RATGEBER KREDIT-GRUNDLAGEN

Effektiver Jahreszins

Unterschied zum Sollzins, Zweidrittelzins und Vergleich richtig gemacht

Der effektive Jahreszins ist die einzige Zahl, mit der sich Kreditangebote seriös vergleichen lassen. Hier erfahren Sie, was er enthält, was nicht, was hinter dem Zweidrittelzins steckt und wie Sie bonitätsabhängige Angebote richtig einordnen.

Gesetzlich
Pflichtangabe in jedem Kreditvertrag nach PAngV
2/3-Zins
Mindestens zwei Drittel der Kunden erhalten diesen Zins
0 €
Bearbeitungsgebühren bei Verbraucherkrediten unzulässig
RSV
Restschuldversicherung meist NICHT im Effektivzins
Ringo Dühmke
Beitrag von:
Ringo Dühmke
Finanzredakteur & zertifizierter Finanzberater (§ 34f GewO)

Das Wichtigste in Kürze

  • Der effektive Jahreszins enthält neben dem Sollzins alle Pflichtkosten eines Kredits und ist gesetzlich genormt (PAngV). Nur er ermöglicht einen echten Vergleich.
  • Der Sollzins (früher: Nominalzins) ist nur der reine Zinspreis, ohne Nebenkosten. Er ist wie die Kaltmiete, der Effektivzins wie die Warmmiete.
  • Eine freiwillig abgeschlossene Restschuldversicherung ist im Effektivzins fast immer nicht enthalten, kann die Gesamtkosten aber erheblich erhöhen.
  • Der Zweidrittelzins im repräsentativen Beispiel zeigt, welchen Zins mindestens zwei Drittel der Kunden erhalten. Er ist realistischer als der beworbene Bestzins.
  • Nur eine persönliche, Schufa-neutrale Konditionsanfrage zeigt Ihren echten individuellen Zinssatz.
GRUNDLAGEN

Was ist der effektive Jahreszins?

Der effektive Jahreszins (auch: Effektivzins oder Jahreseffektivzins) ist die gesetzlich vorgeschriebene Kenngröße für die Gesamtkosten eines Kredits pro Jahr. Er fasst Sollzins und alle weiteren Pflichtkosten zu einem einheitlichen Prozentwert zusammen und muss nach der Preisangabenverordnung (PAngV §  16) in jedem Kreditvertrag und jeder Werbung für Kredite ausgewiesen werden.

Die einheitliche Berechnungsmethode ist europäisch harmonisiert: Sie basiert auf der internen Zinsfußmethode und ist in der Anlage zu PAngV §  16 exakt definiert. Das bedeutet: Zwei Kreditangebote mit demselben Effektivzins kosten bei gleichem Betrag und gleicher Laufzeit immer gleich viel. Genau dafür wurde er eingeführt.

Einheitlich berechenbar

Durch die gesetzlich vorgeschriebene Berechnungsmethode (PAngV) sind alle Angebote nach demselben Verfahren berechnet. Ein direkter Vergleich ist möglich.

Verbraucherschutz

Die Pflicht zur Angabe des Effektivzinses schützt vor sogenannten Schaufensterzinsen, also verlockenden Niedrigzinsen in der Werbung, die in der Praxis kaum jemand erhält.

Wahrer Kreditpreis

Der Effektivzins zeigt den tatsächlichen jährlichen Kostenanteil, nicht nur den Zinssatz. Bei gleichem Sollzins kann der Effektivzins je nach Zusatzkosten stark abweichen.

EFFEKTIVZINS VS. SOLLZINS

Effektivzins vs. Sollzins: Der entscheidende Unterschied

Der Sollzins (früher häufig Nominalzins genannt) ist der reine Preis, den die Bank für das geliehene Geld verlangt. Er berücksichtigt keine Nebenkosten. Der effektive Jahreszins baut auf dem Sollzins auf und rechnet alle Pflichtkosten sowie die genaue Tilgungsverrechnung ein.

