⚠️ Sicherheitswarnung 2026
10 Min. Lesezeit Aktualisiert: Januar 2026

SMS-TAN (mTAN): Warum diese Methode unsicher ist

Risiken, Angriffsmethoden & sichere Alternativen für Ihr Online-Banking

SMS-TAN (mTAN) galt lange als Standard im Online-Banking – doch heute ist diese Methode nicht mehr sicher! Kriminelle nutzen SIM-Swapping, Phishing und SMS-Abfangmethoden, um Konten zu plündern. Erfahren Sie, warum SMS-TAN ein Sicherheitsrisiko ist und welche sicheren Alternativen es gibt.

🚨

WICHTIGE SICHERHEITSWARNUNG

Viele deutsche Banken haben SMS-TAN bereits abgeschafft!

Falls Ihre Bank noch SMS-TAN anbietet, wechseln Sie JETZT zu einer sicheren Alternative wie photoTAN, pushTAN oder chipTAN. Ihr Konto ist sonst gefährdet!

73%

der Banken haben SMS-TAN abgeschafft

Stand 2026 (Quelle: Bankenverband)

+156%

Anstieg bei SIM-Swapping-Fällen

2024-2025 (Quelle: BKA)

8.400€

Durchschnittlicher Schaden pro Betrugsfall

Bei SMS-TAN-Betrug (Quelle: Verbraucherzentrale)

Sarah Müller
Expertenrat von:
Sarah Müller
IT-Sicherheitsexpertin & Banking-Spezialistin

Warum SMS-TAN heute ein Sicherheitsrisiko ist

Vor 15 Jahren war SMS-TAN eine revolutionäre Sicherheitsmaßnahme im Online-Banking. Die Idee war einfach: Eine Transaktion wird erst mit einem Einmalpasswort bestätigt, das per SMS aufs Handy geschickt wird. So sollte sichergestellt werden, dass nur der rechtmäßige Kontoinhaber Überweisungen durchführen kann.

Doch die Technik hat sich weiterentwickelt – und leider auch die Kriminellen. Heute gilt SMS-TAN als veraltet und unsicher, weil es zahlreiche Angriffspunkte gibt. Viele Banken haben die Methode bereits abgeschafft oder planen die Abschaltung.

⚠️ Wichtig zu wissen:

SMS-TAN verstößt seit 2019 gegen die EU-Zahlungsrichtlinie PSD2, weil es keine "starke Kundenauthentifizierung" bietet. Banken dürfen es nur noch in Ausnahmefällen nutzen – und das läuft 2026 endgültig aus!

Die Entwicklung: Von sicher zu unsicher

2005-2015: SMS-TAN als Standard

SMS-TAN galt als sicher und wurde von fast allen Banken eingesetzt. Kriminelle hatten kaum technische Möglichkeiten, SMS abzufangen.

2016-2020: Erste Sicherheitsprobleme

SIM-Swapping und SS7-Angriffe werden bekannt. Kriminelle nutzen Schwachstellen im Mobilfunknetz aus. Erste Banken warnen vor SMS-TAN.

2021-2026: SMS-TAN gilt als unsicher

Massenhafte Angriffe durch professionelle Betrügerringe. Viele Banken schalten SMS-TAN ab und zwingen Kunden zum Wechsel auf sichere Verfahren.

💡 Gut zu wissen:

Die Europäische Bankenaufsicht (EBA) stuft SMS-TAN seit 2019 als "nicht PSD2-konform" ein. Banken, die es noch anbieten, tun dies auf eigenes Risiko – und geben die Haftung oft an den Kunden weiter!

1. Was ist SMS-TAN und wie funktioniert es?

Die Grundlagen des mTAN-Verfahrens – einfach erklärt

So funktioniert SMS-TAN (mTAN)

SMS-TAN (auch mTAN für "mobile TAN" genannt) ist ein Zwei-Faktor-Authentifizierungsverfahren für Online-Banking. Bei jeder Transaktion läuft folgender Prozess ab:

Online-Banking aufrufen & Überweisung eingeben

Sie loggen sich ins Online-Banking ein (meist mit Benutzername + Passwort) und geben die Überweisungsdaten ein: Empfänger, IBAN, Betrag, Verwendungszweck.

