • ✓ Verbraucherzentrale konsultieren

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