Die Merkformel: Kaltmiete vs. Warmmiete

Der Sollzins ist wie die Kaltmiete: Er nennt nur den Basispreis. Der effektive Jahreszins ist wie die Warmmiete: Er zeigt die tatsächliche Gesamtbelastung inklusive aller Pflichtnebenkosten. Beim Wohnungsvergleich würde niemand nur die Kaltmiete vergleichen, beim Kreditvergleich sollten Sie es genauso halten.

EigenschaftSollzinsEffektiver Jahreszins
Was ist enthalten?Nur der reine ZinssatzSollzins + alle Pflichtkosten + Tilgungsverrechnung
Für Vergleiche geeignet?NeinJa, bei gleicher Laufzeit und Summe
HöheImmer niedriger als EffektivzinsImmer gleich oder höher als Sollzins
Pflichtangabe in Werbung?NeinJa, nach PAngV
Relevanz bei Baufin.Hoch (Festzins für Anschluss entscheidend)Wichtig, aber Sollzins zusätzlich beachten

Praxisbeispiel: Bank A bietet einen Ratenkredit mit 5,5 % Sollzins und einer Pflichtgebühr an, Bank B denselben mit 5,5 % Sollzins aber ohne Gebühr. Obwohl der Sollzins identisch ist, hat Bank B einen niedrigeren effektiven Jahreszins und ist damit günstiger. Gleicher Sollzins bedeutet nicht gleiche Kosten.

BESTANDTEILE

Was ist im effektiven Jahreszins enthalten?

Welche Kosten der Effektivzins enthält, ist in PAngV §  16 und der zugehörigen Anlage geregelt. Das Prinzip: Nur Kosten, die zwingend anfallen, damit der Kredit zustande kommt, gehören hinein. Freiwillige oder variable Kosten bleiben außen vor.

Immer enthalten

  • Sollzins (der reine Zinssatz für das geliehene Geld)
  • Pflichtgebühren für Kontoführung, wenn ein Konto Voraussetzung für den Kredit ist
  • Disagio (Abschlag vom Nennwert des Darlehens bei Auszahlung)
  • Pflichtgebühren für Vermittlung, wenn die Vermittlung Bedingung ist
  • Tilgungsverrechnung: Zeitpunkt, zu dem die Bank Tilgungsanteile anrechnet
  • Restschuldversicherung, wenn die Bank sie als Bedingung verlangt

Nicht enthalten

  • Restschuldversicherung (wenn freiwillig): Kann die Gesamtkosten um 10 bis 30 % erhöhen
  • Vorfälligkeitsentschädigung bei vorzeitiger Rückzahlung
  • Bereitstellungszinsen bei Baufinanzierungen (Kosten für bereits genehmigtes, nicht abgerufenes Darlehen)
  • Schätzgebühren / Notarkosten bei Immobilienkrediten
  • Optionale Kontoführungsgebühren (wenn kein Pflichtprodukt)
  • Bearbeitungsgebühren sind ohnehin seit 2014 per BGH-Urteil unzulässig

Kostenfalle Restschuldversicherung

Eine freiwillige Restschuldversicherung (RSV) erscheint meist attraktiv, weil ihre Kosten nicht im Effektivzins ausgewiesen werden. In der Praxis kann sie die Gesamtkosten des Kredits um 10 bis 30 % des Kreditbetrags erhöhen. Prüfen Sie zuerst, ob eine bestehende Berufsunfähigkeits- oder Risikolebensversicherung denselben Schutz bietet, bevor Sie eine RSV abschließen. Mehr dazu in unserem Ratgeber zur Restschuldversicherung.

ZWEIDRITTELZINS

Der Zweidrittelzins: Das repräsentative Beispiel

Wer Kredite vergleicht, begegnet immer wieder Angeboten wie „ab 2,99 %“. Diese Bestzinsen erhält aber nur, wer eine makellose Bonität mitbringt. Für alle anderen liegt der tatsächliche Zinssatz höher. Hier kommt der Zweidrittelzins ins Spiel.

Der Zweidrittelzins ist der effektive Jahreszins, den mindestens zwei Drittel (66,7 %) aller Kunden dieses Produkts tatsächlich erhalten oder unterschreiten. Er ist Bestandteil des gesetzlich vorgeschriebenen repräsentativen Beispiels nach PAngV §  6a und muss in jeder Kreditwerbung angegeben werden, sobald ein bonitätsabhängiger Zinssatz beworben wird.