Bank sendet SMS-TAN

Nach Klick auf "Überweisung bestätigen" sendet die Bank eine SMS mit einer 6-stelligen TAN (Transaktionsnummer) an Ihre bei der Bank hinterlegte Handynummer.

Beispiel-SMS:

"Ihre TAN für Überweisung an Max Mustermann 500,00 EUR lautet: 123456. Gültig für 5 Minuten."

TAN eingeben & bestätigen

Sie geben die empfangene TAN im Online-Banking ein und bestätigen die Überweisung. Die Bank prüft die TAN und führt die Transaktion aus.

TAN wird ungültig

Nach einmaliger Verwendung oder nach Ablauf der Gültigkeit (meist 5 Minuten) wird die TAN ungültig und kann nicht mehr genutzt werden.

Das Zwei-Kanal-Prinzip

Die Sicherheit von SMS-TAN basiert auf dem "Zwei-Kanal-Prinzip":

Kanal 1: Computer/Browser

  • • Login ins Online-Banking
  • • Eingabe der Überweisungsdaten
  • • Eingabe der empfangenen TAN

Kanal 2: Mobiltelefon/SMS

  • • Empfang der SMS mit TAN
  • • Separate Verbindung zum Mobilfunknetz
  • • Unabhängig vom Computer

💡 Theorie vs. Praxis:

In der Theorie ist das Zwei-Kanal-Prinzip sicher, weil ein Angreifer beide Kanäle gleichzeitig kontrollieren müsste. In der Praxis ist das heute jedoch leicht möglich – genau deshalb ist SMS-TAN unsicher geworden!

2. Die 4 größten Risiken & Angriffsmethoden

So nutzen Kriminelle die Schwachstellen von SMS-TAN aus

Warum SMS-TAN heute unsicher ist

SMS-TAN hat mehrere gravierende Schwachstellen, die von Kriminellen systematisch ausgenutzt werden. Die vier wichtigsten Angriffsmethoden sind:

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Risiko 1: SIM-Swapping (SIM-Karten-Tausch)

HÖCHSTE GEFAHR – Häufigste Angriffsmethode!

Über 60% aller SMS-TAN-Betrugsfälle erfolgen durch SIM-Swapping

SIM-Swapping ist die gefährlichste und häufigste Methode, um SMS-TANs abzufangen. Dabei übernimmt der Angreifer Ihre Handynummer komplett – und erhält alle SMS, die an Ihre Nummer gesendet werden.

So funktioniert SIM-Swapping:
Daten sammeln (Social Engineering)

Der Angreifer sammelt persönliche Daten über Sie: Name, Geburtsdatum, Adresse, Handynummer. Oft durch Phishing, Datenlecks oder Social Media.

Mobilfunkanbieter kontaktieren

Der Kriminelle ruft Ihren Mobilfunkanbieter an und gibt sich als Sie aus. Er behauptet, seine SIM-Karte sei defekt/verloren und bittet um eine Ersatz-SIM.

Neue SIM-Karte aktivieren

Der Anbieter aktiviert eine neue SIM-Karte mit Ihrer Nummer – die alte SIM (Ihre!) wird deaktiviert. Ab jetzt gehen alle Anrufe und SMS an den Angreifer.

Banking-Zugang übernehmen

Mit Ihrer Handynummer kann der Angreifer nun: SMS-TANs abfangen, Passwörter zurücksetzen ("Passwort vergessen" → SMS), Zwei-Faktor-Authentifizierung umgehen.

Konto leerräumen

Der Täter loggt sich in Ihr Online-Banking ein, tätigt Überweisungen und bestätigt diese mit den SMS-TANs, die nun auf sein Handy kommen.

🚨 Erschreckend einfach:

SIM-Swapping erfordert keine besonderen technischen Kenntnisse. Kriminelle Organisationen bieten diese Dienstleistung sogar als "Service" im Darknet an – für 50-200 € pro erfolgreichen SIM-Swap!

Echtes Fallbeispiel aus Deutschland (2024):

Fall: Sparkassen-Kundin verliert 18.500 €

Eine 42-jährige Kundin aus Hamburg bemerkte plötzlich, dass ihr Handy "kein Netz" mehr hatte. Wenige Stunden später waren 18.500 € von ihrem Konto verschwunden. Die Täter hatten per SIM-Swapping ihre Handynummer übernommen, sich ins Online-Banking eingeloggt und mehrere Überweisungen mit SMS-TANs durchgeführt.

Ausgang: Die Bank weigerte sich zunächst, den Schaden zu erstatten, da "die TAN korrekt eingegeben wurde". Erst nach Klage über die Schlichtungsstelle erhielt die Kundin 80% des Geldes zurück.

So schützen Sie sich vor SIM-Swapping:

SIM-Karten-PIN aktivieren

Aktivieren Sie die PIN-Abfrage für Ihre SIM-Karte. So kann niemand Ihre SIM in ein anderes Handy stecken.

Kundenkennwort beim Provider

Hinterlegen Sie ein persönliches Kennwort bei Ihrem Mobilfunkanbieter, das bei jeder Änderung abgefragt wird.

Drittanbietersperre

Aktivieren Sie eine Drittanbietersperre, um SIM-Swapping zu erschweren.

Handy-Empfang überwachen

Verlieren Sie plötzlich den Empfang? Das könnte ein SIM-Swap sein! Sofort Provider + Bank kontaktieren.

Keine SMS-TAN nutzen!

Der beste Schutz: Wechseln Sie zu photoTAN, pushTAN oder chipTAN – dort ist SIM-Swapping wirkungslos.

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Risiko 2: Phishing & Man-in-the-Middle

Phishing in Kombination mit SMS-TAN ist eine der häufigsten Betrugsmaschen. Dabei täuscht der Angreifer vor, Ihre Bank zu sein, und leitet Sie auf eine gefälschte Banking-Seite um.

So funktioniert der Phishing-Angriff:
Phishing-Mail oder SMS

Sie erhalten eine E-Mail oder SMS, die angeblich von Ihrer Bank stammt: "Sicherheitswarnung: Ihr Konto wurde gesperrt. Bitte bestätigen Sie Ihre Daten."

Klick auf gefälschten Link

Sie klicken auf den Link und landen auf einer täuschend echten Kopie Ihrer Banking-Seite. URL, Logo, Design – alles sieht aus wie das Original.

Eingabe der Login-Daten

Sie geben Benutzername und Passwort ein – diese werden sofort an den Angreifer übermittelt. Er nutzt sie, um sich parallel im echten Online-Banking einzuloggen.

Überweisung initiieren

Der Angreifer löst eine Überweisung von Ihrem Konto aus. Ihre Bank sendet Ihnen eine SMS mit der TAN zur Bestätigung.

TAN abfangen

Die gefälschte Seite fordert Sie auf, die "Sicherheits-TAN" einzugeben. Sie geben die SMS-TAN ein – der Angreifer nutzt sie sofort, um die Überweisung zu bestätigen.

⚠️ Perfide Taktik:

Die gefälschte Seite zeigt oft eine falsche Fehlermeldung ("TAN ungültig, bitte erneut eingeben"). Sie geben mehrere TANs ein – und der Angreifer kann mehrere Überweisungen durchführen!