Wie liest man das repräsentative Beispiel?

Repräsentatives Beispiel gem. §  17 PAngV: Bei einem Nettodarlehensbetrag von 10.000,00 € und einer Laufzeit von 84 Monaten erhalten zwei Drittel aller Kunden einen effektiven Jahreszinssatz in Höhe von 5,89 % (83 monatliche Raten à 144,90 €, 1 Schlussrate à 137,35 €, gebundener Sollzinssatz: 5,74 % p.a., Zinsbetrag 2.164,05 €, Gesamtbetrag: 12.164,05 €).

  • Nettodarlehensbetrag: Der tatsächlich ausgezahlte Kreditbetrag, ohne Kosten.
  • Effektiver Jahreszins (5,89 %): Das ist der Zweidrittelzins. Mindestens zwei Drittel der Kunden zahlen diesen Zins oder weniger.
  • Gesamtbetrag: Was Sie insgesamt zurückzahlen. Die Differenz zum Nettodarlehensbetrag sind die gesamten Zinskosten.
  • Sollzinssatz (5,74 %): Der reine Zinssatz ohne Nebenkosten, immer niedriger als der Effektivzins.

Wichtig zu wissen: Auch der Zweidrittelzins ist keine persönliche Garantie. Er ist eine statistische Aussage über alle Kunden des Produkts. Wer zur bonitätsstärkeren Hälfte gehört, zahlt weniger, wer schwächer dasteht, zahlt mehr. Nur eine persönliche Konditionsanfrage zeigt Ihren individuellen Zinssatz.

VERGLEICH

Kreditangebote richtig vergleichen

Der effektive Jahreszins ist nur dann ein verlässlicher Vergleichswert, wenn alle anderen Bedingungen identisch sind. Für einen korrekten Vergleich müssen Sie immer denselben Nettodarlehensbetrag, dieselbe Laufzeit und dieselbe Sollzinsbindung zugrunde legen. Ein 12.000-€-Kredit über 36 Monate mit 7 % Effektivzins ist günstiger als derselbe Kredit über 60 Monate mit 5,5 %, denn die Gesamtzinskosten sind höher.

VergleichspunktRichtigFalsch
VergleichsgrößeEffektiver JahreszinsSollzins / Nominalzins
KreditbetragIdentisch bei allen AngebotenUnterschiedliche Beträge vergleichen
LaufzeitIdentisch bei allen AngebotenUnterschiedliche Laufzeiten vergleichen
RSV-KostenSeparat erfragen und einrechnenIgnorieren, weil im Effektivzins nicht
ZinsartPersönliche KonditionsanfrageAllein auf Werbebestzins vertrauen

Ratenkredit-Vergleich und Ratenrechner

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EMPFEHLUNG DER REDAKTION

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BONITÄT

Bonitätsabhängige vs. bonitätsunabhängige Zinsen

Die meisten Ratenkredite in Deutschland haben einen bonitätsabhängigen Zinssatz: Jeder Antragsteller erhält einen individuellen Zins, der von seiner Kreditwürdigkeit (Schufa-Score, Einkommen, bestehende Verbindlichkeiten) abhängt. Das ist der Grund, warum beworbene „ab“-Zinsen meist nur für einen kleinen Teil der Antragsteller gelten.

Bonitätsabhängig

Der häufigste Fall bei Verbraucherkrediten. Jeder Antragsteller zahlt einen anderen Zinssatz. Eine gute Bonität führt zu niedrigeren Zinsen, eine schwächere zu höheren.

  • ✓ Faire Risikoabwägung für die Bank
  • ✓ Belohnt gute Zahlungsgeschichte
  • • In Werbung: Zweidrittelzins pflichtangabe

Bonitätsunabhängig

Alle genehmigten Kunden zahlen denselben Zinssatz. Transparenter im Vergleich, da es kein „ab“-Thema gibt. Typisch für einige Nischenanbieter und manche Spezialkredite.