Beispiel einer Phishing-SMS:
Von: Sparkasse ─────────────────────────────────────── Sehr geehrter Kunde, aus Sicherheitsgründen wurde Ihr Zugang zum Online-Banking vorübergehend gesperrt. Bitte bestätigen Sie Ihre Identität: https://sparkasse-sicherheit-check.com Bei Nichtbestätigung innerhalb von 24h erfolgt eine dauerhafte Sperrung Ihres Kontos. Ihre Sparkasse ─────────────────────────────────────── ⚠️ FAKE! Echte Banken fordern niemals per SMS/E-Mail zur Dateneingabe auf!
So erkennen Sie Phishing:

URL genau prüfen

Echte URLs: sparkasse.de, ing.de. Fake: sparkasse-sicherheit.com, ing-login.net

HTTPS-Verschlüsselung

Echte Banking-Seiten haben immer HTTPS und ein Schloss-Symbol. Aber: Auch Fake-Seiten können HTTPS haben!

Druck & Drohungen

Echte Banken drohen nie mit Kontosperrung per SMS/Mail. Das ist IMMER Betrug!

Absender prüfen

SMS-Absender können gefälscht werden! Verlassen Sie sich nie darauf, dass "Sparkasse" als Absender steht.

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Risiko 3: SS7-Schwachstelle im Mobilfunknetz

SS7 (Signalling System No. 7) ist das globale Kommunikationsprotokoll, das Mobilfunknetze weltweit verbindet. Es ermöglicht Roaming, SMS-Weiterleitung und Anrufe zwischen verschiedenen Anbietern. Leider hat SS7 gravierende Sicherheitslücken.

So funktioniert ein SS7-Angriff:

Mit Zugang zum SS7-Netzwerk kann ein Angreifer:

  • • SMS abfangen und an ein anderes Gerät umleiten
  • • Telefonate mithören und aufzeichnen
  • • Den Standort eines Handys in Echtzeit verfolgen
  • • SMS-TANs lesen, ohne dass das Opfer etwas merkt

💡 Technischer Hintergrund:

SS7 wurde in den 1970er Jahren entwickelt – lange bevor Cyberkriminalität ein Thema war. Das Protokoll hat keine eingebaute Verschlüsselung oder Authentifizierung. Jeder, der Zugang zum SS7-Netz hat, kann diese Schwachstellen ausnutzen.

Wer kann SS7-Angriffe durchführen?
Legale Akteure
  • • Mobilfunkanbieter
  • • Geheimdienste (NSA, BND, etc.)
  • • Strafverfolgungsbehörden
  • • IT-Sicherheitsforscher
Kriminelle Akteure
  • • Organisierte Kriminalität
  • • Hacker mit Darknet-Zugang
  • • Korrupte Mitarbeiter von Telecom-Firmen
  • • "SS7-as-a-Service" Anbieter

🚨 Beängstigend:

Im Darknet werden SS7-Zugriffe für 500-5.000 € verkauft. Damit kann jeder SMS-TANs abfangen – völlig unsichtbar für das Opfer und den Mobilfunkanbieter!

Schutz vor SS7-Angriffen:

⚠️ Schlechte Nachricht:

Sie als Endnutzer können sich NICHT vor SS7-Angriffen schützen. Die Schwachstelle liegt im Mobilfunknetz selbst. Einzige Lösung: Keine SMS-TAN mehr nutzen! Wechseln Sie zu photoTAN, pushTAN oder FIDO2 – diese Verfahren sind immun gegen SS7-Angriffe.

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Risiko 4: Banking-Trojaner & Malware

Banking-Trojaner sind Schadsoftware-Programme, die speziell dafür entwickelt wurden, Online-Banking-Zugangsdaten zu stehlen. Bei SMS-TAN sind sie besonders gefährlich, weil viele Nutzer Banking und SMS auf demselben Gerät nutzen.

Bekannte Banking-Trojaner:
Android: FluBot & Cerberus

Diese Trojaner lesen SMS aus, übernehmen die Kontrolle über das Handy und können TANs abfangen.

Verbreitung: Über Fake-Apps, infizierte Websites oder per SMS ("Ihr Paket wurde zugestellt – App herunterladen")

Windows: Emotet & TrickBot

Diese Trojaner manipulieren die Banking-Seite im Browser und fangen Login-Daten ab.

Verbreitung: Über E-Mail-Anhänge, infizierte Downloads oder Drive-by-Downloads auf kompromittierten Websites

So funktioniert ein Trojaner-Angriff:
Infektion

Sie installieren unwissentlich eine infizierte App oder öffnen einen E-Mail-Anhang. Der Trojaner nistet sich auf Ihrem Gerät ein.

Berechtigungen erschleichen

Der Trojaner fordert Berechtigungen an (SMS lesen, Bildschirm aufnehmen, Benachrichtigungen lesen). Viele Nutzer klicken einfach auf "Zulassen".

Banking-Sitzung überwachen

Sobald Sie sich ins Online-Banking einloggen, zeichnet der Trojaner Ihre Zugangsdaten auf. Bei SMS-TAN liest er auch die eingehenden SMS mit.

Daten an Kriminelle senden

Der Trojaner sendet Login-Daten und SMS-TANs an einen Command & Control Server. Die Kriminellen können nun Ihr Konto übernehmen.

Schutz vor Banking-Trojanern:

Antivirus-Software nutzen

Installieren Sie eine renommierte Antivirus-App (Kaspersky, Bitdefender, Norton)

Nur offizielle App-Stores

Laden Sie Apps nur von Google Play oder Apple App Store herunter – niemals von Drittseiten!

Berechtigungen prüfen

Warum braucht eine Taschenlampen-App Zugriff auf SMS? Verdächtige Berechtigungen ablehnen!

Updates installieren

Halten Sie Betriebssystem und Apps aktuell. Sicherheitslücken werden oft durch Updates geschlossen.

Separates Gerät für TANs

Nutzen Sie Banking am PC und empfangen Sie SMS auf einem separaten Handy (idealerweise ohne Apps)

Beste Lösung: SMS-TAN aufgeben!

Wechseln Sie zu photoTAN oder pushTAN – bei diesen Verfahren sind Trojaner wirkungslos!

3. Sichere Alternativen zu SMS-TAN

Diese TAN-Verfahren sind sicher, modern und von Experten empfohlen

Moderne & sichere TAN-Verfahren im Überblick

Die gute Nachricht: Es gibt mehrere sichere Alternativen zu SMS-TAN, die von deutschen Banken angeboten werden. Alle diese Verfahren sind PSD2-konform und schützen Sie vor den oben genannten Angriffen.

TAN-Verfahren Sicherheit Komfort Kosten Verfügbarkeit
SMS-TAN (mTAN) Unsicher ⭐⭐⭐ Kostenlos Wird abgeschafft
photoTAN Sehr sicher ⭐⭐⭐⭐ Kostenlos (App) Fast alle Banken
pushTAN / App-TAN Sehr sicher ⭐⭐⭐⭐⭐ Kostenlos Viele Banken
chipTAN Sehr sicher ⭐⭐⭐ 10-20 € (Gerät) Fast alle Banken
FIDO2 / Hardware-Token Höchste Sicherheit ⭐⭐⭐⭐ 20-50 € (Token) Wenige Banken

Die besten Alternativen im Detail

📷

photoTAN (QR-TAN)

photoTAN ist das beliebteste alternative TAN-Verfahren in Deutschland. Statt SMS scannen Sie einen QR-Code mit einer speziellen App auf Ihrem Smartphone.

So funktioniert photoTAN:

1 Überweisung im Online-Banking eingeben

Sie geben wie gewohnt die Überweisungsdaten ein (Empfänger, Betrag, IBAN)

2 QR-Code wird angezeigt

Auf dem Bildschirm erscheint ein buntes Mosaik (QR-Code) mit allen Transaktionsdaten

3 QR-Code mit photoTAN-App scannen

Sie öffnen die photoTAN-App auf Ihrem Handy und scannen den QR-Code mit der Kamera

4 Transaktionsdaten prüfen & TAN erhalten

Die App zeigt die Überweisungsdaten an. Sie prüfen diese und erhalten eine 6-stellige TAN