  • ✓ Einfacher zu vergleichen
  • ✓ Bestzins = Ihr Zins (bei Genehmigung)
  • • Seltener am Markt

Für Ihren Schufa-Score gilt: Eine Konditionsanfrage hinterlässt keinen Schufa-Eintrag und ist kostenlos. Erst der tatsächliche Vertragsabschluss wird als laufender Kredit in der Schufa gespeichert. Der Unterschied zwischen Konditionsanfrage und Kreditanfrage ist in unserem Ratenkredit-Ratgeber ausführlich erklärt.

JE KREDITART

Effektiver Jahreszins bei verschiedenen Kreditarten

Der Effektivzins funktioniert bei allen Kreditarten nach demselben Prinzip, die Bandbreiten und Besonderheiten unterscheiden sich aber deutlich.

Ratenkredit

Klarster Anwendungsfall: fester Betrag, feste Laufzeit, fester Zins. Der Effektivzins ist vollständig aussagekräftig und direkt vergleichbar. Hauptkostenfalle: freiwillige Restschuldversicherung. Mehr dazu im Ratenkredit-Ratgeber.

Autokredit

Im Vergleich zum freien Ratenkredit oft günstiger, weil das Fahrzeug als Sicherheit dient. Bei der Händlerfinanzierung auf den Effektivzins bestehen, nicht nur auf die Rate schauen. Details im Autokredit-Ratgeber.

Baufinanzierung

Hier spricht man beim repräsentativen Beispiel von einem anfänglichen Effektivzins, da der Zins nur für die Zinsbindungsfrist gilt. Zusätzlich sind Schätzkosten, Bereitstellungszinsen und Notarkosten nicht enthalten. Der Sollzins ist hier besonders wichtig für die Anschlussfinanzierung. Details in unserem Baufinanzierungs-Ratgeber.

Dispokredit

Der Dispokredit hat einen variablen Zinssatz, der jederzeit geändert werden kann. Der Effektivzins entspricht hier dem Sollzins, da es kaum Nebenkosten gibt. Mit durchschnittlich rund 11,3 % ist der Dispo der teuerste Alltagskredit. Mehr dazu im Dispokredit-Ratgeber.

Umschuldungskredit

Beim Vergleich mit dem Altkredit immer die Gesamtkosten einrechnen: neuer Effektivzins × Restlaufzeit minus Vorfälligkeitsentschädigung des Altkredits. Details im Umschuldungs-Ratgeber.

PRAXISTIPPS

Praxistipps: So sparen Sie bei den Zinskosten

1

Bonität vor dem Antrag optimieren

Fordern Sie Ihre kostenlose Schufa-Datenkopie an und lassen Sie fehlerhafte Einträge korrigieren. Zahlen Sie bestehende Kleinkredite oder überzogene Konten möglichst vor dem Antrag zurück. Jede Verbesserung des Schufa-Scores kann den Zinssatz senken.

2

Mehrere Schufa-neutrale Konditionsanfragen einholen

Nur eine Konditionsanfrage (kein Schufa-Eintrag) zeigt Ihren persönlichen Zinssatz. Stellen Sie mehrere gleichzeitig, bevor Sie sich für einen Vertrag entscheiden. Der Unterschied zwischen bestem und schlechtestem Angebot beträgt häufig 2 bis 4 Prozentpunkte.

3

Verwendungszweck angeben

Bei manchen Kreditarten (Auto, Modernisierung, Umschuldung) können Sie durch Angabe eines konkreten Verwendungszwecks bessere Zinsen erzielen. Die Bank kalkuliert das Risiko je nach Zweck unterschiedlich.

4

Kürzeste verkraftbare Laufzeit wählen

Ein niedrigerer Effektivzins bei längerer Laufzeit bedeutet nicht zwingend günstigere Gesamtkosten. Vergleichen Sie immer auch den Gesamtbetrag. Die kürzeste Laufzeit, deren Rate Sie dauerhaft tragen können, minimiert die Zinskosten.

5

Restschuldversicherung separat bewerten

Da die RSV nicht im Effektivzins enthalten ist, lässt sich ein günstiger Effektivzins durch eine teure RSV kompensieren. Immer den Gesamtbetrag inklusive RSV als Vergleichsgröße nutzen. Prüfen Sie, ob eine bestehende Berufsunfähigkeits- oder Risikolebensversicherung bereits schützt.

HÄUFIGE FRAGEN

Häufige Fragen zum effektiven Jahreszins

Was ist der Unterschied zwischen Sollzins und effektivem Jahreszins?

Der Sollzins ist der reine Preis für das geliehene Geld, vergleichbar mit einer Kaltmiete. Der effektive Jahreszins enthält zusätzlich alle Pflichtkosten des Kredits und ist gesetzlich genormt (PAngV). Zwei Kredite mit gleichem Sollzins können unterschiedliche Effektivzinsen haben, wenn einer höhere Pflichtgebühren enthält. Nur der Effektivzins eignet sich für den echten Vergleich.

Was ist der Zweidrittelzins?

Der Zweidrittelzins ist der effektive Jahreszins im gesetzlich vorgeschriebenen repräsentativen Beispiel nach PAngV §  6a. Es handelt sich um den Zinssatz, den mindestens zwei Drittel aller Kunden dieses Produkts tatsächlich erhalten. Er ist aussagekräftiger als der beworbene Bestzins, ersetzt aber keine persönliche Konditionsanfrage.

Ist die Restschuldversicherung im effektiven Jahreszins enthalten?

Nur dann, wenn die Bank den Abschluss der Restschuldversicherung als Voraussetzung für die Kreditvergabe macht. Wenn sie freiwillig ist, fließen die Kosten nicht in den Effektivzins ein, obwohl sie die Gesamtkosten erheblich erhöhen können. Immer gesondert prüfen und den Gesamtbetrag inklusive RSV vergleichen.

Dürfen Banken Bearbeitungsgebühren erheben?

Nein. Der Bundesgerichtshof hat Bearbeitungsgebühren bei Verbraucherdarlehen für unzulässig erklärt (BGH-Urteile vom 13. Mai 2014, XI ZR 405/12 und XI ZR 170/13). Wer solche Gebühren in einem Altvertrag bezahlt hatte, konnte diese innerhalb der Verjährungsfristen zurückfordern.

Wie vergleiche ich Kreditangebote richtig?

Verwenden Sie immer denselben Nettodarlehensbetrag, dieselbe Laufzeit und dieselbe Sollzinsbindung. Nutzen Sie den effektiven Jahreszins als Vergleichsgröße, nicht den Sollzins. Fragen Sie zusätzlich nach den Kosten einer etwaigen Restschuldversicherung. Holen Sie persönliche Schufa-neutrale Konditionsanfragen ein, denn nur diese zeigen Ihren individuellen Zinssatz.

Was bedeutet bonitätsabhängiger Zinssatz?

Bei bonitätsabhängigen Krediten richtet sich der Zinssatz nach der individuellen Kreditwürdigkeit des Antragstellers. Werbung mit Bestzinsen gilt nur für Kunden mit perfekter Bonität. Der gesetzlich vorgeschriebene Zweidrittelzins zeigt, welchen Zins mindestens zwei Drittel der Kunden erhalten. Nur eine persönliche Anfrage zeigt Ihren Zins.

Warum ist der effektive Jahreszins bei Baufinanzierungen nur annähernd verlässlich?

Bei Baufinanzierungen gilt der Effektivzins nur für die vereinbarte Zinsbindungsfrist, danach müssen neue Konditionen verhandelt werden. Zusätzlich sind Schätzkosten, Notar- und Grundbuchgebühren sowie Bereitstellungszinsen nicht im Effektivzins enthalten. Deshalb ist hier der Sollzins für die Anschlussfinanzierungsplanung besonders wichtig.

Wie wirkt die Tilgungsverrechnung auf den Effektivzins?

Wenn eine Bank Tilgungsanteile spät verrechnet, zahlen Sie für den Zeitraum bis zur Verrechnung Zinsen auf bereits zurückgezahlte Beträge. Eine Bank, die Tilgungsanteile sofort verrechnet, ist daher bei gleichem Sollzins günstiger. Dieser Unterschied fließt in die Berechnung des Effektivzinses ein und macht ihn im Vergleich aussagekräftiger als den reinen Sollzins.

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