5 TAN eingeben & Überweisung bestätigen

Sie geben die TAN im Online-Banking ein und die Überweisung wird ausgeführt

Vorteile von photoTAN:
Vorteile
  • Sehr sicher: Immun gegen SIM-Swapping, Phishing, SS7
  • Kostenlos: Die App ist gratis
  • Offline nutzbar: Keine Internetverbindung erforderlich
  • Transaktionsanzeige: Sie sehen alle Details vor Freigabe
  • Weit verbreitet: Von fast allen deutschen Banken angeboten
Nachteile
  • ⚠ Smartphone mit Kamera erforderlich
  • ⚠ Nicht optimal, wenn Banking & TAN auf demselben Gerät
  • ⚠ Einrichtung etwas aufwändiger als SMS-TAN
  • ⚠ App muss regelmäßig aktualisiert werden

✅ Empfehlung:

photoTAN ist die beste Wahl für die meisten Nutzer! Es kombiniert hohe Sicherheit mit einfacher Bedienung und ist kostenlos. Ideal, wenn Sie ein Smartphone besitzen und nicht in zusätzliche Hardware investieren möchten.

📱

pushTAN / App-TAN

pushTAN (auch App-TAN genannt) ist das komfortabelste TAN-Verfahren. Die TAN wird direkt in die Banking-App gepusht – Sie müssen nichts scannen oder abtippen.

So funktioniert pushTAN:

1 Überweisung in der Banking-App eingeben

Sie nutzen die Banking-App Ihrer Bank und geben die Überweisungsdaten ein

2 Push-Benachrichtigung erhalten

Sie erhalten eine Push-Nachricht auf Ihrem Handy: "Überweisung freigeben?"

3 Transaktionsdaten prüfen

Die App zeigt die Überweisungsdetails: Empfänger, Betrag, IBAN. Sie prüfen diese genau

4 Überweisung mit Fingerabdruck/PIN freigeben

Sie bestätigen mit Fingerabdruck, Face-ID oder App-PIN – fertig!

Vorteile von pushTAN:
Vorteile
  • Höchster Komfort: Keine TAN abtippen, einfach freigeben
  • Sehr sicher: Ende-zu-Ende verschlüsselt
  • Schnell: Überweisung in Sekunden freigegeben
  • Kostenlos: Keine zusätzlichen Kosten
  • Biometrische Authentifizierung: Fingerabdruck oder Face-ID
Nachteile
  • ⚠ Banking & TAN auf demselben Gerät (Risiko bei Diebstahl)
  • ⚠ Internetverbindung erforderlich
  • ⚠ Nicht von allen Banken angeboten
  • ⚠ Bei Handy-Verlust vorübergehend kein Banking möglich

💡 Sicherheitshinweis:

pushTAN ist sehr sicher, solange Ihr Smartphone geschützt ist! Wichtig: Aktivieren Sie Bildschirmsperre, nutzen Sie biometrische Authentifizierung und installieren Sie nur Apps aus offiziellen Stores.

💳

chipTAN (Kartenleser)

chipTAN ist das klassische Hardware-Verfahren. Sie benötigen ein kleines TAN-Generatorgerät und Ihre Girokarte mit Chip.

So funktioniert chipTAN:

1 Überweisung im Online-Banking eingeben

Sie geben die Überweisungsdaten am Computer ein

2 Girokarte in TAN-Generator stecken

Sie stecken Ihre Girokarte in das chipTAN-Gerät und geben Ihre Karten-PIN ein

3 Flicker-Code scannen (chipTAN optisch/QR)

Sie halten das Gerät vor den blinkenden Barcode auf dem Bildschirm

4 TAN generieren & eingeben

Das Gerät generiert eine TAN, die Sie im Online-Banking eingeben

Vorteile von chipTAN:
Vorteile
  • Sehr sicher: Hardware-basiert, kein Smartphone nötig
  • Offline: Funktioniert ohne Internet
  • Unabhängig vom Handy: Kein Risiko bei Handy-Verlust
  • Von fast allen Banken unterstützt
  • Ideal für Sicherheitsbewusste
Nachteile
  • ⚠ Anschaffungskosten: 10-20 € für das Gerät
  • ⚠ Unpraktisch: Gerät muss immer dabei sein
  • ⚠ Umständliche Bedienung (Flicker-Code)
  • ⚠ Girokarte + TAN-Generator müssen griffbereit sein

✅ Für wen geeignet?

chipTAN ist ideal für sicherheitsbewusste Nutzer, die kein Smartphone haben oder Banking und TAN strikt trennen möchten. Besonders beliebt bei älteren Nutzern und Geschäftskunden.

Welches TAN-Verfahren ist das Richtige für mich?

Sie haben ein Smartphone?

Nutzen Sie Banking hauptsächlich auf dem Handy?

→ pushTAN

Schnell, komfortabel, kostenlos

Sie nutzen Banking am PC?

Haben Sie ein separates Smartphone für TANs?

→ photoTAN

Sicher, kostenlos, weit verbreitet

Maximale Sicherheit?

Wollen Sie Banking & TAN komplett trennen?

→ chipTAN

Hardware-basiert, offline nutzbar

So wechseln Sie von SMS-TAN zu einem sicheren Verfahren

Der Wechsel von SMS-TAN zu einem sicheren TAN-Verfahren ist einfach und dauert nur wenige Minuten. So gehen Sie vor:

Ins Online-Banking einloggen

Loggen Sie sich wie gewohnt in Ihr Online-Banking ein (noch mit SMS-TAN möglich)

TAN-Verwaltung aufrufen

Suchen Sie den Menüpunkt "TAN-Verwaltung", "Sicherheit" oder "Einstellungen"

Neues TAN-Verfahren aktivieren

Wählen Sie das gewünschte Verfahren (photoTAN, pushTAN oder chipTAN) und folgen Sie den Anweisungen

Bei photoTAN/pushTAN: App herunterladen, QR-Code scannen, App-PIN vergeben
Bei chipTAN: TAN-Generator bestellen (falls noch nicht vorhanden) und mit Ihrer Girokarte aktivieren

SMS-TAN deaktivieren

Deaktivieren Sie SMS-TAN in den Einstellungen, sobald das neue Verfahren funktioniert. So verhindern Sie, dass Angreifer über SMS-TAN auf Ihr Konto zugreifen.

✅ Tipp:

Viele Banken bieten telefonischen Support bei der Umstellung an. Rufen Sie einfach die Hotline an, wenn Sie Hilfe benötigen!

Zusammenfassung: SMS-TAN ist unsicher – handeln Sie jetzt!

Die Risiken

  • 🔄 SIM-Swapping (häufigste Methode)
  • 🎣 Phishing & Man-in-the-Middle
  • 📡 SS7-Schwachstelle im Mobilfunknetz
  • 🦠 Banking-Trojaner & Malware

Sichere Alternativen

  • 📷 photoTAN (QR-Code scannen)
  • 📱 pushTAN (App-Freigabe)
  • 💳 chipTAN (Hardware-Gerät)
  • 🔐 FIDO2 (Hardware-Token)

Sofort-Maßnahmen

  • ✓ SMS-TAN sofort deaktivieren
  • ✓ photoTAN oder pushTAN einrichten
  • ✓ SIM-Karten-PIN aktivieren
  • ✓ Umsätze regelmäßig prüfen

⚠️ Dringende Empfehlung

Wechseln Sie JETZT von SMS-TAN zu photoTAN oder pushTAN! Je länger Sie warten, desto höher ist das Risiko eines Angriffs. Der Wechsel dauert nur 5 Minuten und schützt Ihr Geld effektiv.

🛡

Schützen Sie Ihr Konto jetzt!

Wechseln Sie heute noch von SMS-TAN zu einem sicheren Verfahren – Ihre Bank unterstützt Sie dabei!